Als Zella zur Welt kam, waren ihre Eltern fast 50 Jahre alt: So lief ihr Leben als Nachzüglerin
Wales (England) - Altersunterschied von 48 Jahren: Die 24-jährige Zella erzählt vom Leben mit einer 72-jährigen Mutter und wieso sie sich immer wieder für Eltern im höheren Alter entscheiden würde.
Als die junge Frau Anfang der 2000er-Jahre das Licht der Welt erblickte, waren ihre Eltern bereits Ende 40. Die Schwangerschaft entstand damals auf natürlichem Wege, erzählte Zella gegenüber Newsweek.
"Ich habe nie wirklich darüber nachgedacht, dass meine Eltern viel älter waren, bis ich ein Teenager war", so die Britin. "Aber jetzt denke ich darüber nach, wie seltsam es für meine Mutter gewesen sein muss, mit den Müttern meiner Schulfreundinnen in Kontakt zu treten, da die meisten von ihnen 15 Jahre jünger waren als sie."
Die Meinungen zu Eltern höheren Alters spalten sich sehr. Zella jedoch konnte von ihren Eltern besonders viel lernen, da sie noch einige Jahre mehr Lebenserfahrung hatten.
Auch ihre Schwester, die ganze 20 Jahre älter ist als sie, war für das Leben des Models eine echte Bereicherung.
"Weil sie schon älter waren, hatte ich eine extrem stabile Kindheit", erzählte die 24-Jährige. "Sie hatten ihre Karrieren bereits etabliert, während sich viele Kinder daran erinnern, dass ihre Eltern sehr zu kämpfen hatten."
Die Geschichte hat auch Schattenseiten
Natürlich bringt ein größerer Altersunterschied zwischen Eltern und ihren Kindern auch Nachteile mit sich.
"Das erste Schlimme ist das Offensichtliche: Ich verbringe weniger Zeit mit ihnen", erklärte Zella. "Ich hatte das Gefühl, mich schon sehr früh damit abfinden zu müssen, dass ich meine Eltern viel früher verlieren würde als die meisten meiner Freunde."
Ihren Vater habe sie bereits Anfang dieses Jahres verloren.
Durch den stärkeren Generationsunterschied fühlte sich die Britin manchmal auch nicht so verstanden - vor allem, was ihre Probleme betraf.
Das Internet und die sozialen Medien gehörten für sie zum Alltag, doch für ihre Eltern war das teilweise eine völlig fremde Welt.
"Mein Vater war einfach in den 1970er-Jahren hängengeblieben. Ich musste ihn ständig ermahnen, weil er Dinge sagte, die er nicht hätte sagen sollen", hieß es.
Ein weiterer negativer Aspekt ist für die 24-Jährige, dass sie ihre Großeltern nicht wirklich kennenlernen konnte, da sie bereits seit ihrer frühen Kindheit nicht mehr lebten.
Titelfoto: Bildmontage: Instagram/imzelfish

