Nahost-Konflikt: Sechs Tote bei Explosion in Syriens Hauptstadt Damaskus

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Israel/Iran - Die USA und der Iran haben nach Darstellung der Vermittlerstaaten Katar und Pakistan in indirekten Gesprächen Fortschritte erzielt.

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran erschweren eine Lösung der komplexen Konfliktlage im Nahen Osten.
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran erschweren eine Lösung der komplexen Konfliktlage im Nahen Osten.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Bei Fragen im Zusammenhang mit dem vor zwei Wochen vereinbarten Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Krieges seien "positive Fortschritte" erzielt worden.

Das teilte der katarische Außenamtssprecher Madschid al-Ansari nach Abschluss der in der katarischen Hauptstadt Doha getrennt geführten Unterredungen mit Unterhändlern der beiden Konfliktparteien mit.

Es sei vereinbart worden, die Gespräche fortzusetzen, schrieb al-Ansari auf der Onlineplattform X.

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Der nächste Termin solle so bald wie möglich nach den Trauerzeremonien für das getötete iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei und seiner Beisetzung angesetzt werden.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

2. Juli, 18.23 Uhr: Sechs Tote bei Explosion in Syriens Hauptstadt Damaskus

22 weitere seien verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Aus Kreisen des Ministeriums hieß es unterdessen, die Zahl der Todesopfer sei auf sieben gestiegen, drei Menschen schwebten in Lebensgefahr.

Nach Angaben des Innenministeriums explodierte ein improvisierter Sprengsatz in einem Café nahe dem Justizpalast im Zentrum. Zunächst war unklar, wer den Sprengsatz gelegt hatte.

Auf einem Video, das in sozialen Medien zirkulierte, war zu sehen, wie mehrere Menschen verletzt und mit Blut überströmt in dem Café am Boden liegen.

Im Justizpalast laufen seit mehreren Wochen Prozesse gegen Vertreter aus dem Apparat des inzwischen gestürzten Machthabers Baschar al-Assad. Dabei stehen hochrangige Funktionäre vor Gericht, denen Gewalttaten im Auftrag der früheren Assad-Regierung vorgeworfen werden. Unter den Opfern des Anschlags sind nach offiziellen Angaben auch mehrere Anwälte.

Die Metropole Damaskus wurde von einer schweren Explosion erschüttert. (Archivfoto)
Die Metropole Damaskus wurde von einer schweren Explosion erschüttert. (Archivfoto)  © Moawia Atrash/dpa

2. Juli, 11.20 Uhr: Tadschike soll für Iran Ziele in Israel ausgespäht haben

Ein ausländischer Staatsbürger ist in Israel unter dem Verdacht der Spionage für den Iran festgenommen worden.

Nach Angaben des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Bet handelt es sich um einen Mann aus der islamisch geprägten früheren Sowjetrepublik Tadschikistan, der auch im Besitz eines russischen Passes ist.

Gegen ihn sei bereits eine Anklageschrift bei Gericht eingereicht worden.

Dem Verdächtigen wird unter anderem vorgeworfen, während des jüngsten Kriegs mit dem Iran Einschlagsorte iranischer Raketen übermittelt zu haben.

Zudem soll er dem iranischen Geheimdienst Informationen über den genauen Standort der Azrieli-Türme weitergegeben haben, einem markanten Hochhausensemble in der Küstenmetropole Tel Aviv.

Über ein Jobangebot kam ein Tadschike laut Israels Geheimdienst mit einem iranischen Agenten in Kontakt. (Archivfoto)
Über ein Jobangebot kam ein Tadschike laut Israels Geheimdienst mit einem iranischen Agenten in Kontakt. (Archivfoto)  © Oded Balilty/AP/dpa

2. Juli, 11.17 Uhr: Irans Militär besteht auf Kontrolle der Straße von Hormus

Irans Streitkräfte haben erneut ihre Kontrolle über die für den weltweiten Energiehandel wichtige Straße von Hormus beansprucht.

Alle Öltanker und Handelsschiffe seien verpflichtet, ausschließlich die vom Iran festgelegte Route zu benutzen, hieß es in einer Erklärung der Militärführung, die iranische Medien verbreiteten. "Jede Missachtung dieser Vorgabe (...) wird mit einer unverzüglichen und entschlossenen Reaktion der Streitkräfte beantwortet", hieß es weiter.

Die Wiederöffnung der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Straße von Hormus ist ein zentrales Element des Rahmenabkommens, auf das sich Vertreter aus Washington und Teheran vor knapp drei Wochen verständigt hatten.

Die USA fordern eine freie Passage für alle Schiffe ohne Gebühren. Der Iran hatte mit Drohungen und Angriffen nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf das Land den Schiffsverkehr in der Meerenge faktisch zum Erliegen gebracht.

Wie geht es nun auf der Straße von Hormus weiter?
Wie geht es nun auf der Straße von Hormus weiter?  © Wen Xinnian/Xinhua/dpa

2. Juli, 9.26 Uhr: Airlines erweitern Flüge nach Israel

Israel-Touristen können nach der Beruhigung im Iran-Krieg wieder auf ein größeres Flugangebot nach Tel Aviv zugreifen. Neben der Lufthansa-Gruppe plant nun auch die Gesellschaft Condor wieder regelmäßige Linienflüge.

Die Lufthansa fliegt seit Mittwoch wieder zweimal täglich von Frankfurt in die Metropole Israels, wie ein Sprecher bestätigte. In Kriegszeiten hatte vor allem die israelische Airline El Al die Verbindungen aufrechterhalten. Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines nahm die Route ab Wien im Juni wieder auf, erhöht ab sofort die Anzahl der Flüge auf elf Frequenzen pro Woche.

Ab Mitte Juli plant auch Eurowings wieder mit Flügen nach Israel: Bis zu drei Flüge pro Woche finden zwischen Düsseldorf und Tel Aviv statt, ab Hamburg steht ab dem 10. Juli ein wöchentlicher Flug im Plan.

Zahlreiche Fluggesellschaften nehmen den Betrieb in Richtung Israel wieder auf.
Zahlreiche Fluggesellschaften nehmen den Betrieb in Richtung Israel wieder auf.  © Florian Wiegand/dpa

2. Juli, 6.36 Uhr: Trump sieht Fortschritte bei den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran

US-Präsident Donald Trump (80) sagte am Mittwoch, dass die Gespräche mit dem Iran in Katar Fortschritte machten, was ein vorsichtiges Zeichen dafür war, dass die Diplomatie nach den jüngsten Feuergefechten, die die Bemühungen um ein Ende des Nahostkrieges gefährdeten, Halt gab.

Der Iran hatte darauf bestanden, dass es in Doha keine direkten Verhandlungen über das Abkommen geben werde, welches den Krieg beenden soll, der Ende Februar mit den US-israelischen Angriffen auf den Iran begonnen hatte.

Donald Trump (80) betonte deutlich, dass sich im Nahost-Konflikt erste Fortschritte zeigen würden.
Donald Trump (80) betonte deutlich, dass sich im Nahost-Konflikt erste Fortschritte zeigen würden.  © ANDREW HARNIK / GETTY IMAGES NORDAMERIKA / GETTY IMAGES VIA AFP

1. Juli, 21.19 Uhr: Mindestens drei Tote bei neuen Angriffen in Gaza

Bei neuen israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben mindestens drei Menschen getötet worden.

Zwei von ihnen seien bei einem Luftangriff im Nordwesten der Stadt Gaza ums Leben gekommen, ein dritter bei einem Angriff auf ein Auto im Zentrum der Stadt, teilte der von der islamistischen Hamas kontrollierte Zivilschutz mit. Nach Angaben des israelischen Militärs handelte es sich um bewaffnete Kämpfer.

1. Juli, 20.39 Uhr: Notlandung von US-Helikopter - Besatzungsmitglied vermisst

Nach der Notlandung eines Helikopters im Arabischen Meer sucht die US-Marine nach einem vermissten Besatzungsmitglied.

Am frühen Morgen (US-Ostküstenzeit) habe ein Helikopter des Typs MH-60S Sea Hawk dort eine Notlandung vorgenommen, Hinweise auf eine feindliche Handlung als Ursache gebe es nicht, teilten die Marine-Streitkräfte des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos (Centcom) auf der Plattform X mit.

Nach einem der vier Besatzungsmitglieder des Hubschraubers werde noch gesucht, die anderen drei seien bereits gefunden worden, hieß es. Sie befinden sich demnach in stabilem Zustand auf dem Flugzeugträger "USS George H.W. Bush".

Ein Helikopter des Typs MH-60S Sea Hawk, wie dieser, musste notlanden. (Symbolbild)
Ein Helikopter des Typs MH-60S Sea Hawk, wie dieser, musste notlanden. (Symbolbild)  © Uncredited/U.S. Central Command/dpa

1. Juli, 19.12 Uhr: Hormus-Hängepartie führt zu Zweifel an Einsatz deutscher Schiffe

Verteidigungsminister Boris Pistorius (66, SPD) will die beiden Schiffe der Bundeswehr, die für einen möglichen Militäreinsatz in der Straße von Hormus ins afrikanische Dschibuti verlegt wurden, möglicherweise im Sommer wieder nach Hause holen.

"Sie werden nicht unendlich warten", sagte der SPD-Politiker auf einer Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) und Nato-Generalsekretär Mark Rutte (59) in Berlin.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (66, SPD) will nicht ewig in der Straße von Hormus warten.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (66, SPD) will nicht ewig in der Straße von Hormus warten.  © Michael Kappeler/dpa

1. Juli, 17.49 Uhr: Bereitschaft für Hormus-Einsatz besteht laut Wadephul weiterhin

Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) hat nach skeptischen Äußerungen von Verteidigungsminister Boris Pistorius (66, SPD) die deutsche Bereitschaft zu einem Bundeswehreinsatz zur Minenräumung in der Straße von Hormus betont.

"Unsere Bereitschaft besteht weiterhin", sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem argentinischen Kollegen Pablo Quirno in der Hauptstadt Buenos Aires. Man sei aber davon abhängig, dass insbesondere die USA in Gesprächen mit dem Iran die Voraussetzungen klären würden.

Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) stellt deutsche Hilfe für Minenräumung in Straße von Hormus weiterhin in Aussicht.
Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) stellt deutsche Hilfe für Minenräumung in Straße von Hormus weiterhin in Aussicht.  © Boris Roessler/dpa

1. Juli, 13.58 Uhr: Indirekte US-Iran-Gespräche haben laut Medienberichten in Katar begonnen

In der katarischen Hauptstadt Doha haben laut Medienberichten indirekte Gespräche zwischen Vertretern der USA und des Iran begonnen.

Wie der US-Sender CNN unter Berufung auf eine mit den Verhandlungen vertraute diplomatische Quelle berichtete, finden die technischen Gespräche über Vermittler aus Katar und Pakistan statt. Auch die arabischen Nachrichtensender Al Jazeera und Al Arabija meldeten den Beginn der Gespräche unter Berufung auf eigene Quellen.

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, hatten sich bereits am Dienstag nach katarischen Angaben mit Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani in Doha getroffen. An den eigentlichen Gesprächen nehmen sie CNN zufolge jedoch nicht teil.

Titelfoto: Moawia Atrash/dpa

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