Nahost-Konflikt: Trump droht mit "vollständiger Kontrolle" über Irans Öl

Israel/Iran - Irans Streitkräfte haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf die US-Angriffe im Süden des Landes Ziele in den Golfstaaten Bahrain und Kuwait attackiert.

Polizisten stehen Wache auf dem Platz der Islamischen Revolution in Teheran. (Archivbild)  © Vahid Salemi/AP/dpa

In Bahrain sei das regionale Hauptquartier der US-Marine mit Kamikazedrohnen attackiert worden, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Armee. Der Angriff zielte demnach auf Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot.

Irans mächtige Revolutionsgarden, die Elitestreitmacht des Landes, attackierten eigenen Angaben zufolge unter anderem zwei US-Luftwaffenstützpunkte in Kuwait und einen in Bahrain. Insgesamt seien 18 Ziele angegriffen worden. 

In Kuwait war erneut die Luftabwehr im Einsatz, wie die Armee des Golfstaats am frühen Morgen auf X mitteilte. Auch in Bahrain schrillten die Sirenen, wie das Innenministerium des Inselstaates mitteilte. Bewohner wurden dazu aufgerufen, Ruhe zu bewahren und den nächsten sicheren Ort aufzusuchen.

USA Kleiner Sonnenschein klagt über Bauchweh: Tage später folgt der Riesen-Schock

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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11. Juni, 15.53 Uhr: Trump droht mit "vollständiger Kontrolle" über Irans Öl

US-Präsident Donald Trump (79) hat mit der Übernahme der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Charg gedroht.

Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft werde man die Insel und andere Öl-Infrastrukturpunkte übernehmen und die "vollständige Kontrolle" über Irans Öl- und Gasmärkte erlangen, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social und kündigte zugleich schwere Angriffe auf den Iran für die Nacht an.

Damit erhöht die US-Regierung den Druck auf den Iran in den stockenden Gesprächen um ein mögliches Rahmenabkommen über ein Ende des Krieges. Das Abkommen würde zunächst vertiefte Verhandlungen bedeuten. Obwohl eine Waffenruhe gilt, kam es in den vergangenen Tagen zu heftigen Angriffen. Am Wochenende beschossen sich der Iran und Israel gegenseitig, in der Nacht zu Mittwoch und Donnerstag attackierten sich der Iran und die USA.

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US-Präsident Donald Trump (79) droht mit der "vollständigen Kontrolle" über Irans Öl.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

11. Juni, 11.37 Uhr: Saudi-Arabien beendet Importverbot aus dem Libanon

Nach fünf Jahren hat Saudi-Arabien ein Verbot für Importe aus dem Libanon aufgehoben.

Riad begründete den Schritt mit ermutigenden Maßnahmen der libanesischen Regierung zur Stärkung staatlicher Institutionen, wie die saudische Nachrichtenagentur SPA am Mittwochabend berichtete.

11. Juni, 11.36 Uhr: Drei Verletzte nach US-Angriffen in Provinz Teheran

Bei den US-Angriffen im Iran in der Nacht sind einem lokalen Medienbericht zufolge drei Menschen in der Provinz Teheran verletzt worden.

Diese seien in Krankenhäuser eingeliefert worden, berichtete das Portal "Mehr" unter Berufung auf die Notdienstzentrale weiter. 

11. Juni, 11.32 Uhr: Merz - Bereit für Einsatz in Hormus-Straße nach Kriegsende

Kanzler Friedrich Merz (CDU, 70) unterstreicht die Bereitschaft der Bundesregierung, sich an der Sicherung der für die weltweite Öl- und Energieversorgung wichtigen Straße von Hormus zu beteiligen.

Dies gelte, "sobald die Voraussetzungen dafür vorliegen", betonte der CDU-Chef in einer Regierungserklärung im Bundestag vor dem Hintergrund anhaltender gegenseitiger Angriffe der USA und Irans. "Bis dahin gilt: Wir setzen uns für eine diplomatische Lösung des Konfliktes ein." 

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran eskaliert. Der Kanzler signalisiert erneut die Bereitschaft, dass Deutschland sich für die Sicherung der Straße von Hormus engagiert. (Archivbild)  © Michael Kappeler/dpa

11. Juni, 11.31 Uhr: Jordanien: - 20 iranische Raketen abgefangen

Jordanien hat nach eigenen Angaben in der Nacht 20 aus dem Iran abgefeuerte Raketen abgefangen.

Dabei seien Trümmer herabgefallen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Petra unter Berufung auf das Militär. Es habe aber weder Verletzte noch Sachschaden gegeben. Das Militär beobachte die regionale Sicherheitslage fortlaufend, hieß es weiter. Verletzungen des jordanischen Luftraums würden nicht toleriert.

11. Juni, 9.21 Uhr: Bahrain - Kind bei iranischem Angriff verletzt

Bei iranischen Angriffen auf den Golfstaat Bahrain ist nach Behördenangaben ein elfjähriges Mädchen leicht verletzt worden.

Das Innenministerium sprach von einem "verbrecherischen iranischen" Angriff.

In der Stadt Hammad sowie in der Hauptstadt Manama seien darüber hinaus mehrere Fahrzeuge in Brand geraten und Wohnhäuser beschädigt worden. Ursache seien herabfallende Trümmerteile gewesen, die nach der Abwehr und Zerstörung iranischer Drohnen niedergegangen seien. 

11. Juni, 9.20 Uhr: Nach Beschuss aus Iran - Kuwait öffnet Luftraum wieder

Nach erneutem Beschuss aus dem Iran hat der Golfstaat Kuwait vorerst Entwarnung gegeben.

Nach einer Sperrung des Luftraums teilte die zuständige Behörde am Morgen mit, dass die "Umstände, die die zuvor ergriffenen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich gemacht hatten, nicht mehr bestehen."

Der reguläre Betrieb werde am Flughafen in Kuwait wieder aufgenommen. Gleichzeitig beobachte man neue Entwicklungen und bewerte sie fortlaufend neu.

Immer wieder geraten im Zuge des Iran-Kriegs Golfstaaten mit US-Militärstützpunkten unter iranischen Beschuss. Erneut werden Kuwait und Bahrain zum Ziel. Nun wird vorerst Entwarnung gegeben. (Archivbild)  © Soeren Stache/dpa

11. Juni, 7.33 Uhr: US-Militär erklärt neue Angriffe im Iran für beendet

Das US-Militär hat seine erneuten Angriffe auf Ziele im Iran nach eigenen Angaben eingestellt.

Das teilte das zuständige Regionalkommando Centcom am frühen Morgen auf X mit. Es seien militärische Aufklärungsanlagen, Kommunikationssysteme und Luftverteidigungsstellungen im ganzen Land attackiert worden. Sie hätten eine Bedrohung für die US-Streitkräfte und internationale Handelsschiffe dargestellt, hieß es weiter. Auch nach Abschluss der Angriffe bleibe das US-Militär wachsam und kampfbereit.

11. Juni, 7.32 Uhr: Beschuss aus Iran - Kuwait sperrt seinen Luftraum

Der Golfstaat Kuwait hat seinen Luftraum wegen erneuten Beschusses aus dem Iran vorübergehend für die zivile Luftfahrt gesperrt.

Ankommende Flüge würden auf Ausweichflughäfen umgeleitet, teilten die Behörden des Emirats am Morgen auf X mit. Diese Maßnahme erfolge angesichts der "iranischen Aggressionen gegen den Staat Kuwait", hieß es. Die Luftabwehr sei im Einsatz, meldete die Armee auf X.

Auch im Golfstaat Bahrain schrillten wieder die Sirenen, wie das Innenministerium des Inselstaates bekanntgab. Bewohner wurden dazu aufgerufen, Ruhe zu bewahren und den nächsten sicheren Ort aufzusuchen.

11. Juni, 6.12 Uhr: Iran meldet Angriffe auf US-Stützpunkte in Golfstaaten

Irans Streitkräfte haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf die US-Angriffe im Süden des Landes Ziele in den Golfstaaten Bahrain und Kuwait attackiert.

In Bahrain sei das regionale Hauptquartier der US-Marine mit Kamikazedrohnen attackiert worden, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Armee. Der Angriff zielte demnach auf Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot.

Nach den jüngsten Attacken des US-Militärs spricht der Iran von Drohnenangriffen auf Ziele in den Golfstaaten Bahrain und Kuwait. (Archivbild)  © Cindy Riechau/dpa

11. Juni, 6.11 Uhr: US-Militär greift erneut im Iran an

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben auf Befehl von US-Präsident Donald Trump mit neuen Angriffen auf mehrere Ziele im Iran begonnen.

"Die Angriffe sind eine Reaktion auf die ungerechtfertigte und anhaltende Aggression des Irans", teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Die neuesten Maßnahmen hätten um 17.15 Uhr US-Ostküstenzeit (23.15 Uhr deutscher Zeit) begonnen. Centcom bezeichnete diese als "Selbstverteidigungsschläge".

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