Nahost-Konflikt: JD Vance soll Iran-Abkommen unterzeichnen

Israel/Iran - Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges verständigt.

US-Präsident Donald Trump (80) verkündete in der Nacht auf Montag die Einigung mit dem Iran.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

Das bestätigten neben der US-Regierung und dem Iran auch der Vermittler Pakistan. Die am 80. Geburtstag von US-Präsident Donald Trump verkündete Einigung soll den Grundstein für weitere Verhandlungen legen, die etwa Teherans Atomprogramm zum Thema haben.

Wenige Stunden zuvor hatte in dem Krieg noch eine weitere Eskalation gedroht.

Viel ist über das Rahmenabkommen noch nicht bekannt - der genaue Wortlaut wurde zunächst nicht veröffentlicht. Unterzeichnet werden soll die Vereinbarung am Freitag in Genf in der Schweiz.

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Während die Europäer um Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) ihre Hilfe in der Straße von Hormus anbieten, warnen Experten vor verfrühtem Optimismus. Die Einigung sei nur ein Zwischenschritt in einem diplomatischen Prozess, der seine größten Hürden noch vor sich hat.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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15. Juni, 19.14 Uhr: JD Vance soll Iran-Abkommen unterzeichnen

US-Präsident Donald Trump schickt seinen Vize JD Vance zur Unterzeichnung des Iran-Rahmenabkommens in die Schweiz.

JD werde kommen, sagte der Republikaner auf dem G7-Gipfel am Genfersee bei einem Gespräch mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf eine Journalistenfrage. Trump ließ offen, ob er selbst in irgendeiner Weise beteiligt sein werde.

Am Vortag hatten sich die USA und der Iran auf ein Rahmenabkommen verständigt. Dieses zieht vertiefte Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges nach sich. Medienberichten zufolge soll Ort der Unterzeichnung Genf sein. Die USA und Israel hatten am 28. Februar den Krieg gegen den Iran begonnen. Seit April galt eine Waffenruhe, es kam aber immer wieder zu gegenseitigen Angriffen.

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Der Vizepräsident der USA, JD Vance (41).  © Sven Hoppe/dpa

15. Juni, 19.11 Uhr: USA stellen dem Iran laut US-Beamten Milliardenhilfen in Aussicht

Die USA haben dem Iran im Rahmen des geplanten Abkommens US-Regierungskreisen zufolge Zugang zu einem Wiederaufbaufonds im Umfang von 300 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt.

Voraussetzung sei jedoch, dass der Iran seine Verpflichtungen aus dem Abkommen erfülle, sagte ein hochrangiger Regierungsbeamter.

Zugleich betonte er, dass es nicht darum gehe, den Iran für seine Teilnahme an den Verhandlungen zu belohnen. Teheran müsse zunächst beweisen, dass es dauerhaft auf den Erwerb von Atomwaffen verzichte und keine Aktivitäten verfolge, die eine Wiedereinführung von Sanktionen auslösen könnten. Zudem dürften freigegebene Mittel nicht zur Unterstützung von Terrorismus oder zur Destabilisierung der Region verwendet werden. US-Vizepräsident JD Vance sagte dem US-Sender CBS, dass der Fonds von den Golfstaaten mitfinanziert werden solle.

15. Juni, 19.09 Uhr: Toter laut Berichten bei israelischem Drohnenangriff im Libanon

Trotz der Einigung zwischen den USA und dem Iran ist es Berichten zufolge zu einem tödlichen Drohnenangriff Israels im Süden des Libanons gekommen.

Der libanesischen Nachrichtenagentur NNA zufolge wurde ein Auto in der Nähe der Ortschaft Kfar Tebnit angegriffen. Der Fahrer kam demnach bei dem Vorfall ums Leben.

Das israelische Nachrichtenportal "ynet" berichtete unter Berufung auf Sicherheitsquellen, ein Fahrzeug sei von einer Drohne attackiert worden, um "eine Bedrohung zu eliminieren". Israels Armee teilte auf Anfrage lediglich mit, man prüfe die Angaben.

Nach Darstellung der mit dem Iran verbündeten Schiitenmiliz Hisbollah soll die Einigung zwischen Teheran und Washington auch für den Libanon gelten. Doch israelische Minister widersprachen dieser Darstellung.

Die Einigung zwischen dem Iran und den USA macht Hoffnung, dass auch im Libanon die Waffen schweigen könnten. (Archivbild)  © Mohammed Zaatari/AP/dpa

15. Juni, 19.05 Uhr: Trump hat laut US-Kreisen Iran-Abkommen digital unterschrieben

Vor der offiziellen Unterzeichnung eines Rahmenabkommens an diesem Freitag haben US-Präsident Donald Trump und Vizepräsident JD Vance US-Regierungskreisen zufolge das entsprechende Dokument bereits digital unterzeichnet.

Das sagte ein hochrangiger US-Regierungsbeamter. Von iranischer Seite habe der Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf unterschrieben. Aus Teheran gab es zunächst keine Bestätigung dafür.

Nach wochenlangen Verhandlungen hatten sich die USA und der Iran am Sonntag auf das Abkommen verständigt, über dessen Inhalt noch nicht viel bekannt ist. Viele Stimmen bewerteten den Deal als Zwischenschritt in einem diplomatischen Prozess mit noch vielen Hürden.

US-Präsident Donald Trump (80).  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

15. Juni, 17 Uhr: Iran bekommt laut JD Vance keinen einzigen amerikanischen Dollar

Vor dem Hintergrund eines potenziellen Deals zwischen den USA und dem Iran ist US-Vizepräsident JD Vance Befürchtungen vor etwaigen Zugeständnissen an Teheran entgegengetreten.

"Wir geben ihnen kein amerikanisches Geld, kein einziger Dollar aus amerikanischen Mitteln wird an den Iran fließen", sagte er in der US-Sendung "Good Morning America".

Stattdessen ginge es "im Wesentlichen um Sanktionserleichterungen", sagte Vance weiter. Sollte Teheran etwa auf seine Bestände an hoch angereichertem Uran verzichten oder eine Verifikation zulassen, damit die USA sicher sein könnten, dass der Iran keine Atomwaffe baue, würden Sanktionen aufgehoben. "Es geht hier also wirklich darum, einen Weg einzuschlagen, auf dem die Iraner in der Weltwirtschaft aufgenommen werden, wenn sie das Richtige tun", sagte Vance weiter,

15. Juni, 16.25 Uhr: Vance bestätigt direkte Gespräche zwischen den USA und dem Iran

Wenige Tage vor der erwarteten Unterzeichnung eines Rahmenabkommens mit dem Iran hat US-Vizepräsident JD Vance den direkten Draht zu Teheran betont. "Wir sprechen jetzt direkt mit dem iranischen System. Wir haben dort einige gute Beziehungen, daher werden diese Verhandlungen erfolgreich sein", sagte er im Gespräch mit dem US-Sender CNBC.

Washington und Teheran seien nicht mehr auf die Vermittlung durch Dritte angewiesen. In der Vergangenheit hatten etwa Pakistan und der Oman vermittelt.

Zum ersten Mal seit 1979 trafen im April hochrangige Vertreter aus dem Iran und den USA in Islamabad zu Gesprächen direkt aufeinander. Die Länder unterhalten eigentlich keine diplomatischen Beziehungen miteinander.

Vance betonte weiter, dass die USA mittlerweile sowohl mit politischen als auch militärischen Vertretern des Iran zu tun hätten. "Wir gehen davon aus, dass bei den Verhandlungen am Freitag ein breites Spektrum an Vertretern anwesend sein wird", sagte er weiter. Vance behauptete, dass die USA "alle Karten" in der Hand hielten: "Wir müssen den Iranern nichts geben, wenn sie nicht die langfristigen Zusagen machen, die wir in Bezug auf das Atomprogramm erwarten."

Der Vizepräsident der USA, JD Vance (41).  © Matt Rourke/Pool AP/dpa

15. Juni, 16.22 Uhr: Schiffe bewegen sich laut Trump aus Straße von Hormus heraus

Nach der Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran zu einem Rahmenabkommen im Krieg gibt es in der Straße von Hormus nach Angaben von US-Präsident Donald Trump bereits Bewegung.

Auf der Plattform Truth Social schrieb der Republikaner: "Schiffe, viele mit Öl beladen, beginnen, sich aus der Straße von Hormus herauszubewegen." Sie würden eine südliche Route nehmen, die "völlig sicher" sei. Es gebe weitere solche Bereiche in der Meerenge.

Trump hatte zunächst betont, dass die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Meerenge erst nach der formellen Unterzeichnung des Iran-Abkommens am Freitag geöffnet werden soll. Grund dafür seien nötige Arbeiten zur Minenräumung, hatte er auf Truth Social mitgeteilt.

15. Juni, 16.19 Uhr: Waffenruhe gilt laut Hisbollah auch für Libanon

Die Einigung zwischen den USA und Iran auf ein Ende der militärischen Auseinandersetzungen erstreckt sich nach Angaben der Hisbollah auch auf den Libanon.

Das geht aus einer Mitteilung der mit dem Iran verbündeten Schiitenmiliz hervor. Die Verhandlungsführung der iranischen Seite wird darin überschwänglich gelobt.

Gleichzeitig heißt es, man halte fest an dem "legitimen und unveräußerlichen Recht des Libanon, sein Land, seine Menschen und Souveränität zu verteidigen, bis ein vollständiger Abzug erreicht ist und die Gefangenen zurückgekehrt sind".

Israels Verteidigungsminister Israel Katz hatte allerdings angekündigt, die israelischen Truppen würden sich vorerst nicht aus den besetzten Gebieten im Südlibanon zurückziehen. Über der libanesischen Hauptstadt Beirut kreisten am Montag erneut mutmaßlich israelische Drohnen.

15. Juni, 14.21 Uhr: Teheran erwägt Gebühren für Schiffe nach 60 Tagen

Der Iran könnte Medienberichten zufolge im Rahmen eines möglichen Abkommens mit den USA nach einer Übergangsfrist Gebühren für die Durchfahrt der Straße von Hormus verlangen.

Nach einer 60-Tage-Frist, während der kostenlose Durchfahrten möglich seien, sehe der Iran vor, Gebühren zu erheben, hieß es unter anderem in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. Die iranischen Medienberichte ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen.

Eine offizielle Bestätigung gab es nicht. Der Iran hatte jedoch in der Vergangenheit mit dem Oman über einen Mechanismus zur Durchfahrt gesprochen und eine neue Behörde zur Regelung des Verkehrs dort eingerichtet.

Müssen Schiffe für die Durchfahrt der Straße von Hormus bald zahlen?  © Amirhosein Khorgooi/ISNA/AP/dpa

15. Juni, 11.02 Uhr: Israel will im Südlibanon bleiben

Die israelische Armee wird sich laut Verteidigungsminister Israel Katz (70) vorerst nicht aus den besetzten Gebieten im Südlibanon zurückziehen.

Katz reagierte damit auf eine Rahmenvereinbarung zwischen den USA und dem Iran, die am Freitag in Genf unterzeichnet werden soll. Israel rechnet damit, dass eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran auch mit einem Ende der Kämpfe gegen die libanesische Hisbollah-Miliz verknüpft wird. Katz erklärte weiter, er sei sich mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) einig, dass die israelische Armee ohne zeitliche Begrenzung in den "Sicherheitszonen" im Libanon, in Syrien und im Gazastreifen verbleibe, um von dort aus die Grenze und die israelischen Gemeinden zu schützen.

Katz bezeichnete die "Sicherheitszonen" als die "größten Errungenschaften" der Armee in diesem Krieg. Israel lehne einen Rückzug aus dem Libanon ab, trotz aller bestehenden und noch kommenden Druckversuche.

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