Nahost-Konflikt: Israel soll Trump vor iranischem Mordkomplott gewarnt haben

Israel/Iran - Trotz der jüngsten militärischen Eskalation zwischen den USA und dem Iran im Streit um die Straße von Hormus gehen die Bemühungen um eine Beilegung der Feindseligkeiten weiter.

Angriffe auf US-Handelsschiffe hatten die Kampfhandlungen um Iran-Krieg wieder aufflammen lassen.  © Uncredited/AP/dpa

"Die Vereinigten Staaten setzen sich weiterhin für eine Lösung ein, und die technischen Gespräche laufen weiter", sagte ein US-Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur.

Katar, Pakistan und andere regionale Vermittler bemühen sich nach Informationen des US-Nachrichtenportals "Axios" darum, die Spannungen abzubauen und die Verhandlungen über ein Atomabkommen wiederzubeleben.

In den vergangenen Tagen hatte das US-Militär mehrere Angriffswellen gegen Ziele im Iran geflogen. Begründet wurde dies mit Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus, für die die USA Teheran verantwortlich machten. Der Iran reagierte mit eigenen Angriffen.

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Das Verhalten der iranischen Führung stelle einen Verstoß "inakzeptablen Ausmaßes" gegen das im Juni vereinbarte Rahmenabkommen dar, sagte der US-Beamte der dpa.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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10. Juli, 6.13 Uhr: Israel warnte Trump vor iranischem Mordkomplott

Israel hat die US-Regierung Berichten zufolge vor iranischen Plänen zur Ermordung von Präsident Donald Trump gewarnt.

Der Warnung zufolge habe die Führung in Teheran den Plan erst kürzlich ausgearbeitet, berichteten der Sender CNN und das "Wall Street Journal" unter Berufung auf ungenannte Quellen.

Die US-Regierung habe derlei Warnungen zuletzt häufig erhalten, wie CNN unter Berufung auf einen US-Beamten berichtete. Die Warnung aus Israel sei aber neu und habe auch einen konkreten Anschlagsplan beinhaltet. Details zu dem Plan waren zunächst nicht bekannt.

Ein anderer US-Beamter sagte CNN zufolge, die Warnung könne auch ein Versuch sein, Einfluss auf Trumps Entscheidungen im Iran-Krieg zu nehmen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte zuletzt für einen deutlich härteren Kurs gegenüber Teheran plädiert und war darüber mit Trump aneinandergeraten.

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Israel warnte US-Präsident Donald Trump (80, r.) vor konkreten Anschlagsplänen des Irans.  © Alex Brandon/AP/dpa

10. Juli, 6.09 Uhr: Irans oberster Führer Chamenei beerdigt

Mehr als vier Monate nach seiner Tötung ist Irans früherer oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei beerdigt worden.

Die Bestattung erfolgte im Imam-Resa-Schrein seiner Heimatstadt Maschhad im Nordosten des Landes unter Ausschluss der Öffentlichkeit, wie mehrere iranische Medien in der Nacht übereinstimmend berichteten. Die Trauerzeremonien laufen bereits seit rund einer Woche.

Chamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Teheran getötet worden.

Das frühere iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei wurde nach einer einwöchigen Trauerzeremonie beerdigt.  © Ameer Al-Mohammedawi/dpa

9. Juli, 14 Uhr: Iran meldet Angriffe auf US-Zerstörer vor Bahrain

Irans Streitkräfte haben staatlichen Angaben zufolge mehrere US-Ziele in der Region attackiert.

Unter anderem seien US-Zerstörer und US-Schiffe vor der Küste Bahrains mit Marschflugkörpern angegriffen worden, hieß es in einem Bericht des staatlichen Rundfunks.

Irans Streitkräfte haben nach eigenen Angaben einen US-Zerstörer beschossen. (Symbolbild)  © Uncredited/Iranian Defense Ministry/AP/dpa

9. Juli, 13.54 Uhr: Erneut Warnsirenen in Bahrain

Der Golfstaat Bahrain ist offenbar erneut unter Beschuss geraten.

In dem Land ertönten am Vormittag wieder die Warnsirenen, wie das Innenministerium mitteilte. Die Bewohner wurden aufgerufen, ruhig zu bleiben und einen sicheren Ort aufzusuchen.

Irans Revolutionsgarden - die Elitestreitmacht des Landes - hatten nach eigenen Angaben bereits in der Nacht erneut US-Stützpunkte in Bahrain wie auch im Golfstaat Kuwait angegriffen als Reaktion auf neue Angriffe der USA im Iran. Bahrains Streitkräfte teilten dazu mit, die Flugabwehr habe mehrere iranische Angriffe mit Drohnen und Raketen abgewehrt.

9. JuIi, 11.02 Uhr: Israels Truppen bleiben vorerst im Südlibanon

Israels Verteidigungsminister Israel Katz (70) knüpft einen Rückzug aus dem Südlibanon an eine vollständige Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz.

Israel werde in einer selbst definierten "Sicherheitszone" im Libanon verbleiben und von dort aus so lange wie nötig operieren, bis die Hisbollah im gesamten Libanon entwaffnet und die Bedrohung für die Bewohner Nordisraels beseitigt sei, erklärte Katz nach Angaben eines Sprechers.

Katz zufolge ist das von Israel kontrollierte Gebiet "frei von Bewohnern sowie von terroristischer Infrastruktur unter und über der Erde". Ziel sei es, die Menschen in Nordisrael vor der Gefahr von Überfällen, Panzerabwehrfeuer und direkten Bedrohungen zu schützen.

9. Juli, 9.41 Uhr: Iran meldet 14 Tote bei US-Angriffen

Bei den jüngsten US-Angriffen im Iran sind Regierungsangaben zufolge mindestens 14 Menschen getötet worden.

78 weitere Menschen wurden bei den Luftangriffen der vergangenen zwei Tage verletzt, wie der Pressedienst der Regierung mitteilte. Demnach werden immer noch 47 Verwundete in Krankenhäusern behandelt. Der Iran meldete Angriffe in fünf Provinzen.

Infolge der neuesten US-Angriffe vermeldete die iranische Führung 14 Todesopfer. (Archivbild)  © Vahid Salemi/AP/dpa

9. Juli, 8.10 Uhr: US-Angriffe legen wichtige Bahnstrecke im Iran lahm

Im Iran ist der Zugverkehr nach den nächtlichen US-Angriffen auf einer wichtigen Strecke unterbrochen worden.

Nach der Bombardierung auf einen Abschnitt der Bahnstrecke Teheran-Maschhad haben Personenzüge ihre Fahrten eingestellt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Es werde daran gearbeitet, die Strecke so schnell wie möglich zu reparieren.

Die Fahrt von der iranischen Hauptstadt Teheran in die nordöstliche Millionenmetropole Maschhad dauert in der Regel 11 Stunden. Heute soll dort der Ende Februar getötete oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei bestattet werden. Ob von der Sperrung der Strecke auch Anhänger betroffen waren, die nach Maschhad reisen, war zunächst unklar. Aus Sicherheitsgründen sind am Donnerstag Flüge über der Pilgerstadt untersagt.

9. Juli, 6.14 Uhr: Angriffe könnten noch länger dauern

Nach Informationen des US-Nachrichtenportals "Axios" bereitet sich das Weiße Haus auf eine mögliche mehrtägige oder sogar mehrwöchige militärische Auseinandersetzung mit dem Iran in der Straße von Hormus vor.

Die Dauer und die Intensität der neuen Angriffe hingen von den nächsten Schritten Teherans ab, hieß es unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Sie könnten ein oder zwei Tage, eine Woche oder einen Monat andauern, je nachdem ob der Iran seine Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus fortsetze, hieß es.

Zur Verteidigung der Straße von Hormus ist der Iran offenbar bereit, sich auf einen umfassenden Konflikt mit den USA einzulassen.  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

8. Juli, 21.03 Uhr: Guterres warnt vor "katastrophalen Folgen" erneuter Kämpfe mit Iran

Vor dem Hintergrund einer drohenden neuen Eskalation im Iran-Konflikt hat UN-Generalsekretär António Guterres zu Zurückhaltung aufgerufen.

"Der Generalsekretär bekräftigt erneut, dass eine Rückkehr zu umfassenden Feindseligkeiten katastrophale Folgen hätte - für die Menschen in der Region, für den internationalen Frieden und die Sicherheit sowie für die Weltwirtschaft", ließ Guterres über seinen Sprecher Stéphane Dujarric in New York mitteilen.

"Der Generalsekretär fordert den Iran und die Vereinigten Staaten nachdrücklich auf, die Verhandlungen umgehend wieder aufzunehmen und offene Fragen auf diplomatischem Wege zu klären."

8. Juli, 19.18 Uhr: Trump spielt Gefahren einer neuen Eskalation im Iran-Krieg runter

Nach erneuten Drohungen gegen die Führung in Teheran hat der US-Präsident die Gefahren einer neuen Eskalation im Iran-Krieg heruntergespielt. "Ich glaube nicht, dass er wieder aufflammt", sagte er bei einer Pressekonferenz. Stattdessen rechne er damit, dass der Konflikt zeitnah wieder beigelegt werde.

Nur wenige Stunden zuvor hatte Trump mit weiteren US-Angriffen in der Nacht zum Donnerstag gedroht. Das US-Militär habe den Iran "hart getroffen" und "wir werden sie höchstwahrscheinlich auch heute Nacht wieder hart treffen", sagte er. Der Iran habe sich "sehr schlecht" benommen.

US-Präsident Donald Trump (80) zeigte am Mittwoch im Hinblick auf den Iran-Krieg zwei verschiedene Gesichter. Mal drohte er, mal versuchte er zu beschwichtigen.  © Emrah Gurel/AP/dpa

8. Juli, 17.48 Uhr: Irans oberster Führer wird in Maschhad bestattet

Mehr als vier Monate nach seiner Tötung soll Irans Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei beerdigt werden.

Die Beisetzung ist an diesem Donnerstag im Imam-Resa-Heiligtum seiner Heimatstadt Maschhad geplant, dem wichtigsten Zentrum des schiitischen Islams im Iran. Die Bestattung selbst erfolgt unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Auf diesem Foto, das vom Büro des Obersten Führers des Irans veröffentlicht wurde, tragen Trauernde den Sarg des verstorbenen iranischen Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei.  © Uncredited/Iranian Supreme Leader Office via AP/dpa

8. Juli, 17.30 Uhr: Macron setzt weiter auf Gespräche im Iran-Konflikt

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sieht trotz der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg die Diplomatie und das ausgehandelte Rahmenabkommen mit den USA noch nicht am Ende.

"Meiner Meinung nach handeln die Iraner falsch, wenn sie diese Luftangriffe durchführen, die gegen das verstoßen, was sie selbst unterzeichnet haben – ein Abkommen, das in Islamabad ausgearbeitet und in Luzern unterzeichnet wurde", sagte Macron. Man befinde sich aber noch immer innerhalb der in dem Abkommen vereinbarten 60-Tage-Frist, innerhalb der ein endgültiger Deal ausgehandelt werden soll.

"Meines Wissens werden die in diesem Rahmen vorgesehenen Treffen weiterhin stattfinden, und wir müssen mit viel Gelassenheit, Besonnenheit und Geduld voranschreiten."

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