Nahost-Konflikt: Trump sieht Fortschritte bei Gesprächen zwischen USA und Iran

Israel/Iran - Die USA und der Iran haben nach Darstellung der Vermittlerstaaten Katar und Pakistan in indirekten Gesprächen Fortschritte erzielt.

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran erschweren eine Lösung der komplexen Konfliktlage im Nahen Osten.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Bei Fragen im Zusammenhang mit dem vor zwei Wochen vereinbarten Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Krieges seien "positive Fortschritte" erzielt worden.

Das teilte der katarische Außenamtssprecher Madschid al-Ansari nach Abschluss der in der katarischen Hauptstadt Doha getrennt geführten Unterredungen mit Unterhändlern der beiden Konfliktparteien mit. 

Es sei vereinbart worden, die Gespräche fortzusetzen, schrieb al-Ansari auf der Onlineplattform X.

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Der nächste Termin solle so bald wie möglich nach den Trauerzeremonien für das getötete iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei und seiner Beisetzung angesetzt werden.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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2. Juli, 6.36 Uhr: Trump sieht Fortschritte bei den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran

US-Präsident Donald Trump (80) sagte am Mittwoch, dass die Gespräche mit dem Iran in Katar Fortschritte machten, was ein vorsichtiges Zeichen dafür war, dass die Diplomatie nach den jüngsten Feuergefechten, die die Bemühungen um ein Ende des Nahostkrieges gefährdeten, Halt gab.

Der Iran hatte darauf bestanden, dass es in Doha keine direkten Verhandlungen über das Abkommen geben werde, welches den Krieg beenden soll, der Ende Februar mit den US-israelischen Angriffen auf den Iran begonnen hatte.

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Donald Trump (80) betonte deutlich, dass sich im Nahost-Konflikt erste Fortschritte zeigen würden.  © ANDREW HARNIK / GETTY IMAGES NORDAMERIKA / GETTY IMAGES VIA AFP

1. Juli, 21.19 Uhr: Mindestens drei Tote bei neuen Angriffen in Gaza

Bei neuen israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben mindestens drei Menschen getötet worden.

Zwei von ihnen seien bei einem Luftangriff im Nordwesten der Stadt Gaza ums Leben gekommen, ein dritter bei einem Angriff auf ein Auto im Zentrum der Stadt, teilte der von der islamistischen Hamas kontrollierte Zivilschutz mit. Nach Angaben des israelischen Militärs handelte es sich um bewaffnete Kämpfer.

1. Juli, 20.39 Uhr: Notlandung von US-Helikopter - Besatzungsmitglied vermisst

Nach der Notlandung eines Helikopters im Arabischen Meer sucht die US-Marine nach einem vermissten Besatzungsmitglied.

Am frühen Morgen (US-Ostküstenzeit) habe ein Helikopter des Typs MH-60S Sea Hawk dort eine Notlandung vorgenommen, Hinweise auf eine feindliche Handlung als Ursache gebe es nicht, teilten die Marine-Streitkräfte des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos (Centcom) auf der Plattform X mit.

Nach einem der vier Besatzungsmitglieder des Hubschraubers werde noch gesucht, die anderen drei seien bereits gefunden worden, hieß es. Sie befinden sich demnach in stabilem Zustand auf dem Flugzeugträger "USS George H.W. Bush".

Ein Helikopter des Typs MH-60S Sea Hawk, wie dieser, musste notlanden. (Symbolbild)  © Uncredited/U.S. Central Command/dpa

1. Juli, 19.12 Uhr: Hormus-Hängepartie führt zu Zweifel an Einsatz deutscher Schiffe

Verteidigungsminister Boris Pistorius (66, SPD) will die beiden Schiffe der Bundeswehr, die für einen möglichen Militäreinsatz in der Straße von Hormus ins afrikanische Dschibuti verlegt wurden, möglicherweise im Sommer wieder nach Hause holen.

"Sie werden nicht unendlich warten", sagte der SPD-Politiker auf einer Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) und Nato-Generalsekretär Mark Rutte (59) in Berlin.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (66, SPD) will nicht ewig in der Straße von Hormus warten.  © Michael Kappeler/dpa

1. Juli, 17.49 Uhr: Bereitschaft für Hormus-Einsatz besteht laut Wadephul weiterhin

Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) hat nach skeptischen Äußerungen von Verteidigungsminister Boris Pistorius (66, SPD) die deutsche Bereitschaft zu einem Bundeswehreinsatz zur Minenräumung in der Straße von Hormus betont.

"Unsere Bereitschaft besteht weiterhin", sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem argentinischen Kollegen Pablo Quirno in der Hauptstadt Buenos Aires. Man sei aber davon abhängig, dass insbesondere die USA in Gesprächen mit dem Iran die Voraussetzungen klären würden.

Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) stellt deutsche Hilfe für Minenräumung in Straße von Hormus weiterhin in Aussicht.  © Boris Roessler/dpa

1. Juli, 13.58 Uhr: Indirekte US-Iran-Gespräche haben laut Medienberichten in Katar begonnen

In der katarischen Hauptstadt Doha haben laut Medienberichten indirekte Gespräche zwischen Vertretern der USA und des Iran begonnen.

Wie der US-Sender CNN unter Berufung auf eine mit den Verhandlungen vertraute diplomatische Quelle berichtete, finden die technischen Gespräche über Vermittler aus Katar und Pakistan statt. Auch die arabischen Nachrichtensender Al Jazeera und Al Arabija meldeten den Beginn der Gespräche unter Berufung auf eigene Quellen.

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, hatten sich bereits am Dienstag nach katarischen Angaben mit Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani in Doha getroffen. An den eigentlichen Gesprächen nehmen sie CNN zufolge jedoch nicht teil.

1. Juli, 6.25 Uhr: Fünf Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen

Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind palästinensischen Angaben zufolge fünf Menschen getötet worden. Das Al-Aksa-Krankenhaus in Deir el-Balah teilte mit, drei Menschen seien getötet und mehrere weitere verletzt worden, als eine israelische Drohne eine Gruppe von Zivilisten getroffen habe.

Bei einem weiteren Angriff in Chan Junis wurden nach Angaben der von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Zivilschutzbehörde zwei Menschen getötet und knapp 30 weitere verletzt.

Nach Angaben der Zivilschutzbehörde traf der Drohnen-Angriff ein Gebiet in Deir el-Balah im Zentrum des Gazastreifens. Aus israelischen Militärkreisen wurde der Angriff bestätigt. Die Armee habe einen Angriff gegen "dschihadistische Terroristen" ausgeführt. "Die Ergebnisse des Angriffs werden noch ermittelt", verlautete aus diesen Kreisen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

In Chan Junis wurde den Zivilschutz-Angaben zufolge ein Zelt am Strand getroffen. Das Nasser-Krankenhaus in der Stadt bestätigte die Einlieferung von zwei Toten.

30. Juni, 22.17 Uhr: Spionage für Iran - US-Bürger in Israel festgenommen

Die israelische Polizei hat einen 20 Jahre alten US-Bürger wegen des Verdachts auf Spionage für den iranischen Geheimdienst festgenommen.

Wie israelische Zeitungen unter Berufung auf die Polizei mitteilten, hat der Mann aus dem Großraum Jerusalem "sensible Orte" in Israel fotografiert und gefilmt. Er soll dafür pro Auftrag bis zu Hunderte Dollar erhalten haben. Der Mann solle jetzt wegen Kontaktaufnahme zu einem ausländischen Agenten und Gefährdung der nationalen Sicherheit Israels angeklagt werden.

30. Juni, 14.08 Uhr: US-Vertreter in Doha, aber kein Iran-Treffen geplant

Spitzenvertreter der USA sind nach Angaben aus Katar heute in dem Golfstaat zu Besuch, ein Treffen mit iranischen Vertretern ist demnach aber nicht geplant. Das sagte ein Sprecher des katarischen Außenministeriums.

Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, und der US-Sondergesandte Steve Witkoff seien heute zu Gesprächen in Doha. Geplant seien aber nur Treffen mit Vermittlern, um über Fortschritte in den Verhandlungen zum Krieg zu sprechen. "Wir erwarten im Moment keine hochrangigen iranischen Vertreter", sagte der Sprecher.

Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, und der US-Sondergesandte Steve Witkoff sind heute zu Gesprächen in Doha.  © Jacquelyn Martin/Pool AP/dpa

30. Juni, 6.10 Uhr: Iran weist internationale Minenräumung in der Straße von Hormus zurück

Iran weist eine internationale Beteiligung an der Minenräumung in der Straße von Hormus entschieden zurück.

Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi erklärte auf der Plattform X, der von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vorgeschlagene Einsatz mit Partnerstaaten verstoße gegen das bestehende Rahmenabkommen. Dieses sehe vor, dass die Verantwortung für die Minenräumung ausschließlich bei Iran liege, so der Vizeminister.

Laut Gharibabadi werde Teheran eine gemeinsame Operation niemals zulassen. Zudem warf er Paris vor, mit solchen Initiativen die ohnehin angespannte Lage in der strategisch wichtigen Meerenge im Persischen Golf durch zusätzliche "Provokationen" weiter zu belasten.

Macron sprach beim Besuch des Sultans von Oman, Haitham bin Tarik, in Paris, auch über die Straße von Hormus. "Wir haben beschlossen, gemeinsam mit unseren Partnern an der Minenräumung in der Meerenge mitzuwirken, um die Seewege zu sichern und eine freie und bedingungslose Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten", teilte Macron nach dem Treffen auf X mit.

Iran will die Minenräumung in der Straße von Hormus allein durchführen.  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

29. Juni, 20.53 Uhr: Nach Eskalation am Persischen Golf - Iran verschiebt Gespräche mit den USA

Nach der erneuten militärischen Eskalation am Persischen Golf hat der Iran einen weiteren Verhandlungstermin mit den USA im Unklaren gelassen.

Eine Gesprächsrunde werde stattfinden, "sobald die Voraussetzungen geschaffen sind und Einigkeit über Termin und Veranstaltungsort erzielt wurde", sagte Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi (52) laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna.

"Das Abhalten von technischen Sitzungen der Arbeitsgruppen ist für diese Woche nicht geplant." Konsultationen würden über Vermittler jedoch fortgesetzt, sagte Gharibabadi.

Am Sonntag hatten Washington und Teheran US-Angaben zufolge beschlossen, ihre gegenseitigen Angriffe im Streit um die Straße von Hormus vorerst einzustellen und weiter zu verhandeln. "Beide Seiten werden vorerst von weiteren Maßnahmen absehen", erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus informierten Kreisen in Washington.

Wie geht es nun weiter im Persischen Golf?  © Wen Xinnian/Xinhua/dpa

29. Juni, 20.39 Uhr: Gespräche zur Umsetzung von libanesisch-israelischem Abkommen

Der Kommandeur des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos Centcom, Brad Cooper (1967), hat den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun (62) in der Hauptstadt Beirut getroffen.

Dabei ging es nach Angaben des libanesischen Präsidialamts um die Umsetzung des am Freitag in Washington vereinbarte Rahmenabkommens mit Israel.

Nach Angaben des US-Zentralkommandos traf Cooper außerdem den Oberbefehlshaber der libanesischen Streitkräfte, Rodolphe Haikal. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

Die libanesische und die israelische Regierung hatten sich am Freitag nach jahrzehntelangem Kriegszustand auf einen Weg zu Frieden und Sicherheit geeinigt.

Die Hisbollah lehnt die Vereinbarung jedoch ab. Die vom Iran unterstützte Miliz war nicht an den Verhandlungen beteiligt, die in dem Abkommen vorgesehene Entwaffnung weist sie strikt zurück.

Kommandeur Brad Cooper (1967, l.) gemeinsam mit dem den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun (62).  © -/Lebanese Presidency Press Office/AP/dpa

29. Juni, 20.30 Uhr: Deutscher Botschafter Seibert verabschiedet sich aus Israel

Nach vier Jahren im Amt verabschiedet sich der deutsche Botschafter Steffen Seibert (66) von Israel.

Dienstag sei sein letzter Arbeitstag, danach gehe der 66-Jährige in den Ruhestand, bestätigte ein Sprecher. "Ein großer Teil meines Herzens wird hierbleiben", sagte Seibert in einer Videobotschaft auf der Plattform X in fließendem Hebräisch.

Bei einem Spaziergang auf dem zentralen Rothschild-Boulevard in der Küstenmetropole zählte er 25 Gründe auf, warum er Israel vermissen werde.

Dazu gehören israelische Lieder, Spezialitäten und Orte ebenso wie der Wiedehopf, Israels Nationalvogel. Außerdem nannte er das israelisch-palästinensische Forum von Menschen, die im Nahost-Konflikt Angehörige verloren haben.

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