Mann denkt, er hat eine Grippe, doch die Wahrheit frisst ihn von innen auf

England - Mark Brooks (53) dachte, er hätte lediglich einen verstauchten Ellbogen und dazu noch eine Grippe. In Wahrheit allerdings breitete sich in seinem Körper eine bakterielle Infektion aus, die ihn "auffraß".

Der Brite dachte, er hätte eine Grippe und andere Symptome, doch Ärzte stellten eine bakterielle Entzündung fest. (Symbolbild)
Der Brite dachte, er hätte eine Grippe und andere Symptome, doch Ärzte stellten eine bakterielle Entzündung fest. (Symbolbild)  © 123RF/lightfieldstudios

Der 53-Jährige aus dem britischen Grimsby ging regelmäßig ins Fitnessstudio und achtete auf seine Gesundheit.

Eines Tages übertrieb er es mit seinem Ehrgeiz und ging trotz starker Halsschmerzen und inmitten einer Fastenkur zum Sport.

"Beim Training habe ich mir den Ellbogen verstaucht, was nicht weiter schlimm war", erzählte Mark dem Portal "Metro". Zusätzlich bekam er noch Fieber und musste sich übergeben.

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Die Symptome verschlimmerten sich, doch Mark schob es darauf, dass er nur Pech habe, sowohl Fieber, eine mögliche Lebensmittelvergiftung als auch eine Ellbogenverletzung zu haben.

Als es dann aber immer schlimmer wurde, fuhr er ins Krankenhaus. Dort wurde bei ihm erst etwas anderes diagnostiziert. Nachdem ein riesiger Bluterguss auf seinem Körper erschienen war, handelten die Ärzte sofort, brachten ihn in den OP und entdeckten dort, was Mark wirklich fehlte.

Die Nekrotisierende Fasziitis hatte seine Haut und Muskeln stark angegriffen. Die Bakterien gelangten auch in seinen Blutkreislauf: Nierenversagen!

"Ich lag eine Woche auf der Intensivstation. Man sagte mir, ich hätte Multiorganversagen", erinnerte sich der Brite an den Dezember 2023. "Man konnte zeitweise durch meinen Arm hindurchsehen."

Behandlungen kosteten bereits halbe Million Euro

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Erreger bereits so viel Schaden angerichtet, dass sein Arm wie "Knochen ohne jegliche Stütze" aussah.

Innerhalb von neun Wochen musste er sich 25 Operationen unterziehen, bei denen abgestorbene Haut, der Brachiales-Muskel, ein Großteil seines Trizeps, ein Fingerbeuger und das Bindegewebe zwischen den Muskeln entfernt wurden.

Die Ärzte entnahmen zudem Haut von Bein und Rücken für Transplantationen. Ein Muskel aus dem Rücken wurde verpflanzt, um seinen Arm wiederherzustellen. "Dann entnahmen sie mir Fett aus dem Bauch und füllten es in meinen Arm, um den freiliegenden Knochen zu stützen", so der 53-Jährige, der nach den Ereignissen eine posttraumatische Belastungsstörung entwickelte.

Die Kosten für die rekonstruktive Behandlung belaufen sich bereits auf umgerechnet rund eine halbe Million Euro, die von der Versicherung übernommen werden. Mittlerweile geht es dem 53-Jährigen besser. Durch seine Geschichte will er das Bewusstsein für die Symptome schärfen.

Titelfoto: 123RF/lightfieldstudios

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