Italien-Urlaub wird zum Albtraum: Touristin unter Drogen gesetzt und tagelang missbraucht
Rom (Italien) - Es sollte ein schöner Urlaub in Rom werden - doch für eine 32-jährige Kolumbianerin wurde die Reise zum Albtraum.
Wie die italienische Polizei berichtete, wurde die Frau am Abend des 19. Mai vor einem Restaurant in Rom von einem Mann angesprochen, der ihr angeblich Haschisch verkaufen wollte.
Unter diesem Vorwand überredete er die Kolumbianerin schließlich, ihm zu folgen. An einem abgelegenen Ort wurde sie gewaltsam in einen Lieferwagen gezerrt und zu einem verlassenen Gebäude am östlichen Stadtrand der italienischen Hauptstadt gebracht.
Dort erlebte die 32-Jährige laut Polizei drei Tage voller Gewalt. Sie sei unter Drogen gesetzt, mit dem Tod bedroht und wiederholt sexuell missbraucht worden.
72 Stunden später gelang ihr in einem unbeobachteten Moment die Flucht vor ihren Peinigern.
Halbnackt und sichtlich unter Schock lief sie auf die Straße und bat Passanten um Hilfe, die sofort den Notruf verständigten.
Die mutmaßlichen Täter wurden festgenommen
Die Frau wurde anschließend in ein Krankenhaus eingeliefert. Dort stellten Ärzte deutliche Spuren von Gewalt sowie Rückstände von Betäubungsmitteln in ihrem Blut fest. Laut Polizei stimmen die medizinischen Befunde mit den Aussagen der Frau überein.
Durch die Anzeige der 32-Jährigen konnten die Ermittler das Gebäude, in dem die Taten passiert sein sollen, schnell lokalisieren. Bei einer anschließenden Razzia traf die Polizei dort auf insgesamt 22 Personen, die sich laut Behörden illegal in Italien aufhielten.
Darunter befanden sich auch die fünf Männer, die das Opfer später als mutmaßliche Täter identifizierte. Sie wurden festgenommen.
Ihnen werden unter anderem Entführung, sexueller Missbrauch sowie der Diebstahl von Dokumenten und eines Mobiltelefons vorgeworfen.
Laut der britischen Zeitung "Daily Mail" handelt es sich bei den Verdächtigen um zwei Männer aus Gambia (29 und 38 Jahre), einen 43-Jährigen aus Mali sowie zwei Nigerianer im Alter von 29 und 39 Jahren. Die Ermittlungen dauern an.
Titelfoto: Bildmontage: poliziadistato.it, X/Screenshot/Polizia di Stato

