Nahost-Konflikt: US-Vertreter in Doha, aber kein Iran-Treffen geplant

Israel/Iran - Nach der jüngsten militärischen Eskalation in der Straße von Hormus könnte es heute in Katar zu Krisengesprächen zwischen Vertretern der USA und dem Iran kommen.

Laut US-Präsident Donald Trump (80) habe der Iran um ein Treffen gebeten. Die iranische Seite sah das anders.  © Alex Brandon/AP/dpa

"Der Iran hat um ein Treffen gebeten", schrieb US-Präsident Donald Trump (80) auf der Plattform Truth Social. Von iranischer Seite klang das allerdings anders.

Eine Gesprächsrunde werde stattfinden, "sobald die Voraussetzungen geschaffen sind und Einigkeit über Termin und Veranstaltungsort erzielt wurde", sagte Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi laut iranischer Nachrichtenagentur Isna. Reine Verhandlungstaktik?

Laut Trumps Sprecherin Karoline Leavitt (28) werden dessen Schwiegersohn, Jared Kushner (45), und der US-Sondergesandte Steve Witkoff, diese Woche für Gespräche in die katarische Hauptstadt Doha fliegen.

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30. Juni, 14.08 Uhr: US-Vertreter in Doha, aber kein Iran-Treffen geplant

Spitzenvertreter der USA sind nach Angaben aus Katar heute in dem Golfstaat zu Besuch, ein Treffen mit iranischen Vertretern ist demnach aber nicht geplant. Das sagte ein Sprecher des katarischen Außenministeriums.

Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, und der US-Sondergesandte Steve Witkoff seien heute zu Gesprächen in Doha. Geplant seien aber nur Treffen mit Vermittlern, um über Fortschritte in den Verhandlungen zum Krieg zu sprechen. "Wir erwarten im Moment keine hochrangigen iranischen Vertreter", sagte der Sprecher.

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Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, und der US-Sondergesandte Steve Witkoff sind heute zu Gesprächen in Doha.  © Jacquelyn Martin/Pool AP/dpa

30. Juni, 6.10 Uhr: Iran weist internationale Minenräumung in der Straße von Hormus zurück

Iran weist eine internationale Beteiligung an der Minenräumung in der Straße von Hormus entschieden zurück.

Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi erklärte auf der Plattform X, der von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vorgeschlagene Einsatz mit Partnerstaaten verstoße gegen das bestehende Rahmenabkommen. Dieses sehe vor, dass die Verantwortung für die Minenräumung ausschließlich bei Iran liege, so der Vizeminister.

Laut Gharibabadi werde Teheran eine gemeinsame Operation niemals zulassen. Zudem warf er Paris vor, mit solchen Initiativen die ohnehin angespannte Lage in der strategisch wichtigen Meerenge im Persischen Golf durch zusätzliche "Provokationen" weiter zu belasten.

Macron sprach beim Besuch des Sultans von Oman, Haitham bin Tarik, in Paris, auch über die Straße von Hormus. "Wir haben beschlossen, gemeinsam mit unseren Partnern an der Minenräumung in der Meerenge mitzuwirken, um die Seewege zu sichern und eine freie und bedingungslose Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten", teilte Macron nach dem Treffen auf X mit.

Iran will die Minenräumung in der Straße von Hormus allein durchführen.  © -/The Visible Earth/NASA/dpa

29. Juni, 20.53 Uhr: Nach Eskalation am Persischen Golf - Iran verschiebt Gespräche mit den USA

Nach der erneuten militärischen Eskalation am Persischen Golf hat der Iran einen weiteren Verhandlungstermin mit den USA im Unklaren gelassen.

Eine Gesprächsrunde werde stattfinden, "sobald die Voraussetzungen geschaffen sind und Einigkeit über Termin und Veranstaltungsort erzielt wurde", sagte Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi (52) laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna.

"Das Abhalten von technischen Sitzungen der Arbeitsgruppen ist für diese Woche nicht geplant." Konsultationen würden über Vermittler jedoch fortgesetzt, sagte Gharibabadi.

Am Sonntag hatten Washington und Teheran US-Angaben zufolge beschlossen, ihre gegenseitigen Angriffe im Streit um die Straße von Hormus vorerst einzustellen und weiter zu verhandeln. "Beide Seiten werden vorerst von weiteren Maßnahmen absehen", erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus informierten Kreisen in Washington.

Wie geht es nun weiter im Persischen Golf?  © Wen Xinnian/Xinhua/dpa

29. Juni, 20.39 Uhr: Gespräche zur Umsetzung von libanesisch-israelischem Abkommen

Der Kommandeur des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos Centcom, Brad Cooper (1967), hat den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun (62) in der Hauptstadt Beirut getroffen.

Dabei ging es nach Angaben des libanesischen Präsidialamts um die Umsetzung des am Freitag in Washington vereinbarte Rahmenabkommens mit Israel.

Nach Angaben des US-Zentralkommandos traf Cooper außerdem den Oberbefehlshaber der libanesischen Streitkräfte, Rodolphe Haikal. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

Die libanesische und die israelische Regierung hatten sich am Freitag nach jahrzehntelangem Kriegszustand auf einen Weg zu Frieden und Sicherheit geeinigt.

Die Hisbollah lehnt die Vereinbarung jedoch ab. Die vom Iran unterstützte Miliz war nicht an den Verhandlungen beteiligt, die in dem Abkommen vorgesehene Entwaffnung weist sie strikt zurück.

Kommandeur Brad Cooper (1967, l.) gemeinsam mit dem den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun (62).  © -/Lebanese Presidency Press Office/AP/dpa

29. Juni, 20.30 Uhr: Deutscher Botschafter Seibert verabschiedet sich aus Israel

Nach vier Jahren im Amt verabschiedet sich der deutsche Botschafter Steffen Seibert (66) von Israel.

Dienstag sei sein letzter Arbeitstag, danach gehe der 66-Jährige in den Ruhestand, bestätigte ein Sprecher. "Ein großer Teil meines Herzens wird hierbleiben", sagte Seibert in einer Videobotschaft auf der Plattform X in fließendem Hebräisch.

Bei einem Spaziergang auf dem zentralen Rothschild-Boulevard in der Küstenmetropole zählte er 25 Gründe auf, warum er Israel vermissen werde.

Dazu gehören israelische Lieder, Spezialitäten und Orte ebenso wie der Wiedehopf, Israels Nationalvogel. Außerdem nannte er das israelisch-palästinensische Forum von Menschen, die im Nahost-Konflikt Angehörige verloren haben.

29. Juni, 16.44 Uhr: Irans Vizeaußenminister im Oman für Gespräche über Meerenge

Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi ist für Gespräche über die Straße von Hormus in den Oman geflogen.

Dort traf er bei einer ersten Sitzung eines neu gegründeten Komitees den hochrangigen omanischen Diplomaten Abdulasis Al Hinai, wie Gharibabadi auf X schrieb.

Es sei um aktuelle Fragen rund um die Meerenge sowie um die künftige Verwaltung der Straße von Hormus und Hoheitsrechte beider Küstenstaaten gegangen. Konkretere Details wurden zunächst nicht bekannt.

Nach omanischen Angaben erörterten beide Seiten eine engere Abstimmung bei Schifffahrt und maritimen Dienstleistungen. Zugleich bekräftigten sie nach Angaben des Außenministeriums in Maskat ihr Bekenntnis zum Völkerrecht sowie zu den gemeinsamen Interessen und der Souveränität beider Anrainerstaaten.

29. Juni, 15.01 Uhr: Iran bittet um Treffen mit den USA in Doha

Vertreter der USA und des Irans werden sich nach Angaben von US-Präsident Donald Trump (80) an diesem Dienstag in Katars Hauptstadt Doha treffen.

"Der Iran hat um ein Treffen gebeten", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Weitere Angaben etwa zum Ziel der Gespräche machte Trump nicht.

Erst kurz zuvor hatte der Iran noch Berichte über einen möglichen weiteren aktuellen Verhandlungstermin mit den USA zurückgewiesen.

Eine Gesprächsrunde werde stattfinden, "sobald die Voraussetzungen geschaffen sind und Einigkeit über Termin und Veranstaltungsort erzielt wurde", sagte Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna.

Donald Trump (80) bestätigte auf Truth Social, dass sich Vertreter der USA und des Irans am Dienstag treffen werden.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

29. Juni, 9.51 Uhr: Syrien: Israel greift Ziele im Süden an

Israels Armee hat in Syrien nach dortigen Angaben Ziele in der südlichen Provinz Daraa angegriffen. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete, Israels Armee sei mit mehreren Militärfahrzeugen in den Ort Abdin eingefahren.

Anwohner hätten Straßen blockiert und Steine geworfen. Die Aktivisten der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichteten, nach der Konfrontation habe Israel das Gebiet mit Artillerie und Maschinengewehren beschossen, woraufhin mehrere Familien geflohen seien.

Die israelische Armee teilte am Sonntag mit, sie habe am Samstag "mehrere bewaffnete Terroristen" im südlichen Syrien getötet.

29. Juni, 7 Uhr: USA setzen trotz Eskalation auf Dialog mit Iran

Die USA und der Iran wollen ihre gegenseitigen Angriffe im Streit um die Straße von Hormus US-Angaben zufolge vorerst einstellen und weiter verhandeln.

"Beide Seiten werden vorerst von weiteren Maßnahmen absehen", erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus informierten Kreisen in Washington. Schiffe könnten frei verkehren, während die technischen Gespräche zur Umsetzung des Rahmenabkommens fortgesetzt werden sollen. Sie seien für die kommenden Tage geplant, sagte ein ranghoher Beamter. Zudem seien die Kanäle zur Konfliktvermeidung eingerichtet und funktionsfähig.

Nach Informationen des US-Portals "Axios" wollen sich beide Seiten diesen Dienstag in Katars Hauptstadt Doha treffen, um ihren Streit um die Straße von Hormus beizulegen. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür zunächst nicht. US-Außenminister Marco Rubio hatte kürzlich technische Gespräche für diesen Montag oder Dienstag in Aussicht gestellt, die erneut in der Schweiz stattfinden sollten.

28. Juni, 20.22 Uhr: Irans Klerus drängt auf Abbruch der Gespräche mit den USA

Der einflussreiche iranische Klerus fordert nach den jüngsten amerikanischen Angriffen einen Abbruch der Verhandlungen mit den USA.

In einer Erklärung der theologischen Zentren in der Pilgerstadt Ghom wurden der Präsident, die Mitglieder des Sicherheitsrats sowie das Verhandlungsteam aufgefordert, bei einem erneuten Vertragsbruch die Gespräche mit den USA unverzüglich zu beenden.

Dies müsse sowohl aus gesetzlichen als auch aus religiösen Erwägungen geschehen, da ein Vertragsbruch eine Missachtung der im Rahmenabkommen festgelegten Bestimmungen darstelle, heißt es in der Erklärung, die über den Staatssender Irib verlesen wurde.

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