Nahost-Konflikt: Iran-Vereinbarung soll laut Trump Sonntag unterzeichnet werden

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Israel/Iran - Die USA und der Iran stehen nach übereinstimmender Darstellung beider Seiten sowie des Vermittlers Pakistans kurz vor einem Abkommen zur Beendigung des Kriegs.

Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif bestätigte eine abgestimmte Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran.
Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif bestätigte eine abgestimmte Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran.  © Jacquelyn Martin/AP POOL/dpa

"Wir können bestätigen, dass ein endgültiger, von allen Seiten abgestimmter Text des Friedensabkommens erreicht wurde", schrieb Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif auf der Online-Plattform X.

Eine solche Vereinbarung wäre allerdings ohnehin zunächst nur der Ausgangspunkt für vertiefte Verhandlungen. Deren schwierigster Knackpunkt: Irans Atomprogramm. Eine Lösung in dieser Frage soll Berichten aus beiden Ländern zufolge innerhalb von 60 Tagen erzielt werden.

Laut US-Präsident Donald Trump sollen die Dokumente für ein erstes Rahmenabkommen in Kürze fertiggestellt und vielleicht schon an diesem Wochenende unterzeichnet werden - womöglich in Europa.

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Ein ranghoher US-Beamter machte am Freitag allerdings klar, dass bislang nicht feststehe, ob es wirklich dazu kommt. Die meisten Verantwortlichen im Iran seien für eine Vereinbarung, "aber nicht alle".

Irans Außenminister Abbas Araghtschi schrieb zwar auf der Plattform X, dass eine Absichtserklärung zum Greifen nah sei. "Bis zur endgültigen Fertigstellung sollten sich die Medien mit Spekulationen über ihren Inhalt zurückhalten", fügte er jedoch hinzu.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

13. Juni, 19.20 Uhr: USA wollen bei G7-Gipfel über weitere Iran-Schritte sprechen

US-Präsident Donald Trump (79) will beim G7-Gipfel nach US-Angaben über das weitere Vorgehen rund um ein Rahmenabkommen im Iran-Krieg sprechen - dabei könnte es auch um eine Beteiligung bei der Minenräumung in der Straße von Hormus gehen.

Ein hochrangiger US-Regierungsbeamter sagte vorab, G7-Länder hätten erklärt, es gebe einiges, was sie tun könnten, sobald ein Rahmenabkommen steht. Er sprach die Minenräumung in der für den Ölhandel wichtigen Meerenge an. Die USA hätten in dem Bereich Möglichkeiten, aber auch einige der G7-Länder verfügten über erhebliche Kapazitäten, die sie freiwillig zur Verfügung stellen wollten, ergänzte er.

Unter Führung von Frankreich und Großbritannien ist eine neutrale Marine-Mission in der Straße von Hormus in Vorbereitung. Mehr als 40 Länder haben ihre Unterstützung zugesichert, darunter Deutschland. Dabei geht es auch um Minenräumung.

13. Juni, 19.04 Uhr: Iran-Vereinbarung soll laut Trump morgen unterzeichnet werden

In den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump (79) für diesen Sonntag die Unterzeichnung einer Vereinbarung geplant.

Unmittelbar danach solle die Straße von Hormus wieder geöffnet werden, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Es wäre fast schon absurd: Bekommt US-Präsident Donald Trump (79) ausgerechnet am Sonntag zu seinem 80. Geburtstag dieses "Geschenk" vom Iran?
Es wäre fast schon absurd: Bekommt US-Präsident Donald Trump (79) ausgerechnet am Sonntag zu seinem 80. Geburtstag dieses "Geschenk" vom Iran?  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

13. Juni, 16.34 Uhr: Israel fliegt nach Evakuierungsanordnung erneut Luftangriffe auf den Libanon

Israels Armee hat erneut Angriffe auf Ziele der Hisbollah-Miliz im Süden des Libanon geflogen. Die libanesische Armee und ein AFP-Reporter meldeten am Samstag israelische Angriffe nahe Nabatije. Zuvor hatte Israels Armeesprecher Avichay Adraee (43) die Bewohner von 24 Ortschaften in der Umgebung und im Norden der Stadt zur "sofortigen" Evakuierung aufgerufen. Der libanesische Präsident Joseph Aoun rief die Bevölkerung derweil zur Einheit auf.

"Für Ihre Sicherheit sollten Sie sich in das Gebiet nördlich des Sahrani-Flusses begeben", erklärte Armeesprecher Andraee auf Arabisch in Onlinediensten. Die israelische Armee werde "mit aller Härte vorgehen".

Tyrus: Ein Mann sammelt am Freitag persönliche Gegenstände aus seinem Haus vor einem zerstörten Gebäude, das bei einem israelischen Luftangriff getroffen wurde, in der südlichen Hafenstadt Tyrus.
Tyrus: Ein Mann sammelt am Freitag persönliche Gegenstände aus seinem Haus vor einem zerstörten Gebäude, das bei einem israelischen Luftangriff getroffen wurde, in der südlichen Hafenstadt Tyrus.  © Mohammed Zaatari/AP/dpa

13. Juni, 13.44 Uhr: Iran-Deal voraussichtlich innerhalb von 24 Stunden

Im Krieg zwischen den USA und dem Iran schürt der Vermittler Pakistan weiter Hoffnungen auf den baldigen Abschluss eines Abkommens.

"Da mit der Finalisierung voraussichtlich in den nächsten 24 Stunden zu rechnen ist, bereitet sich Pakistan auf die elektronische Unterzeichnung des Friedensabkommens unmittelbar danach vor", schrieb Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif auf der Online-Plattform X. Auch bereite man sich auf Gespräche auf technischer Ebene in der kommenden Woche vor.

"Wir sind einem Friedensabkommen näher als je zuvor", erklärte Sharif. "Wir sind zuversichtlich, dass dieses historische Friedensabkommen eine solide Grundlage für dauerhaften Frieden bilden wird."

13. Juni, 9.36 Uhr: Israel ordnet Evakuierung von 20 Orten im Südlibanon an

Die israelische Armee hat die Bewohner von 20 Städten und Dörfern im Südlibanon zur Evakuierung aufgefordert. Zugleich meldete die Arme mehrere Drohnenangriffe der libanesischen Hisbollah-Miliz auf Nordisrael seit dem Freitagabend.

Armeesprecher Avichay Adraee erklärte auf X, die Bewohner sollten ihre Häuser zu ihrer eigenen Sicherheit unverzüglich verlassen und sich nördlich des Flusses Sahrani begeben. Wer sich in der Nähe von Hisbollah-Kämpfern, deren Einrichtungen und Kampfmitteln aufhalte, bringe sein Leben in Gefahr.

Wie viele Menschen von der Evakuierung betroffen sind, war zunächst unklar. Die israelische Armee berichtete zuvor mehrfach von Luftalarm in Nordisrael nach mutmaßlichen Drohnenangriffen der Hisbollah. Betroffen gewesen seien unter anderem die Grenzorte Metula und Misgav Am.

Bewohner von 20 Städten und Dörfern im Südlibanon wurden von der israelischen Armee aufgefordert, ihr Zuhause zu verlassen. (Archivfoto)
Bewohner von 20 Städten und Dörfern im Südlibanon wurden von der israelischen Armee aufgefordert, ihr Zuhause zu verlassen. (Archivfoto)  © Mohammed Zaatari/AP/dpa

13. Juni, 7.10 Uhr: US-Militär meldet Abschuss iranischer Drohnen in Straße von Hormus

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben mehrere iranische Drohnenangriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus abgewehrt.

"Die US-Streitkräfte haben sie alle in den letzten Stunden abgeschossen, während der Schiffsverkehr durch die Meerenge ungehindert weiterfließt", teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit.

Die Meerenge bleibe für den Schiffsverkehr geöffnet. Das US-Militär machte keine weiteren Angaben - auch nicht zur Zahl abgeschossener Drohnen. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt erklärt, das Militär habe mehrere Tanker durch die Meerenge gebracht.

Trotz des vermeintlichen Durchbruchs in den Friedensverhandlungen meldete das US-Militär weitere Drohnenangriffe des Irans.
Trotz des vermeintlichen Durchbruchs in den Friedensverhandlungen meldete das US-Militär weitere Drohnenangriffe des Irans.  © Sepahnews/ZUMA Press Wire/dpa

12. Juni, 19.15 Uhr: Verabredung zu Nuklearmaterial?

In den Verhandlungen zum Iran-Krieg sollen US-Kreisen zufolge Verabredungen zum iranischen Nuklearmaterial getroffen worden sein. Laut den Kreisen soll bislang Einvernehmen hierüber bestehen:

  • Das Nuklearmaterial werde zerstört und abtransportiert werden.
  • Das Atomprogramm Irans werde abgebaut.
  • Kein Geld Irans werde freigegeben, bis das Land seine Gegenleistung erbracht habe.
  • Die Straße von Hormus werde geöffnet werden.
  • Der Iran finanziere keine terroristischen Gruppen.

In welchen zeitlichen Schritten diese angepeilten Ziele erreicht werden sollen, blieb unklar.

12. Juni, 18.39 Uhr: USA und Iran einigen sich laut Pakistan auf Endfassung von Friedensvereinbarung!

Die USA und der Iran haben sich nach Angaben des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif auf die finale Fassung einer Friedensvereinbarung geeinigt.

"Wir können bestätigen, dass ein endgültiger, einvernehmlich abgestimmter Text des Friedensabkommens vorliegt", erklärte Sharif am Freitag im Onlinedienst X. Pakistan arbeite nun "eng mit beiden Seiten zusammen, um die nächsten Schritte abzuschließen", fügte er hinzu.

12. Juni, 17.24 Uhr: Rahmenabkommen zum Greifen nah - laut Irans Außenminister

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi (63) sieht ein Rahmenabkommen zwischen seinem Land und den USA in greifbarer Nähe.

"Die Absichtserklärung von Islamabad stand noch nie so kurz vor dem Abschluss", schrieb Araghtschi auf X. "Bis zur endgültigen Fertigstellung sollten sich die Medien mit Spekulationen über ihren Inhalt zurückhalten", fügte er hinzu. Einzelheiten würden der Öffentlichkeit zu gegebener Zeit mitgeteilt.

12. Juni, 16.35 Uhr: Abkommen weiter in Gefahr? Trump wirft Iran Fake News vor!

US-Präsident Donald Trump (79) hat dem Iran vorgeworfen, Falschinformationen über mögliche Verabredungen mit den USA zu verbreiten. Bedingungen für ein mögliches Rahmenabkommen, die das Land durchgestochen habe, hätten "NICHTS" mit dem zu tun, was vereinbart worden sei, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social.

Worauf er sich genau bezog, blieb unklar. Trump nannte keine Details und sprach von "unehrenhaften" Leuten, mit denen man es zu tun habe. "Sie sollten sich besser zusammenreißen - und zwar SCHNELL!", drohte er. Der US-Präsident schrieb außerdem von einem angeblich abgewehrten versuchten Drohnenangriff des Iran auf indische Schiffe, als diese in der vergangenen Nacht die Straße von Hormus verlassen hätten - das sei "ABSOLUT INAKZEPTABEL".

US-Präsident Donald Trump (79) wird am Sonntag 80 Jahre alt - und wird ein entsprechendes "Geschenk" herbeisehnen.
US-Präsident Donald Trump (79) wird am Sonntag 80 Jahre alt - und wird ein entsprechendes "Geschenk" herbeisehnen.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

12. Juni, 15.04 Uhr: Fortschritte bei US-Verhandlungen mit dem Iran - laut Pakistan

Nach Signalen aus den USA und dem Iran über Fortschritte in den wochenlangen Verhandlungen über ein Ende des Krieges spricht nun auch der Vermittlerstaat Pakistan von Erfolgen.

Außenminister Ishaq Dar (76) und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (48) äußerten nach einem Telefonat ihre Hoffnung auf eine "anhaltenden Verständigung und friedliche Lösung" zwischen den Kriegsparteien, wie Dars Ministerium auf X schrieb.

Titelfoto: Mark Schiefelbein/AP/dpa

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