Pennsylvania (USA) - Der Fall schockiert noch immer! Weil der elf Jahre alte Clayton von seinem Adoptivpapa Douglas Nintendo-Switch-Verbot bekommen hatte, soll er zu dessen Revolver gegriffen haben, ins elterliche Schlafzimmer gegangen sein und seinen Vater in den Kopf geschossen haben. Mit den Worten "Ich habe Daddy umgebracht" offenbarte er sich der Polizei. Jetzt sprechen seine Mutter Jillian und seine Tante Raechel
"Ich habe sowohl meinen Mann als auch meinen Sohn verloren. Ich kann das alles gar nicht begreifen", erzählt Jillian im Interview mit The U.S. Sun.
Sie sei "untröstlich", die Liebe zu ihrem kleinen Clayton habe trotz der schlimmen Tat aber nicht gelitten. Am Tattag sei ihr Sohn wütend gewesen, habe "nicht über die Konsequenzen nachgedacht".
Gegen den Elfjährigen wurde inzwischen Anklage wegen Totschlags erhoben. Aktuell befindet er sich in Gewahrsam, sitzt umgeben von erwachsenen Straftätern im Gefängnis von Perry County im US-Bundesstaat Pennsylvania.
Jillian beschreibt ihren Mann Douglas (†54) als "unglaublichen" und "großartigen" Menschen. Elf Jahre waren beide ein Paar. Ihre beste Freundin Raechel pflichtet ihr bei. Doug sei "eine liebe Seele" gewesen. Immer fleißig, lustig, entspannt: "Er hat Jill gezeigt, wie sich wahre Liebe anfühlt, und er war ein großartiger Vater für Clayton", sagt Raechel.
Kleinem Clayton droht eine lebenslange Haftstrafe
Laut U.S. Sun arbeitete Doug als Lkw-Fahrer. Seine freie Zeit verbrachte er mit Angeln, Camping, Grillen und Handwerk. Sein Herz schlug aber für Jillian und Clayton.
"Er war die Art von Mann, der jedem helfen würde, ohne Fragen zu stellen", heißt es in einem Nachruf. Der 54-Jährige hinterlässt eine große Lücke, geschaffen von seinem geliebten Adoptivsohn.
Clayton wurde derweil am vergangenen Donnerstag einem Richter vorgeführt. Weil seine Handschellen zu fest saßen, beschwerte er sich bei seiner Mutter Jillian. Sein Verteidiger beantragte unterdessen, dass der Prozess an ein Jugendgericht verlegt wird.
In Pennsylvania werden Kinder, denen ein Tötungsdelikt vorgeworfen wird, zunächst automatisch wie Erwachsene angeklagt. Im schlimmsten Fall droht dem Elfjährigen eine lebenslange Haftstrafe ohne Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung.