Busfahrer hat Sex im Bus: Nun muss er die Konsequenzen tragen

London - Gefeuert wegen Oralsex! Ein Londoner Busfahrer hatte Geschlechtsverkehr in einem Bus und verlor deshalb seinen Job - jetzt zog er deswegen vor Gericht.

Ein Londoner Busfahrer wurde wegen Oralsex auf der Rückbank gefeuert. Nun versuchte er, vor Gericht gegen seine Kündigung vorzugehen.
Ein Londoner Busfahrer wurde wegen Oralsex auf der Rückbank gefeuert. Nun versuchte er, vor Gericht gegen seine Kündigung vorzugehen.  © kanzilyou/123rf

Wie die Nachrichtenseite "Evening Standard" berichtet, hat sich der Sex-Vorfall bereits am 25. Februar 2020 ereignet. Der nicht namentlich genannte Busfahrer hatte damals auf der Rückbank Oralsex mit einer Frau, und zwar vor anderen Passagieren und laufenden Überwachungskameras.

Zeugen beschwerten sich, dass sie im Bus lautes Stöhnen gehört hätten. Der Busfahrer selbst war zwar zu dem Zeitpunkt gerade nicht im Dienst, trug aber seine Arbeitsjacke - und so hatte das Ganze harte Konsequenzen für ihn: Im April 2020 wurde er gefeuert!

Nun gelangte die Geschichte noch einmal an die Öffentlichkeit, da der Mann wegen seiner Kündigung vor ein Arbeitsgericht zog. Am gestrigen Donnerstag fiel das Urteil des Richters und das lässt den Busfahrer in einem noch schlechteren Licht dastehen als ohnehin schon.

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Denn zu seiner Verteidigung erklärte der Mann, dass er von der Frau im Bus wohl unter Drogen gesetzt worden sein muss.

Er selbst sei also das Opfer und auf dem Rücksitz des Busses vergewaltigt oder zumindest sexuell belästigt worden, behauptete er.

Richter glaubt die Geschichte des Busfahrers nicht und setzt sogar noch eine Geldstrafe obendrauf

Schlecht gelaufen: Der Busfahrer scheiterte nicht nur mit seiner Klage, sondern bekam auch noch eine zusätzliche Strafe aufgebrummt.
Schlecht gelaufen: Der Busfahrer scheiterte nicht nur mit seiner Klage, sondern bekam auch noch eine zusätzliche Strafe aufgebrummt.  © Veronika Lukasova/ZUMA Press Wire/dpa

Doch der Richter schenkte dieser Version der Geschichte keinen Glauben: Es gebe keinerlei Beweise für diese Behauptungen und laut früheren Aussagen hätte der Mann, wenn überhaupt, erst nach dem Geschlechtsverkehr im Bus unter Drogen gesetzt werden können.

Der Kläger wolle offenbar einfach nur den Folgen seiner Taten entgehen, indem er die Schuld auf andere schiebt, so der Richter.

Letzten Endes lehnte das Arbeitsgericht die Klage des Busfahrers wegen ungerechtfertigter Entlassung und Diskriminierung ab.

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Obendrauf muss der Mann auch noch eine Strafe von 7500 britischen Pfund (umgerechnet knapp 8500 Euro) zahlen, weil er sich mit seinen Behauptungen vor Gericht "unangemessen verhalten" habe.

Titelfoto: kanzilyou/123rf

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