Nahost-Konflikt: Israel ordnet Evakuierung von 20 Orten im Südlibanon an

Israel/Iran - Die USA und der Iran stehen nach übereinstimmender Darstellung beider Seiten sowie des Vermittlers Pakistans kurz vor einem Abkommen zur Beendigung des Kriegs.

Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif bestätigte eine abgestimmte Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran.  © Jacquelyn Martin/AP POOL/dpa

"Wir können bestätigen, dass ein endgültiger, von allen Seiten abgestimmter Text des Friedensabkommens erreicht wurde", schrieb Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif auf der Online-Plattform X.

Eine solche Vereinbarung wäre allerdings ohnehin zunächst nur der Ausgangspunkt für vertiefte Verhandlungen. Deren schwierigster Knackpunkt: Irans Atomprogramm. Eine Lösung in dieser Frage soll Berichten aus beiden Ländern zufolge innerhalb von 60 Tagen erzielt werden.

Laut US-Präsident Donald Trump sollen die Dokumente für ein erstes Rahmenabkommen in Kürze fertiggestellt und vielleicht schon an diesem Wochenende unterzeichnet werden - womöglich in Europa.

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Ein ranghoher US-Beamter machte am Freitag allerdings klar, dass bislang nicht feststehe, ob es wirklich dazu kommt. Die meisten Verantwortlichen im Iran seien für eine Vereinbarung, "aber nicht alle".

Irans Außenminister Abbas Araghtschi schrieb zwar auf der Plattform X, dass eine Absichtserklärung zum Greifen nah sei. "Bis zur endgültigen Fertigstellung sollten sich die Medien mit Spekulationen über ihren Inhalt zurückhalten", fügte er jedoch hinzu.

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13. Juni, 9.36 Uhr: Israel ordnet Evakuierung von 20 Orten im Südlibanon an

Die israelische Armee hat die Bewohner von 20 Städten und Dörfern im Südlibanon zur Evakuierung aufgefordert. Zugleich meldete die Arme mehrere Drohnenangriffe der libanesischen Hisbollah-Miliz auf Nordisrael seit dem Freitagabend.

Armeesprecher Avichay Adraee erklärte auf X, die Bewohner sollten ihre Häuser zu ihrer eigenen Sicherheit unverzüglich verlassen und sich nördlich des Flusses Sahrani begeben. Wer sich in der Nähe von Hisbollah-Kämpfern, deren Einrichtungen und Kampfmitteln aufhalte, bringe sein Leben in Gefahr.

Wie viele Menschen von der Evakuierung betroffen sind, war zunächst unklar. Die israelische Armee berichtete zuvor mehrfach von Luftalarm in Nordisrael nach mutmaßlichen Drohnenangriffen der Hisbollah. Betroffen gewesen seien unter anderem die Grenzorte Metula und Misgav Am.

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Bewohner von 20 Städten und Dörfern im Südlibanon wurden von der israelischen Armee aufgefordert, ihr Zuhause zu verlassen. (Archivfoto)  © Mohammed Zaatari/AP/dpa

13. Juni, 7.10 Uhr: US-Militär meldet Abschuss iranischer Drohnen in Straße von Hormus

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben mehrere iranische Drohnenangriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus abgewehrt.

"Die US-Streitkräfte haben sie alle in den letzten Stunden abgeschossen, während der Schiffsverkehr durch die Meerenge ungehindert weiterfließt", teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit.

Die Meerenge bleibe für den Schiffsverkehr geöffnet. Das US-Militär machte keine weiteren Angaben - auch nicht zur Zahl abgeschossener Drohnen. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt erklärt, das Militär habe mehrere Tanker durch die Meerenge gebracht.

Trotz des vermeintlichen Durchbruchs in den Friedensverhandlungen meldete das US-Militär weitere Drohnenangriffe des Irans.  © Sepahnews/ZUMA Press Wire/dpa

12. Juni, 19.15 Uhr: Verabredung zu Nuklearmaterial?

In den Verhandlungen zum Iran-Krieg sollen US-Kreisen zufolge Verabredungen zum iranischen Nuklearmaterial getroffen worden sein. Laut den Kreisen soll bislang Einvernehmen hierüber bestehen:

  • Das Nuklearmaterial werde zerstört und abtransportiert werden.
  • Das Atomprogramm Irans werde abgebaut.
  • Kein Geld Irans werde freigegeben, bis das Land seine Gegenleistung erbracht habe.
  • Die Straße von Hormus werde geöffnet werden.
  • Der Iran finanziere keine terroristischen Gruppen.

In welchen zeitlichen Schritten diese angepeilten Ziele erreicht werden sollen, blieb unklar.

12. Juni, 18.39 Uhr: USA und Iran einigen sich laut Pakistan auf Endfassung von Friedensvereinbarung!

Die USA und der Iran haben sich nach Angaben des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif auf die finale Fassung einer Friedensvereinbarung geeinigt.

"Wir können bestätigen, dass ein endgültiger, einvernehmlich abgestimmter Text des Friedensabkommens vorliegt", erklärte Sharif am Freitag im Onlinedienst X. Pakistan arbeite nun "eng mit beiden Seiten zusammen, um die nächsten Schritte abzuschließen", fügte er hinzu.

12. Juni, 17.24 Uhr: Rahmenabkommen zum Greifen nah - laut Irans Außenminister

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi (63) sieht ein Rahmenabkommen zwischen seinem Land und den USA in greifbarer Nähe.

"Die Absichtserklärung von Islamabad stand noch nie so kurz vor dem Abschluss", schrieb Araghtschi auf X. "Bis zur endgültigen Fertigstellung sollten sich die Medien mit Spekulationen über ihren Inhalt zurückhalten", fügte er hinzu. Einzelheiten würden der Öffentlichkeit zu gegebener Zeit mitgeteilt.

12. Juni, 16.35 Uhr: Abkommen weiter in Gefahr? Trump wirft Iran Fake News vor!

US-Präsident Donald Trump (79) hat dem Iran vorgeworfen, Falschinformationen über mögliche Verabredungen mit den USA zu verbreiten. Bedingungen für ein mögliches Rahmenabkommen, die das Land durchgestochen habe, hätten "NICHTS" mit dem zu tun, was vereinbart worden sei, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social.

Worauf er sich genau bezog, blieb unklar. Trump nannte keine Details und sprach von "unehrenhaften" Leuten, mit denen man es zu tun habe. "Sie sollten sich besser zusammenreißen - und zwar SCHNELL!", drohte er. Der US-Präsident schrieb außerdem von einem angeblich abgewehrten versuchten Drohnenangriff des Iran auf indische Schiffe, als diese in der vergangenen Nacht die Straße von Hormus verlassen hätten - das sei "ABSOLUT INAKZEPTABEL".

US-Präsident Donald Trump (79) wird am Sonntag 80 Jahre alt - und wird ein entsprechendes "Geschenk" herbeisehnen.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

12. Juni, 15.04 Uhr: Fortschritte bei US-Verhandlungen mit dem Iran - laut Pakistan

Nach Signalen aus den USA und dem Iran über Fortschritte in den wochenlangen Verhandlungen über ein Ende des Krieges spricht nun auch der Vermittlerstaat Pakistan von Erfolgen.

Außenminister Ishaq Dar (76) und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (48) äußerten nach einem Telefonat ihre Hoffnung auf eine "anhaltenden Verständigung und friedliche Lösung" zwischen den Kriegsparteien, wie Dars Ministerium auf X schrieb.

12. Juni, 10.32 Uhr: Iran - Verhandlungstext überwiegend finalisiert

Nachdem US-Präsident Donald Trump (79) am Donnerstag ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran in Aussicht gestellt hatte, spricht auch die Islamische Republik von einem möglichen bevorstehenden Verhandlungsabschluss.

Ein entsprechender Text sei überwiegend finalisiert, sagte der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai (51) nach Angaben der staatlichen Agentur Irna am Donnerstagabend in einem TV-Programm.

Zugleich drückte Baghai erneut fehlendes Vertrauen Teherans in Washington aus. Das Problem sei, dass die US-Seite ihre Positionen immer wieder verändere, sagte Baghai demnach weiter. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete in der Nacht zum Freitag, das Abkommen sei bisher nicht endgültig bestätigt.

Der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai (51). (Archivbild)  © Shadati/XinHua/dpa

12. Juni, 6.09 Uhr: Trump sieht schon wieder Iran-Deal nah, Teheran dementiert

US-Präsident Donald Trump (79) hat einmal mehr ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran zur Beilegung des Krieges in Aussicht gestellt.

"Wir haben gerade eine großartige Einigung im Krieg mit dem Iran erzielt", behauptete Trump im Weißen Haus. Die Dokumente sollten in Kürze fertiggestellt und vielleicht schon an diesem Wochenende in Europa unterzeichnet werden.

Aus dem Iran kam jedoch prompt ein Dementi: Bislang sei kein Text finalisiert worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, unter Berufung auf eine mit dem Verhandlungsteam verbundene Quelle.

US-Präsident Donald Trump (79) hat einmal mehr ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran zur Beilegung des Krieges in Aussicht gestellt. (Archivbild)  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

12. Juni, 6.08 Uhr: Israel - Haben Zusicherung von Trump zu US-Iran-Deal bekommen

Angesichts einer möglichen Einigung der USA mit dem Iran auf ein Rahmenabkommen hat die israelische Regierung nach eigenen Angaben von Washington die Zusicherung bekommen, dass israelische Sicherheitsinteressen bei einem späteren Deal berücksichtigt werden.

Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte am späten Abend mit, US-Präsident Donald Trump habe zugesagt, dass ein endgültiges Abkommen mit Teheran die Entfernung des vom Iran angereicherten Urans sowie den Abbau der iranischen Anlagen zur Urananreicherung umfassen werde.

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