Nahost-Konflikt: Trump-Aussage lässt Ölpreise steigen

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Israel/Iran - Nach Angriffen auf Tanker in der Straße von Hormus greifen die USA erneut Ziele im Iran an. Einem Bericht zufolge fallen die Attacken deutlich stärker aus als zuvor. Es soll mehrere Verletzte geben.

Kampfflugzeuge der USA: Erneut haben die Vereinigten Staaten den Iran angegriffen - dieses Mal anscheinend deutlich stärker als zuvor. (Archivfoto)
Kampfflugzeuge der USA: Erneut haben die Vereinigten Staaten den Iran angegriffen - dieses Mal anscheinend deutlich stärker als zuvor. (Archivfoto)  © Kendall Torres Cortés/dpa

Das US-Militär hat bei seinen jüngsten Angriffen im Iran Medienberichten zufolge erneut Ziele im Süden des Landes ins Visier genommen. Unter anderem seien Systeme zur Luftabwehr, zur Küstenüberwachung sowie Drohnenstellungen attackiert worden, berichtete "Axios" unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten.

Die Angriffe seien vier oder fünf Mal stärker gewesen als Attacken vor rund anderthalb Wochen.

Iranische Medien berichteten in der Nacht von Explosionen in der Hafenstadt Sirik an der Straße von Hormus sowie auf der Insel Qeschm. Auch aus dem Bereich der Großstadt Bandar Abbas gab es iranische Berichte über Explosionen. Nach Angaben des iranischen Senders Press TV wurden mehrere Menschen verletzt. 

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

8. Juli, 11.09 Uhr: Ölpreise legen stark zu - Trump sieht Ende des Waffenstillstands

Die Ölpreise sind nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump zum Iran-Krieg deutlich gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kletterte auf 78,50 US-Dollar. Damit legte der Preis der globalen Referenzsorte um 5,85 Prozent zu.

US-Präsident Donald Trump sagte, dass er keine Einigung mit dem Iran mehr wolle. Der Waffenstillstand mit dem Iran sei - "was mich betrifft" - beendet. "Ich will nichts mehr mit ihnen zu tun haben", fügte er am Rande des Nato-Gipfels hinzu. Die Unterhändler "können reden, aber ich glaube, sie verschwenden ihre Zeit". 

8. Juli, 10.42 Uhr: Nach Ansicht von Trump ist die Waffenruhe beendet

Nach der jüngsten Eskalation im Krieg zwischen den USA und dem Iran ist die Waffenruhe aus Sicht von US-Präsident Donald Trump beendet.

Er werde seine Unterhändler aber weiter mit dem Iran reden lassen, wenn diese es wünschen, sagte Trump am Rande des Nato-Gipfels in Ankara.

Noch vor dem NATO-Gipfel fährt die USA eine weitere Angriffswelle gegen das Mullah-Regime.
Noch vor dem NATO-Gipfel fährt die USA eine weitere Angriffswelle gegen das Mullah-Regime.  © Filip Singer/Pool EPA/AP/dpa

8. Juli, 10.33 Uhr: Trauerfeiern für Chamenei gehen im Irak weiter

In der für Schiiten heiligen Stadt Nadschaf im Irak haben Trauerfeiern für Irans getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei begonnen. Heute früh setzte sich dort ein Trauerzug in Bewegung, zu dem örtlichen Berichten zufolge Hunderttausende erschienen.

Irans Präsident Massud Peseschkian und hohe geistliche und politische Führer des Iraks nahmen unter anderem an der Prozession teil. Iraks Ministerpräsident Ali al-Saidi hatte den Leichnam Chameneis am Vorabend in Empfang genommen. Zum Trauerzug in Nadschaf seien mehr als zwei Millionen Menschen erschienen, teilten die PMF mit. Eine Bestätigung aus anderen Quellen für diese Zahlen gab es nicht, der Andrang wHadi Mizban/AP/dpaar Bildern zufolge aber enorm.

Auf einem Lastwagen wird der Sarg, in dessen Inneren sich der getötete Staatschef Ajatollah Ali Chamenei befindet, durch die Stadt gefahren.
Auf einem Lastwagen wird der Sarg, in dessen Inneren sich der getötete Staatschef Ajatollah Ali Chamenei befindet, durch die Stadt gefahren.  © Hadi Mizban/AP/dpa

8. Juli, 9.55 Uhr: Iran meldet US-Angriffe an Südküste - ein Toter

Die USA greifen Angaben aus Teheran zufolge nach ihren nächtlichen Bombardierungen weiter an der iranischen Südküste an. Nahe der Hafenstadt Buschehr seien mindestens zwei Projektile eingeschlagen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Vormittag (Ortszeit) unter Berufung auf den Vizegouverneur der gleichnamigen Provinz.

Auch der als Vahid bekannte Netzjournalist berichtete über Angriffe bei Buschehr. Er zitierte auf seinem Telegram-Kanal Bewohner, die Explosionen nahe einem Luftwaffenstützpunkt meldeten.

Unterdessen meldeten die Revolutionsgarden den Tod eines Mitglieds, wie die Elitestreitmacht laut dem staatlichen Rundfunk mitteilte. Demnach wurde ein Soldat der Flugabwehr in der Stadt Mahschahr in der Provinz Chusestan getötet.

In der Stadt Buschehr steht ein Atomkraftwerk. Wenn eine Rakete den Reaktor trifft, könnte dies fatale Folgen haben. (Archivbild)
In der Stadt Buschehr steht ein Atomkraftwerk. Wenn eine Rakete den Reaktor trifft, könnte dies fatale Folgen haben. (Archivbild)  © Abedin Taherkenareh/EPA/dpa

8. Juli, 9.03 Uhr: Iran meldet neue Raketenwelle auf Bahrain

Der Iran hat weitere Angriffe auf den Golfstaat Bahrain gemeldet. Wie der staatliche Rundfunk berichtete, sei eine neue Welle an Raketen auf den Inselstaat erfolgt. 

In Bahrain heulten unterdessen die Sirenen. Einwohner wurden aufgerufen, ruhig zu bleiben und sich in Sicherheit zu bringen, wie das Innenministerium in dem Golfstaat auf X schrieb. Nutzer in den sozialen Medien berichteten von Raketenstarts nahe der iranischen Hafenstadt Buschehr. Sie liegt etwa 300 Kilometer entfernt von Bahrain.

8. Juli, 8.09 Uhr: Hisbollah-Mitglied laut IDF im Südlibanon getötet

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei einem Schusswechsel im Südlibanon ein Hisbollah-Mitglied getötet.

Der "Terrorist" sei am Vortag erschossen worden, nachdem er im Gebiet Bint Jbail zuvor das Feuer auf israelische Soldaten eröffnet habe, teilten die Streitkräfte (IDF) auf ihrem Telegram-Kanal am Mittwoch mit. Demnach durchsuchte die Armee eine Struktur innerhalb der Sicherheitszone des Areals, wo am vergangenen Donnerstag ein IDF-Reservist schwer verwundet worden war.

8. Juli, 6.20 Uhr: Kuwait erneut unter Beschuss - Alarm auch in Bahrain

Nach den erneuten Angriffen des US-Militärs auf Ziele im Süden des Irans ist der Golfstaat Kuwait laut kuwaitischen Armeeangaben unter Beschuss geraten.

Die Luftabwehr wehre feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab, teilte die Armee des mit Washington verbündeten Landes am frühen Morgen auf X mit. Genauere Angaben gab es zunächst nicht. Auch in Bahrain heulten die Sirenen. Die Bevölkerung solle sich in Sicherheit bringen und ruhig verhalten, teilte das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf mit.

In Bahrain heulten in der Nacht die Sirenen auf. (Archivfoto)
In Bahrain heulten in der Nacht die Sirenen auf. (Archivfoto)  © Cindy Riechau/dpa

8. Juli, 6.18 Uhr: US-Militär meldet Angriffe auf über 80 Ziele

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben über 80 Ziele im Iran angegriffen und seine Attacken mittlerweile beendet.

Die Streitkräfte hätten unter anderem Luftabwehrsysteme, Schiffsabwehrraketen sowie mehr als 60 Boote der Revolutionsgarden in oder nahe der Straße von Hormus getroffen, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit. Damit sei die Fähigkeit des Irans beeinträchtigt worden, den Schiffsverkehr in der Meerenge zu stören.

8. Juli, 6.06 Uhr: USA attackieren Iran - trotz Waffenruhe!

Nach den Attacken auf mehrere Tanker in der Straße von Hormus hat das US-Militär Ziele im Iran angegriffen.

Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) teilte mit, es sei eine Serie von heftigen Angriffen gestartet worden. Damit solle Teheran einen hohen Preis für die Angriffe auf Handelsschiffe mit zivilen Besatzungen in einer internationalen Wasserstraße zahlen. Das Vorgehen des Iran sei unbegründet, gefährlich und ein eindeutiger Verstoß gegen die Waffenruhe gewesen.

Zuvor waren mehrere Tanker in der Straße von Hormus beziehungsweise nahe der strategisch wichtigen Meerenge getroffen worden. Nach Angaben der britischen Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO wurde ein Tanker von einer Drohne getroffen und leicht beschädigt. Fast zeitgleich meldete die Behörde einen weiteren Vorfall, bei dem ein Tanker von einem Geschoss getroffen worden sei.

Eine Satellitenaufnahme zeigt den Persischen Golf.
Eine Satellitenaufnahme zeigt den Persischen Golf.  © The Visible Earth/NASA/dpa

7. Juli, 21.39 Uhr: USA setzen Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft

Die USA haben die zuvor gelockerten Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft gesetzt.

Eine vor gut zwei Wochen erteilte Ausnahmegenehmigung werde wieder zurückgenommen, teilte das US-Finanzministerium mit.

Es gelten wieder US-Sanktionen auf iranisches Öl. (Symbolfoto)
Es gelten wieder US-Sanktionen auf iranisches Öl. (Symbolfoto)  © Uncredited/AP/dpa

7. Juli, 17.01 Uhr: Angriff auf Tanker in der Straße von Hormus gemeldet

In der Straße von Hormus hat sich ein weiterer Angriff auf mindestens einen Tanker ereignet.

Das Schiff sei in der Meerenge von einer Drohne getroffen und leicht beschädigt worden, teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) am Nachmittag unter Berufung auf "Militärbehörden" mit. Opfer habe es aber nicht gegeben und das Schiff setze seine Fahrt fort. Es blieb unklar, welche Behörde und welches Land den Angriff meldete.

Fast zeitgleich meldete die Behörde, dass ein Tanker in der Straße von Hormus von einem "unbekannten Geschoss" getroffen und vermutlich beschädigt worden sei. Es blieb unklar, ob es sich bei beiden Meldungen der Behörde um denselben Vorfall handelte. Unklar blieb auch, wer hinter dem Angriff steckt.

Wieder soll es in der Straße von Hormus zu einem Angriff auf einen Tanker gekommen sein. (Archivbild)
Wieder soll es in der Straße von Hormus zu einem Angriff auf einen Tanker gekommen sein. (Archivbild)  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

7. Juli, 15.59 Uhr: Wadephul warnt vor Schwächung der Palästinensischen Autonomiebehörde

Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) hat die Unterstützung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) gegen Kritik aus Israel verteidigt.

"Die PA ist nicht perfekt, sie muss dringend reformiert werden. Aber eine Schwächung der PA dient nicht der Sicherheit Israels, sondern kann ein Vakuum kreieren, das andere, radikalere Gruppen füllen könnten", mahnte der CDU-Politiker in Jerusalem.

Sein Amtskollege Gideon Saar (59) hatte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mögliche Sanktionen gegen Israel auch wegen der Siedlungspolitik des Landes im Westjordanland kritisiert und zugleich moniert, dass es keine Maßnahmen gegen die PA gebe. Israel wirft der Behörde, die Teile des Westjordanlandes verwaltet, vor, Gelder an Häftlinge in israelischen Gefängnissen und an Hinterbliebene von Attentätern zu zahlen. Der politische Druck richte sich nahezu ausschließlich gegen Israel, sagte Saar.

Der israelische Außenminister Gideon Saar (59, r.) hat in Jerusalem seinen deutschen Amtskollegen Johann Wadephul (63, CDU) getroffen.
Der israelische Außenminister Gideon Saar (59, r.) hat in Jerusalem seinen deutschen Amtskollegen Johann Wadephul (63, CDU) getroffen.  © Ohad Zwigenberg/AP/dpa

7. Juli, 15.43 Uhr: Britisches Paar im Iran laut Bericht seit Wochen im Hungerstreik

Ein im Iran inhaftiertes britisches Paar ist Berichten zufolge seit Wochen im Hungerstreik.

Den beiden werde weiterhin der Kontakt zu ihrer Familie untersagt, berichtete das Menschenrechtsnetzwerk HRANA unter Berufung auf eine mit der Situation vertraute Quelle. Beide hätten seit Beginn ihres Hungerstreiks rund 15 Kilogramm Gewicht verloren.

Dem HRANA-Bericht zufolge hätten sich ihre Haftbedingungen verschlechtert, nachdem sie dem britischen Sender BBC ein Interview gegeben hatten. Seit fast zwei Monaten befindet sich das Paar demnach im Hungerstreik, den die Inhaftierten im Mai begonnen hatten. Damals sei den Briten der telefonische Kontakt zu ihren Familien untersagt worden.

Titelfoto: Filip Singer/Pool EPA/AP/dpa

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