Tödliche Hilfe: Mann sucht mit Fremder nach ihrem Handy und bezahlt mit seinem Leben

Somma Lombardo (Italien) - Weil er ein Gentleman sein wollte, hielt ein 36-jähriger Mann in einer Kleinstadt in Italien an. Eine Frau hatte ihr Handy verloren, doch anstelle des Mobilfunkgeräts fand der Mann nur den Tod.

Das Unglück, bei dem Federico Venco (†36) sein Leben ließ, ereignete sich in der Lombardei.  © Fotomontage: Screenshot: facebook.com/federico.venco, 123RF/charles03

Am vergangenen Samstag fuhr der 36-jährige Federico Venco mit seinem Motorrad durch die Straßen von Somma Lombardo im Norden von Italien.

Laut einem Bericht der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" war zur selben Zeit zufälligerweise eine 39-jährige Frau auf den Straßen der kleinen Stadt unterwegs. Federico bemerkte, dass die Motorradfahrerin am Straßenrand stand. Aus diesem Grund hielt er an, um zu fragen, ob alles in Ordnung sei.

Die 39-Jährige erklärte ihm, dass sie soeben auf dem Weg zu einem Treffen mit ihrem Ex-Freund war. Er habe ihr einen Standort - auf dem "Friedhof von Maddalena" - geschickt, wo das "letzte Treffen" und die finale Aussprache zwischen den beiden stattfinden sollten.

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Allerdings hatte sie ihr Handy und so auch die Routenführung auf dem Weg zum Friedhof verloren. Ohne Navi den Weg zu finden, war für die Frau, die nicht aus der Region stammte, kaum möglich.

Hilfsbereit soll Federico nach einer vergeblichen Suche zu ihr gesagt haben: "Ich fahre dich hin. Komm und folge mir, mach dir keine Sorgen."

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Ex hielt hilfsbereiten Federico für neuen Liebhaber

Federicos größte Passion war nicht sein Motorrad. Es waren die Berge. Sein Traum war es, irgendwann mal eine kleine Hütte oben an einem Gipfel zu kaufen.  © Fotomontage: Screenshot: facebook.com/federico.venco

Doch genau diese Freundlichkeit war Federicos fataler Fehler. Mirko Bertellini (43), der Ex-Freund der Motorradfahrerin, fuhr den beiden in seinem Auto entgegen. Als er seine Ex mit Federico sah, soll er die Beherrschung verloren haben und raste gegen den 36-jährigen Mann auf seinem Motorrad.

Federico hatte keine Chance auszuweichen, er starb an Ort und Stelle.

Doch damit war die Wut des 43-Jährigen nicht gestillt. Er stellte den Wagen ab und stürzte sich auf seine Ex-Freundin, wobei er immer wieder auf sie einschlug.

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Glücklicherweise kamen in diesem Moment weitere Autofahrer vorbei, die ebenfalls anhielten, um den 43-Jährigen unter Kontrolle zu bringen. Die Polizei nahm Bertellini noch am Ort des Geschehens fest.

Im Auto des Todes-Rasers fanden die Beamten zudem einen großen Stein und ein Messer. Es ist also anzunehmen, dass der 43-Jährige seine ehemalige Liebe auf den Friedhof locken und sie dort töten wollte.

Federico könnte also der tragische Schutzengel gewesen sein, der sein Leben für das der 39-Jährigen ließ.

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