Schwestern sind nur wenige Minuten nacheinander geboren - doch haben unterschiedliche Väter

London (England) - Michelle und Lavinia Osbourne teilten den Mutterleib zusammen, wuchsen gemeinsam auf und überstanden eine schwierige Kindheit. Die Zwillingsschwestern hatten ihr Leben lang eine besondere Verbindung. Doch als sie im Erwachsenenalter einen DNA-Test machen ließen, kam die Schocknachricht: Michelle und Lavinia haben unterschiedliche Väter!

Die Schwestern wurden nur wenige Minuten hintereinander geboren, doch haben unterschiedliche Väter. (Symbolfoto)  © 123RF/vadlen

Schon früh haben die beiden Frauen aus London gezweifelt, ob der Mann, von dem ihre Mutter immer erzählt hatte, er sei ihr Vater, auch wirklich ihr leiblicher Vater ist. Auf Fotos konnten beide keine Ähnlichkeit zu ihm entdecken.

Erst als sie Jahre später einen DNA-Test machten, fanden sie heraus, wer wirklich ihr Erzeuger war - zwei unterschiedliche Männer.

Niemals hatten Michelle und Lavinia damit gerechnet, dass der Test ihnen enthüllen würde, dass sie Halbschwestern sind. Und das, obwohl sie nur wenige Minuten hintereinander geboren wurden.

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Wie BBC berichtet, gibt es weltweit nur 20 bekannte Fälle, in Großbritannien ist es der erste dieser Art.

Die heute 49 Jahre alten Frauen sind durch einen extrem seltenen biologischen Prozess entstanden. Bei diesem muss eine Frau im selben Zyklus mehr als eine Eizelle produzieren, welche anschließend von Spermien unterschiedlicher Männer befruchtet werden.

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Michelle und Lavinia Osbourne nehmen Kontakt zu leiblichen Vätern auf

Ein DNA-Test enthüllte, dass die Zwillingsschwestern eigentlich Halbschwestern sind. (Symbolfoto)  © 123RF/Uhdenis

Für Lavinia sei die Entdeckung ein Schock gewesen. Sie und Michelle hatten sich während ihrer schwierigen Kindheit gegenseitig Halt gegeben. "Sie war das Einzige, was mir gehörte, das Einzige, worüber ich mir sicher war, das Einzige, an dem ich festhalten konnte", sagt Lavinia im Gespräch mit BBC. "Und dann war sie es nicht mehr."

Für ihre Zwillingsschwester kamen die Testergebnisse wenig überraschend. "Ich bin immer noch verblüfft, dass so etwas tatsächlich passieren kann – es ist total seltsam, total merkwürdig, total selten –, aber es ergibt Sinn", so Michelle.

Nachdem ihnen der Test auch enthüllt hatte, wer ihre leiblichen Väter sind, entschieden sie sich, Kontakt zu ihnen aufzunehmen.

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Lavinia sieht ihren Vater heute regelmäßig, wie sie berichtet. Michelle hingegen verzichtete darauf, den Kontakt zu ihrem Vater zu halten, da dieser mit einem Alkohol- und Drogenproblem zu kämpfen hat.

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