Falscher Abzweig wird zu Albtraum: Ehepaar muss sechs Tage ums Überleben kämpfen

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Cimolais (Italien) - Sechs Tage lang kämpften Chiara Pesaresi (38) und ihr Mann Davide Cesaroni (41) ohne Essen und ohne Unterschlupf ums nackte Überleben. Während einer Wanderung in den Dolomiten waren sie vom Weg abgekommen und seither orientierungslos.

Als das Paar den Helikopter zum zweiten Mal über sich kreisen hörte, rannte Davide auf die freie Fläche.
Als das Paar den Helikopter zum zweiten Mal über sich kreisen hörte, rannte Davide auf die freie Fläche.  © Screenshot: facebook.com/CnsasVeneto

Am 1. Juli brach das Paar aus seiner Unterkunft zu einer Wanderung auf. Als Davides Mutter nach mehreren Tagen kein Lebenszeichen ihres Sohnes erhielt, alarmierte sie laut einem Bericht von "Corriere del Veneto" an diesem Montag die Polizei und meldete das Paar als vermisst.

Sofort erfolgte eine groß angelegte Suchaktion der Bergwacht, Feuerwehr, Polizei und dem Zivilschutz. Mithilfe von drei Hubschraubern wurde das Gebiet abgesucht, in dem sich das Paar zuletzt aufgehalten hatte.

Am frühen Dienstagmorgen gab es schließlich Entwarnung: Einer der Helis hatte Davide auf einem Geröllfeld entdeckt! Sofort seilten sich Helfer ab, um den Mann zu versorgen, wenig später traf man auch auf Chiara - beide waren zwar erschöpft, aber dennoch wohlauf.

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Nach der Erstversorgung im Tal warteten die Fernsehkameras auf die Erzählungen des Ehepaares, das knapp sechs Tage lang in der Wildnis überlebt hat: "Wir haben uns einen kleinen Unterstand aus einem Baum gebaut. Wir haben die ganze Zeit nichts gegessen, aber ein Bach half uns, zu überleben und war der Ansporn, weiterhin an uns selbst und an diejenigen zu glauben, die nach uns suchten."

Ehepaar kam vom richtigen Weg ab

Die von der venezianischen Bergrettung veröffentlichte Karte markiert den Ort, an dem das Ehepaar gefunden wurde.
Die von der venezianischen Bergrettung veröffentlichte Karte markiert den Ort, an dem das Ehepaar gefunden wurde.  © Screenshot:facebook.com/soccorsoalpinofvg

Die beiden erzählten, dass sie am vergangenen Mittwochmorgen zur "Pordenone-Hütte" wandern wollten und dann wieder zurück zu ihrer Unterkunft. Auf dem Rückweg entschieden sie sich aus Versehen an einem Abzweig für den falschen Weg.

Anstatt auf den sicheren Weg zurück zu ihrem Auto begaben sie sich auf einen Pfad, der bereits seit über 20 Jahren gesperrt war, da es auf diesem immer wieder zu gewaltigen Erdrutschen oder Felsabgängen kam.

Zunächst kämpfte sich das Paar noch durch das unwegsame Gelände, doch da trat schon die Dämmerung ein. Beide saßen fest und auch am nächsten Morgen erschien ihnen der Weg zurück unmöglich. Also blieb den Italienern nichts anderes übrig als zu warten und zu hoffen, dass sie bald gerettet werden.

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Bereits am Montag, also am ersten Tag der Suchaktion hörten sie, wie einer der Helikopter über sie hinwegflog. Doch aufgrund des dichten Waldes konnten sie nicht auf sich aufmerksam machen. Am nächsten Morgen, als wieder Rotorengeräusche zu hören waren, rannte Davide auf die freie Geröllfläche - mit Erfolg.

Titelfoto: Fotomontage: Screenshot: facebook.com/CnsasVeneto

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