Nahost-Konflikt: Zusagen nicht eingehalten? Teheran bezeichnet Gespräche mit USA als "sinnlos"

Israel/Iran - Im zähen Ringen zwischen den USA und dem Iran um ein Kriegsende scheint ein Durchbruch bevorzustehen. Beide Seiten sowie der Vermittler Pakistan sprechen von der zeitnahen Unterzeichnung eines Abkommens.

Laut US-Präsident Donald Trump (80) soll der Friedens-Deal mit dem Iran heute finalisiert werden.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

Laut US-Präsident Donald Trump (80) soll die Vereinbarung am heutigen Sonntag finalisiert werden. Das pakistanische Außenministerium schrieb auf der Plattform X, eine virtuelle Zeremonie zur Unterzeichnung sei für heute geplant.

Von iranischer Seite wurde dies zunächst weder bestätigt noch dementiert. Außenamtssprecher Esmail Baghai sagte am Samstag, die Unterzeichnung könnte in den kommenden Tagen stattfinden.

Zuletzt hatten sich die Anzeichen für eine mögliche baldige Einigung auf ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran verdichtet. Dieses soll Ausgangspunkt sein für vertiefte Gespräche zwischen Washington und Teheran.

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Neben der Öffnung der Straße von Hormus soll das Rahmenabkommen Berichten zufolge die - fragile und mehrfach gebrochene - Waffenruhe um 60 Tage verlängern und Startpunkt für Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sein.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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14. Juni, 15.18 Uhr: Teheran bezeichnet Gespräche mit USA als "sinnlos"

Nach den israelischen Angriffen auf den Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut hat Teheran die Gespräche mit den USA über ein Abkommen zum Iran-Krieg in Zweifel gezogen.

"Wenn Ihr nicht den Willen oder die Fähigkeit habt, Eure Verpflichtungen einzuhalten, dann ist es sinnlos darüber zu sprechen, diesen Weg weiterzugehen", erklärte der iranische Verhandlungsführer Mohammad Bagher Ghalibaf mit Blick auf die Gespräche mit Washington am Sonntag im Onlinedienst X. Der Iran macht ein Abkommen mit den USA von einer umfassenden Waffenruhe auch im Libanon abhängig.

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Der iranische Verhandlungsführer Mohammad Bagher Ghalibaf zog die Gespräche mit den USA über einen Friedens-Deal in Zweifel.  © Hamed Malekpour/Khane Melat/dpa

14. Juni, 13.33 Uhr: Israel greift nach Hisbollah-Attacke Vororte Beiruts an

Nach Angriffen der libanesischen Hisbollah-Miliz auf den Norden Israels hat die israelische Luftwaffe erneut Ziele in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen.

Es seien "Terrorziele" der Hisbollah in den als Dahija bekannten südlichen Vororten beschossen worden, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und des Verteidigungsministers Israel Katz.

"Der Angriff erfolgte als Reaktion auf den Beschuss israelischen Territoriums durch die Hisbollah." Nach libanesischen Angaben wurde mindestens ein Mensch getötet.

Die israelische Armee teilte mit, es sei ein Kommandozentrum der Hisbollah in Beirut angegriffen worden. Es seien Schritte unternommen worden, um mögliche Schäden für Zivilisten zu minimieren, einschließlich des Einsatzes von präziser Munition und Luftaufklärung.

Die libanesische Staatsagentur NNA berichtete von mindestens einem Todesopfer und vier Verletzten. Augenzeugen sagten, in dem getroffenen Gebäude habe die Hisbollah ein Büro gehabt.

Die israelische Armee hat erneut Ziele in den Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. (Archivfoto)  © Bilal Hussein/AP/dpa

14. Juni, 10.33 Uhr: Cyber-Angriff auf staatliche Banken im Iran

Nach einem Cyberangriff auf mehrere staatliche Banken im Iran sind elektronische Dienstleistungen massiv gestört worden. Online-Zahlungen fielen zeitweise vollständig aus.

Der Banken-Koordinationsrat des Landes bestätigte laut Wirtschaftsportal Eghtesad-News die Vorfälle. Das Problem sei inzwischen aber behoben und der Onlineverkehr wieder normalisiert.

In Teheran berichteten zahlreiche Augenzeugen, dass in Supermärkten, Restaurants und auch an Tankstellen plötzlich keine Online-Zahlungen mehr möglich waren. Viele Beträge wurden daraufhin notiert, um sie später zu begleichen. Betroffen waren insbesondere vier große staatliche Banken sowie zahlreiche Geldautomaten in der Hauptstadt.

Eine iranische Hackergruppe hatte bereits am Samstag einen Angriff angekündigt. "Ein stiller Krieg entfaltet sich und Iran steht unter Cyberangriff", erklärte die Gruppe Black Wolves auf ihrem Telegram-Kanal.

14. Juni, 10.29 Uhr: Hisbollah beschießt Israels Norden mit Sprengstoff-Drohnen

Die libanesische Hisbollah-Miliz hat nach israelischen Angaben erneut den Norden Israels mit Sprengstoff-Drohnen angegriffen.

Das israelische Militär teilte mit, es habe zwei Einschläge auf israelischem Gebiet nahe der Grenze zum Libanon gegeben. Niemand sei verletzt worden. Zuvor hatten in mehreren Orten an der Nordgrenze Warnsirenen geheult.

Das israelische Nachrichtenportal "ynet" berichtete, eine Drohne sei im Bereich des Grenzorts Schlomi eingeschlagen. Von der Hisbollah gab es zunächst keine Reaktion.

Der Norden Israels wurde erneut Ziel eines Angriffs der Hisbollah-Miliz. (Archivfoto)  © Ariel Schalit/AP/dpa

14. Juni, 7.11 Uhr: Proteste vor Irans Außenministerium gegen Friedensvereinbarung

Im Iran haben am Samstag dutzende Menschen gegen eine Friedensvereinbarung mit den USA demonstriert.

Sie riefen vor einem Büro des Außenministeriums in der Stadt Maschhad Parolen gegen Außenminister Abbas Araghtschi, der zuvor in einem Fernsehinterview über ein mögliches Abkommen gesprochen hatte.

Auf einem Video, das die iranische Nachrichtenagentur Fars verbreitete, waren Frauen in schwarzen Umhängen zu sehen, die "Tod dem ehrlosen Araghtschi" skandierten.

Andere Videos in Online-Netzwerken, die die Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht unabhängig verifizieren konnte, zeigten Menschen vor dem Außenministerium in Teheran, die "Araghtschi, tritt zurück" und "Ghalibaf, tritt zurück" skandierten. Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf ist der iranische Verhandlungsführer in den von Pakistan vermittelten Gesprächen mit den USA.

Dutzende Menschen demonstrierten am Samstag im Iran gegen eine Friedensvereinbarung mit den USA.  © Arif ALI / AFP

13. Juni, 21.50 Uhr: Iran-Sprecher schließt unterschriebenes Abkommen am Sonntag aus

Washington und Teheran haben am Samstag widersprüchliche Aussagen über den Termin eines offenbar näherrückenden Abkommens zur Beendigung des Iran-Krieges gemacht.

"Das Abkommen soll morgen unterzeichnet werden, und unmittelbar nach der Unterzeichnung ist die Straße von Hormus für alle geöffnet", erklärte US-Präsident Donald Trump (79) am Samstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Zuvor hatte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums jedoch eine Unterzeichnung am Sonntag ausgeschlossen.

13. Juni, 19.20 Uhr: USA wollen bei G7-Gipfel über weitere Iran-Schritte sprechen

US-Präsident Donald Trump (79) will beim G7-Gipfel nach US-Angaben über das weitere Vorgehen rund um ein Rahmenabkommen im Iran-Krieg sprechen - dabei könnte es auch um eine Beteiligung bei der Minenräumung in der Straße von Hormus gehen.

Ein hochrangiger US-Regierungsbeamter sagte vorab, G7-Länder hätten erklärt, es gebe einiges, was sie tun könnten, sobald ein Rahmenabkommen steht. Er sprach die Minenräumung in der für den Ölhandel wichtigen Meerenge an. Die USA hätten in dem Bereich Möglichkeiten, aber auch einige der G7-Länder verfügten über erhebliche Kapazitäten, die sie freiwillig zur Verfügung stellen wollten, ergänzte er.

Unter Führung von Frankreich und Großbritannien ist eine neutrale Marine-Mission in der Straße von Hormus in Vorbereitung. Mehr als 40 Länder haben ihre Unterstützung zugesichert, darunter Deutschland. Dabei geht es auch um Minenräumung.

13. Juni, 19.04 Uhr: Iran-Vereinbarung soll laut Trump morgen unterzeichnet werden

In den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump (79) für diesen Sonntag die Unterzeichnung einer Vereinbarung geplant.

Unmittelbar danach solle die Straße von Hormus wieder geöffnet werden, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Es wäre fast schon absurd: Bekommt US-Präsident Donald Trump (79) ausgerechnet am Sonntag zu seinem 80. Geburtstag dieses "Geschenk" vom Iran?  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

13. Juni, 16.34 Uhr: Israel fliegt nach Evakuierungsanordnung erneut Luftangriffe auf den Libanon

Israels Armee hat erneut Angriffe auf Ziele der Hisbollah-Miliz im Süden des Libanon geflogen. Die libanesische Armee und ein AFP-Reporter meldeten am Samstag israelische Angriffe nahe Nabatije. Zuvor hatte Israels Armeesprecher Avichay Adraee (43) die Bewohner von 24 Ortschaften in der Umgebung und im Norden der Stadt zur "sofortigen" Evakuierung aufgerufen. Der libanesische Präsident Joseph Aoun rief die Bevölkerung derweil zur Einheit auf.

"Für Ihre Sicherheit sollten Sie sich in das Gebiet nördlich des Sahrani-Flusses begeben", erklärte Armeesprecher Andraee auf Arabisch in Onlinediensten. Die israelische Armee werde "mit aller Härte vorgehen".

Tyrus: Ein Mann sammelt am Freitag persönliche Gegenstände aus seinem Haus vor einem zerstörten Gebäude, das bei einem israelischen Luftangriff getroffen wurde, in der südlichen Hafenstadt Tyrus.  © Mohammed Zaatari/AP/dpa

13. Juni, 13.44 Uhr: Iran-Deal voraussichtlich innerhalb von 24 Stunden

Im Krieg zwischen den USA und dem Iran schürt der Vermittler Pakistan weiter Hoffnungen auf den baldigen Abschluss eines Abkommens.

"Da mit der Finalisierung voraussichtlich in den nächsten 24 Stunden zu rechnen ist, bereitet sich Pakistan auf die elektronische Unterzeichnung des Friedensabkommens unmittelbar danach vor", schrieb Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif auf der Online-Plattform X. Auch bereite man sich auf Gespräche auf technischer Ebene in der kommenden Woche vor.

"Wir sind einem Friedensabkommen näher als je zuvor", erklärte Sharif. "Wir sind zuversichtlich, dass dieses historische Friedensabkommen eine solide Grundlage für dauerhaften Frieden bilden wird."

13. Juni, 9.36 Uhr: Israel ordnet Evakuierung von 20 Orten im Südlibanon an

Die israelische Armee hat die Bewohner von 20 Städten und Dörfern im Südlibanon zur Evakuierung aufgefordert. Zugleich meldete die Arme mehrere Drohnenangriffe der libanesischen Hisbollah-Miliz auf Nordisrael seit dem Freitagabend.

Armeesprecher Avichay Adraee erklärte auf X, die Bewohner sollten ihre Häuser zu ihrer eigenen Sicherheit unverzüglich verlassen und sich nördlich des Flusses Sahrani begeben. Wer sich in der Nähe von Hisbollah-Kämpfern, deren Einrichtungen und Kampfmitteln aufhalte, bringe sein Leben in Gefahr.

Wie viele Menschen von der Evakuierung betroffen sind, war zunächst unklar. Die israelische Armee berichtete zuvor mehrfach von Luftalarm in Nordisrael nach mutmaßlichen Drohnenangriffen der Hisbollah. Betroffen gewesen seien unter anderem die Grenzorte Metula und Misgav Am.

Bewohner von 20 Städten und Dörfern im Südlibanon wurden von der israelischen Armee aufgefordert, ihr Zuhause zu verlassen. (Archivfoto)  © Mohammed Zaatari/AP/dpa

13. Juni, 7.10 Uhr: US-Militär meldet Abschuss iranischer Drohnen in Straße von Hormus

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben mehrere iranische Drohnenangriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus abgewehrt.

"Die US-Streitkräfte haben sie alle in den letzten Stunden abgeschossen, während der Schiffsverkehr durch die Meerenge ungehindert weiterfließt", teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit.

Die Meerenge bleibe für den Schiffsverkehr geöffnet. Das US-Militär machte keine weiteren Angaben - auch nicht zur Zahl abgeschossener Drohnen. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt erklärt, das Militär habe mehrere Tanker durch die Meerenge gebracht.

Trotz des vermeintlichen Durchbruchs in den Friedensverhandlungen meldete das US-Militär weitere Drohnenangriffe des Irans.  © Sepahnews/ZUMA Press Wire/dpa

12. Juni, 19.15 Uhr: Verabredung zu Nuklearmaterial?

In den Verhandlungen zum Iran-Krieg sollen US-Kreisen zufolge Verabredungen zum iranischen Nuklearmaterial getroffen worden sein. Laut den Kreisen soll bislang Einvernehmen hierüber bestehen:

  • Das Nuklearmaterial werde zerstört und abtransportiert werden.
  • Das Atomprogramm Irans werde abgebaut.
  • Kein Geld Irans werde freigegeben, bis das Land seine Gegenleistung erbracht habe.
  • Die Straße von Hormus werde geöffnet werden.
  • Der Iran finanziere keine terroristischen Gruppen.

In welchen zeitlichen Schritten diese angepeilten Ziele erreicht werden sollen, blieb unklar.

12. Juni, 18.39 Uhr: USA und Iran einigen sich laut Pakistan auf Endfassung von Friedensvereinbarung!

Die USA und der Iran haben sich nach Angaben des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif auf die finale Fassung einer Friedensvereinbarung geeinigt.

"Wir können bestätigen, dass ein endgültiger, einvernehmlich abgestimmter Text des Friedensabkommens vorliegt", erklärte Sharif am Freitag im Onlinedienst X. Pakistan arbeite nun "eng mit beiden Seiten zusammen, um die nächsten Schritte abzuschließen", fügte er hinzu.

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