Nahost-Konflikt: Iran meldet 14 Tote bei US-Angriffen

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Israel/Iran - Die USA haben im Streit mit dem Iran um die Straße von Hormus in zweiter Nacht in Folge Ziele in der Islamischen Republik bombardiert.

US-Präsident Donald Trump (80) drohte dem Iran noch heftigere Angriffe an.
US-Präsident Donald Trump (80) drohte dem Iran noch heftigere Angriffe an.  © Michael Kappeler/dpa

Es seien entlang der iranischen Küste rund 90 militärische Ziele, darunter Luftabwehrsysteme, Küstenüberwachungsanlagen sowie Raketen- und Drohnenlager getroffen worden, teilte das US-Militär mit.

Irans Revolutionsgarden - die Elitestreitmacht des Landes - griffen nach eigenen Angaben im Gegenzug erneut US-Stützpunkte in den beiden mit Washington verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain an.

Das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) schrieb in einer Lage-Analyse, der Iran sei bereit, sich auf einen umfassenden Konflikt mit den USA einzulassen, sollte dies zur Sicherung seiner Kontrolle über die Straße von Hormus nötig sein.

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

9. Juni, 9.41 Uhr: Iran meldet 14 Tote bei US-Angriffen

Bei den jüngsten US-Angriffen im Iran sind Regierungsangaben zufolge mindestens 14 Menschen getötet worden.

78 weitere Menschen wurden bei den Luftangriffen der vergangenen zwei Tage verletzt, wie der Pressedienst der Regierung mitteilte. Demnach werden immer noch 47 Verwundete in Krankenhäusern behandelt. Der Iran meldete Angriffe in fünf Provinzen.

Infolge der neuesten US-Angriffe vermeldete die iranische Führung 14 Todesopfer. (Archivbild)
Infolge der neuesten US-Angriffe vermeldete die iranische Führung 14 Todesopfer. (Archivbild)  © Vahid Salemi/AP/dpa

9. Juli, 8.10 Uhr: US-Angriffe legen wichtige Bahnstrecke im Iran lahm

Im Iran ist der Zugverkehr nach den nächtlichen US-Angriffen auf einer wichtigen Strecke unterbrochen worden.

Nach der Bombardierung auf einen Abschnitt der Bahnstrecke Teheran-Maschhad haben Personenzüge ihre Fahrten eingestellt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Es werde daran gearbeitet, die Strecke so schnell wie möglich zu reparieren.

Die Fahrt von der iranischen Hauptstadt Teheran in die nordöstliche Millionenmetropole Maschhad dauert in der Regel 11 Stunden. Heute soll dort der Ende Februar getötete oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei bestattet werden. Ob von der Sperrung der Strecke auch Anhänger betroffen waren, die nach Maschhad reisen, war zunächst unklar. Aus Sicherheitsgründen sind am Donnerstag Flüge über der Pilgerstadt untersagt.

9. Juli, 6.14 Uhr: Angriffe könnten noch länger dauern

Nach Informationen des US-Nachrichtenportals "Axios" bereitet sich das Weiße Haus auf eine mögliche mehrtägige oder sogar mehrwöchige militärische Auseinandersetzung mit dem Iran in der Straße von Hormus vor.

Die Dauer und die Intensität der neuen Angriffe hingen von den nächsten Schritten Teherans ab, hieß es unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Sie könnten ein oder zwei Tage, eine Woche oder einen Monat andauern, je nachdem ob der Iran seine Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus fortsetze, hieß es.

Zur Verteidigung der Straße von Hormus ist der Iran offenbar bereit, sich auf einen umfassenden Konflikt mit den USA einzulassen.
Zur Verteidigung der Straße von Hormus ist der Iran offenbar bereit, sich auf einen umfassenden Konflikt mit den USA einzulassen.  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

8. Juli, 21.03 Uhr: Guterres warnt vor "katastrophalen Folgen" erneuter Kämpfe mit Iran

Vor dem Hintergrund einer drohenden neuen Eskalation im Iran-Konflikt hat UN-Generalsekretär António Guterres zu Zurückhaltung aufgerufen.

"Der Generalsekretär bekräftigt erneut, dass eine Rückkehr zu umfassenden Feindseligkeiten katastrophale Folgen hätte - für die Menschen in der Region, für den internationalen Frieden und die Sicherheit sowie für die Weltwirtschaft", ließ Guterres über seinen Sprecher Stéphane Dujarric in New York mitteilen.

"Der Generalsekretär fordert den Iran und die Vereinigten Staaten nachdrücklich auf, die Verhandlungen umgehend wieder aufzunehmen und offene Fragen auf diplomatischem Wege zu klären."

8. Juli, 19.18 Uhr: Trump spielt Gefahren einer neuen Eskalation im Iran-Krieg runter

Nach erneuten Drohungen gegen die Führung in Teheran hat der US-Präsident die Gefahren einer neuen Eskalation im Iran-Krieg heruntergespielt. "Ich glaube nicht, dass er wieder aufflammt", sagte er bei einer Pressekonferenz. Stattdessen rechne er damit, dass der Konflikt zeitnah wieder beigelegt werde.

Nur wenige Stunden zuvor hatte Trump mit weiteren US-Angriffen in der Nacht zum Donnerstag gedroht. Das US-Militär habe den Iran "hart getroffen" und "wir werden sie höchstwahrscheinlich auch heute Nacht wieder hart treffen", sagte er. Der Iran habe sich "sehr schlecht" benommen.

US-Präsident Donald Trump (80) zeigte am Mittwoch im Hinblick auf den Iran-Krieg zwei verschiedene Gesichter. Mal drohte er, mal versuchte er zu beschwichtigen.
US-Präsident Donald Trump (80) zeigte am Mittwoch im Hinblick auf den Iran-Krieg zwei verschiedene Gesichter. Mal drohte er, mal versuchte er zu beschwichtigen.  © Emrah Gurel/AP/dpa

8. Juli, 17.48 Uhr: Irans oberster Führer wird in Maschhad bestattet

Mehr als vier Monate nach seiner Tötung soll Irans Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei beerdigt werden.

Die Beisetzung ist an diesem Donnerstag im Imam-Resa-Heiligtum seiner Heimatstadt Maschhad geplant, dem wichtigsten Zentrum des schiitischen Islams im Iran. Die Bestattung selbst erfolgt unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Auf diesem Foto, das vom Büro des Obersten Führers des Irans veröffentlicht wurde, tragen Trauernde den Sarg des verstorbenen iranischen Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei.
Auf diesem Foto, das vom Büro des Obersten Führers des Irans veröffentlicht wurde, tragen Trauernde den Sarg des verstorbenen iranischen Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei.  © Uncredited/Iranian Supreme Leader Office via AP/dpa

8. Juli, 17.30 Uhr: Macron setzt weiter auf Gespräche im Iran-Konflikt

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sieht trotz der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg die Diplomatie und das ausgehandelte Rahmenabkommen mit den USA noch nicht am Ende.

"Meiner Meinung nach handeln die Iraner falsch, wenn sie diese Luftangriffe durchführen, die gegen das verstoßen, was sie selbst unterzeichnet haben – ein Abkommen, das in Islamabad ausgearbeitet und in Luzern unterzeichnet wurde", sagte Macron. Man befinde sich aber noch immer innerhalb der in dem Abkommen vereinbarten 60-Tage-Frist, innerhalb der ein endgültiger Deal ausgehandelt werden soll.

"Meines Wissens werden die in diesem Rahmen vorgesehenen Treffen weiterhin stattfinden, und wir müssen mit viel Gelassenheit, Besonnenheit und Geduld voranschreiten."

8. Juli, 16.25 Uhr: Rutte zieht Gipfelbilanz: Bündnis ist stärker als je zuvor

Nato-Generalsekretär Mark Rutte wertet das Gipfeltreffen in Ankara trotz der Attacken von US-Präsident Donald Trump gegen Alliierte als Erfolg. "Dieser Gipfel hat gezeigt, dass das Bündnis stärker ist als je zuvor: ein Bündnis, das geschlossen ist und bereit, jeden Zentimeter unseres Territoriums zu verteidigen", sagte der Niederländer in der Abschlusspressekonferenz.

Als Beleg wertete er, dass die Verbündeten in der Gipfelerklärung ihr Bekenntnis zur kollektiven Verteidigung nach Artikel 5 des Bündnisvertrags bekräftigen. "Ein Angriff auf einen ist ein Angriff auf alle", sagte Rutte. Im Fall der Fälle werde man zusammenstehen.

Nato-Generalsekretär Mark Rutte (59) ist sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis des Gipfels.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte (59) ist sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis des Gipfels.  © Michael Kappeler/dpa

8. Juli, 15.22 Uhr: Trump droht mit neuen Angriffen auf Ziele im Iran

Nach der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump mit weiteren US-Angriffen heute Nacht gedroht. Das US-Militär habe den Iran mit seinen Attacken vergangene Nacht "hart getroffen" und "wir werden sie höchstwahrscheinlich auch heute Nacht wieder hart treffen", sagte Trump am Rande des Nato-Gipfels im türkischen Ankara.

Trump zeigte sich nicht glücklich über das "sehr schlechte Benehmen" der Führung in Teheran. Zugleich sagte er, dass er abwarten wolle, "wie sich alles entwickelt".

Das US-Militär hatte in Reaktion auf Attacken gegen Tanker in der Straße von Hormus in der Nacht zum Mittwoch Dutzende Ziele im Iran bombardiert. Zudem setzten die USA Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft.

US-Präsident Donald Trump (80) befindet sich momentan auf dem NATO-Gipfel in Ankara.
US-Präsident Donald Trump (80) befindet sich momentan auf dem NATO-Gipfel in Ankara.  © Michael Kappeler/dpa

8. Juli, 11.09 Uhr: Ölpreise legen stark zu - Trump sieht Ende des Waffenstillstands

Die Ölpreise sind nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump zum Iran-Krieg deutlich gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kletterte auf 78,50 US-Dollar. Damit legte der Preis der globalen Referenzsorte um 5,85 Prozent zu.

US-Präsident Donald Trump sagte, dass er keine Einigung mit dem Iran mehr wolle. Der Waffenstillstand mit dem Iran sei - "was mich betrifft" - beendet. "Ich will nichts mehr mit ihnen zu tun haben", fügte er am Rande des Nato-Gipfels hinzu. Die Unterhändler "können reden, aber ich glaube, sie verschwenden ihre Zeit".

Titelfoto: Vahid Salemi/AP/dpa

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