Nahost-Konflikt: USA und Iran vereinbaren Arbeitsgruppen

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Israel/Iran - Bei ihren Gesprächen in der Schweiz haben sich die USA und der Iran nach Angaben Teherans auf die Einrichtung von vier Arbeitsgruppen verständigt.

Bei den Gesprächen auf dem Bürgenstock in der Schweiz berieten hochrangige Vertreter über Wege zu einer Friedenslösung im Iran-Konflikt.
Bei den Gesprächen auf dem Bürgenstock in der Schweiz berieten hochrangige Vertreter über Wege zu einer Friedenslösung im Iran-Konflikt.  © Fabrice Coffrini/Pool AFP/KEYSTONE/dpa

Zwei davon sollen sich mit dem iranischen Atomprogramm und der Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran befassen, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna am Dienstag unter Berufung auf Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi.

Zwei weitere Arbeitsgruppen sollen sich demnach dem Wiederaufbau und der wirtschaftlichen Entwicklung im Iran sowie der "Überwachung und Umsetzung" widmen.

Delegationen aus Washington und Teheran hatten am Sonntag und Montag in einem Luxushotel auf dem Berg Bürgenstock in den Schweizer Alpen Gespräche über eine dauerhafte Friedenslösung zum Iran-Krieg geführt.

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Beide Seiten einigten sich auf einen Fahrplan für ein Friedensabkommen in der Region. Dieser soll nach Angaben der als Vermittler agierenden Staaten Katar und Pakistan binnen 60 Tagen zu einer endgültigen Vereinbarung führen.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

23. Juni, 9.11 Uhr: Libanon und Israel wollen erneut in Washington verhandeln

Hochrangige Vertreter Israels und des Libanons wollen am Dienstag in Washington eine neue Verhandlungsrunde starten.

"Die Gespräche werden mit dem Ziel fortgesetzt, ein umfassendes Friedens- und Sicherheitsabkommen zwischen den beiden Ländern voranzubringen",  sagte ein Vertreter des US-Außenministeriums am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Es ist die fünfte Verhandlungsrunde zwischen beiden Ländern seit Beginn des Krieges zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz, die an den Gesprächen nicht beteiligt ist und diese ablehnt.

"Wir ermöglichen es Israel und dem Libanon, als zwei souveräne Staaten zu verhandeln", sagte der US-Regierungsvertreter. Die beiden Nachbarländer unterhalten eigentlich keine diplomatischen Beziehungen miteinander, sie befinden sich vielmehr offiziell im Kriegszustand.

22. Juni, 17.27 Uhr: USA lockern Sanktionen auf iranisches Öl

Nach neuen Gesprächen mit dem Iran lockern die USA Sanktionen auf iranisches Öl.

Das US-Finanzministerium veröffentlichte eine Genehmigung, die bisherige US-Verbote im Zusammenhang mit Produktion, Lieferung und Verkauf von Rohöl und Erdölprodukten iranischen Ursprungs, bis zum 21. August vorübergehend aufhebt.

Der Iran kann wieder öl exportieren. (Symbolbild)
Der Iran kann wieder öl exportieren. (Symbolbild)  © -/kyodo/dpa

22. Juni, 14.55 Uhr: Iran will IAEA-Inspektoren laut US-Vize JD Vance wieder zulassen

Der Iran will nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance (41) wieder Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ins Land lassen.

Einen Zeitplan dafür gebe es aber noch nicht, sagte Vance zum Ende seiner Gespräche mit der iranischen Seite in der Hotelanlage Bürgenstock Resort in der Schweiz. Die Verhandler hätten um 2.00 Uhr versucht, die Inspektoren zu erreichen, aber die meisten seien nicht ans Telefon gegangen.

Im vergangenen Herbst hatte die IAEA im Iran zuletzt einige Standorte des Atomprogramms besichtigt, die nicht durch die israelischen und US-Angriffe im Juni 2025 beschädigt worden waren. Seit diesen ersten Angriffen hat sie keinen Zugang mehr zu den iranischen Urananreicherungs-Anlagen gehabt.

22. Juni, 14.54 Uhr: Bundesregierung dämpft Erwartung an Hormus-Mandat vor Sommerpause

Die Bundesregierung hat Erwartungen gedämpft, dass der Bundestag noch vor Beginn der Sommerpause im Juli über ein Mandat für den Einsatz der Bundeswehr in der Straße von Hormus entscheidet.

"Es gibt ganz klar Voraussetzungen, die wir an die Erteilung eines Mandates geknüpft haben", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius (60) in Berlin. "Da viele dieser Bedingungen nicht erfüllt sind, mahne ich zur Geduld", ergänzte er. "Ich halte es für dringend geboten, dass wir Terminspekulationen unterlassen."

Nach dem Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran ist es Ziel, binnen 60 Tagen eine finale Einigung zwischen den Washington und Teheran zu erzielen, die auch Bestimmungen zum Umgang mit Teherans umstrittenen Atomprogramm enthalten soll. Kornelius sagte, dies führe "in einen Zeitrahmen, wo der Bundestag auch in der Sommerpause ist. Ich wäre also momentan sehr zurückhaltend mit der Prognose von Daten."

Laut Kornelius liegt bislang keine konkrete US-Anfrage zu dem angebotenen Einsatz der Bundeswehr zur Minenräumung in der für die internationale Energieversorgung wichtigen Straße von Hormus vor. Es habe indirekte Aufforderungen unter anderem von US-Präsident Donald Trump gegeben, der die europäischen Partner zur Unterstützung aufgefordert habe. "Eine Konkretisierung liegt dort aber nicht vor", sagte er.

Der Bundestag soll über einen möglichen Einsatz der Bundeswehr in der Straße von Hormus entscheiden. (Symbolbild)
Der Bundestag soll über einen möglichen Einsatz der Bundeswehr in der Straße von Hormus entscheiden. (Symbolbild)  © Wen Xinnian/Xinhua/dpa

22. Juni, 14.49 Uhr: Schülerin bei Luftangriff Israels in Gaza getötet

Bei einem israelischen Luftangriff in der Stadt Gaza ist nach palästinensischen Angaben eine Schülerin getötet worden.

Mehrere weitere Menschen seien bei dem Angriff auf ein Fahrzeug verletzt worden, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa. Die israelische Armee teilte mit, sie habe ein Mitglied des militärischen Flügels der islamistischen Terrororganisation Hamas angegriffen, das sich in einem Fahrzeug befunden habe. Man bedauere jeden Schaden für Unbeteiligte und ergreife alle möglichen Maßnahmen, um zivile Opfer zu vermeiden.

Palästinensische Augenzeugen sagten, die israelische Luftwaffe habe das Fahrzeug mit vier Raketen angegriffen. Die Insassen seien jedoch entkommen, stattdessen sei die junge Palästinenserin tödlich getroffen worden. Bilder von vor Ort zeigten, wie Menschen das Wrack des schwerbeschädigten Autos umringten.

Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Mitglied der Hamas wurde offenbar eine unbeteiligte Schülerin getötet.
Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Mitglied der Hamas wurde offenbar eine unbeteiligte Schülerin getötet.  © Hashem Zimmo/TheNEWS2 via ZUMA Press Wire/dpa

22. Juni, 13.59 Uhr: Präsident Aoun - Niemand verhandelt für den Libanon

Libanons Präsident Joseph Aoun hat ausländische Hilfe zur Beendigung des Krieges zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah begrüßt, zugleich aber jede Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes zurückgewiesen. "Wir sind ein souveräner Staat, und niemand verhandelt in unserem Namen", zitierte das Präsidentschaftsbüro Aoun in einem Post auf X.

Schutz könne nur der Staat gewährleisten, nicht die Religionsgemeinschaften. Meinungsverschiedenheiten seien zulässig, Spaltung zwischen den Libanesen angesichts der aktuellen Lage jedoch nicht, so Aoun. Der Libanon ist ein multikonfessioneller Staat. Die Hisbollah gilt vor allem für die schiitische Bevölkerung als eine Art Schutzmacht.

Der libanesische Staatspräsident Joseph Aoun (62) während einer Pressekonferenz.
Der libanesische Staatspräsident Joseph Aoun (62) während einer Pressekonferenz.  © Markus Lenhardt/dpa

22. Juni, 11.46 Uhr: Irans Top-Verhandler unterwegs nach Hause - Gespräche gehen weiter

Irans Verhandlungsführer Mohammed Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi sind von den Verhandlungen mit den USA in der Schweiz auf dem Weg zurück nach Teheran.

Nach 18 Stunden intensiver Gespräche seien die beiden nun unterwegs, hieß es in einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim.

Am Sonntag hatten sich Vertreter der USA, Irans und der Vermittlerstaaten Pakistan und Katar zu Gesprächen in einem Luxusresort in der Nähe von Luzern getroffen.

22. Juni, 6.28 Uhr: USA und Iran einigen sich auf Zeitplan für Friedenslösung

Die USA und der Iran haben sich bei ihren Gesprächen in der Schweiz auf einen Zeitplan verständig, um innerhalb von 60 Tagen eine dauerhafte Friedenslösung zu erzielen.

Das erklärten die Vermittler aus Pakistan und Katar in der Nacht auf Montag nach Ende der ersten Verhandlungsrunde im Luxushotel Bürgenstock.

Delegationen der USA und des Iran hatten am Sonntag in der Schweiz Gespräche für eine dauerhafte Friedenslösung begonnen. Washington und Teheran hatten am Mittwoch ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das eine Verhandlungsperiode von 60 Tagen für eine Friedenslösung vorsieht.

Diese Frist kann im gegenseitigen Einvernehmen verlängert werden. Eines der zentralen Konfliktthemen ist das iranische Atomprogramm.

Mitarbeiter der Delegationen in der Lobby des Bürgenstock Resorts am Vierwaldstättersee in der Schweiz im Rahmen des Treffens zwischen den USA, dem Iran, Pakistan und Katar.
Mitarbeiter der Delegationen in der Lobby des Bürgenstock Resorts am Vierwaldstättersee in der Schweiz im Rahmen des Treffens zwischen den USA, dem Iran, Pakistan und Katar.  © Nathan Howard/Pool Reuters/AP/dpa

22. Juni, 5 Uhr: USA und Iran richten Kommunikationskanal zur Straße von Hormus ein

Die USA und der Iran haben sich bei ihren Gesprächen in der Schweiz auf die Einrichtung eines Kommunikationskanals zur Straße von Hormus verständigt.

Damit sollten "Vorfälle und Kommunikationspannen" verhindert und eine "sichere" Handelsschifffahrt in der Meerenge ermöglicht werden, erklärten die Vermittlerstaaten Pakistan und Katar in der Nacht auf Montag nach einer ersten Verhandlungsrunde. Außerdem sollen die Bemühungen für ein Ende der Kämpfe im Libanon verstärkt werden.

Dazu wollen die USA und der Iran zusammen mit dem Libanon einen Konfliktlösungsstab einrichten, wie es in einer gemeinsamen Erklärung von Pakistan und Katar hieß. Im Libanon bekämpfen sich Israel und die pro-iranische Hisbollah-Miliz, der Konflikt war im Zuge des Iran-Kriegs neu eskaliert. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sprach nun auf X von einem "großen Erfolg" für ein Ende des "Libanon-Kriegs".

Titelfoto: Fabrice Coffrini/Pool AFP/KEYSTONE/dpa

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