Verkäufer stoppt Ostereier-Dieb und wird dafür gefeuert

London (Großbritannien) - Ein 54-jähriger Mitarbeiter des britischen Premium-Supermarktes Waitrose wurde entlassen, nachdem er einen Ladendieb gestoppt hatte, der Lindt-Ostereier stehlen wollte.

Der Ladendieb hatte es auf die Lindt Gold Bunny-Eier abgesehen. (Symbolbild)  © Sabrina Rothe/Lindt & Sprüngli GmbH/obs

Wie Guardian berichtet, wurde der langjährige Verkäufer Walker Smith nach 17 Jahren entlassen, nachdem er auf einen Hinweis eines Kunden versucht hatte, einem Ladendieb eine Tüte mit gestohlenen Süßigkeiten wegzunehmen.

Der Dieb zog die Tüte zurück, woraufhin es zu einem Gerangel zwischen den beiden kam. Dabei riss die Tüte, und die Lindt Gold Bunny-Eier, die jeweils 13 Pfund (rund 15 Euro) kosten, fielen zu Boden, wobei eines zerbrach.

Der Ladendieb rannte daraufhin aus dem Laden, und Smith warf ein Stück der zerbrochenen Schokolade "aus Frust" in Richtung einiger Einkaufswagen.

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Daraufhin wurde er von seinem Manager ermahnt.

Doch dabei blieb es nicht: Sein Vorgesetzter leitete den Fall weiter, und einen Tag später kam es zu einem Gespräch mit zwei Filialleitern, die ihn wegen des Vorfalls schließlich entließen.

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Bei Waitrose sollen die Mitarbeiter Ladendiebe nicht ansprechen

Walker Smith (54) konnte es nicht mehr ertragen, dass Diebe im Laden stahlen und ungestraft davonkamen.  © Bildmontage: Facebook/Screenshot/Walker T Smith

Waitrose hatte die Mitarbeiter zuvor darauf geschult, Ladendiebe nicht anzusprechen und keine Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Smith erklärte jedoch, dass er es nicht länger ertragen konnte, zuzusehen, wie Diebe im Laden stahlen und ungestraft davonkamen. Nun fürchtet er, obdachlos zu werden, bereut, den Dieb gestoppt zu haben, und sein Selbstvertrauen sei völlig am Boden.

"Ich bin kein schlechter, gewalttätiger oder aggressiver Mensch", sagte er der britischen Tageszeitung. "Ich war einfach nur frustriert, das Tag für Tag mitzuerleben und nichts von Waitrose dagegen zu sehen."

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Ein Sprecher von Waitrose erklärte dazu: "Die Sicherheit unserer Mitarbeiter und Kunden hat für uns höchste Priorität, und wir haben entsprechende Richtlinien zum Schutz beider Seiten [...] Die Verfolgung von Ladendieben birgt ernsthafte Lebensgefahr. Wir weigern uns, irgendjemandes Leben zu gefährden. Deshalb haben wir klare Richtlinien, die unbedingt eingehalten werden müssen."

Mittlerweile wurde für den 54-Jährigen eine GoFundMe-Spendenseite eingerichtet, um ihn zu unterstützen.

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