Kaiserschnitt, Geld und Lügen: Ärzte sollen ungeborenes Baby geraubt und verkauft haben

Balrampur (Indien) - In einem indischen Krankenhaus kam es zu einem besonders verstörenden Verbrechen. Zwei Ärzte sollen versucht haben, ein neugeborenes Baby zu verkaufen. Zur Vertuschung ihrer Tat tischten sie der Kindsmutter eine grausame Lüge auf.

Die mutmaßlichen Babyhändler raubten einer Mutter ihr ungeborenes Kind. (Symbolbild)
Die mutmaßlichen Babyhändler raubten einer Mutter ihr ungeborenes Kind. (Symbolbild)  © 123rf/geargodz

Der Alptraum jeder werdenden Mutter!

Die beiden Ärzte aus dem indischen Bundesstaat Uttar Pradesh wurden am vergangenen Dienstag festgenommen. Sie sollen einer Mutter ihr neugeborenes Kind geraubt und an Dritte verkauft haben. Das berichtet "Indian Express" unter Berufung auf Polizeiangaben.

Der Vorwurf: Am 29. Oktober begab sich die hochschwangere Pushpa Devi (28) zur Entbindung in ein Privatkrankenhaus in die Ortschaft Judi Kuiya. Vor Ort behauptete Dr. Hafizur Rehman (50), dass man die Geburt sofort per Kaiserschnitt einleiten müsse. Das Leben des Kindes sei in großer Gefahr, gab der Mediziner vor. Die besorgte Mutter willigte ein.

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Noch am selben Tag führte Dr. Rehman im Beisein des Oberarztes Dr. Akram Jamal (40) die Operation durch. Als Pushpa Devi aus der Vollnarkose erwachte, erzählten sie der jungen Frau eine schreckliche Lüge: Man habe nichts mehr machen können, das Baby sei angeblich tot geboren.

Nach sieben Tagen entließen sie die trauernde Mutter aus dem Krankenhaus. Doch das Gebaren der Ärzte ließ große Zweifel aufkommen. Trotz ihrer Bitten und Flehen wurde den Eltern das vermeintlich tote Kind nicht gezeigt. Stattdessen wimmelte man sie ab.

Baby-Raub: Säugling nach einem Monat bei Fremden entdeckt

Die Polizei von Balrampur hat das geraubte Baby nach einem Monat gefunden. (Symbolbild)
Die Polizei von Balrampur hat das geraubte Baby nach einem Monat gefunden. (Symbolbild)  © X/Police Balrampur

Die Familie stellte einem Bericht der Zeitung "Hindustan Times" zufolge daraufhin eigene Nachforschungen an. Sie sprachen mit Krankenhauspersonal, suchten in sozialen Medien nach Hinweisen. Dann wurde die schreckliche Wahrheit offenbart: Ein Zeuge erzählte, was wirklich geschah. Die Polizei begann zu ermitteln.

Die mutmaßlichen Kinderhändler wurden vernommen - das perfide Lügenkonstrukt brach in sich zusammen. "Die Ärzte haben zugegeben, das Baby verkauft zu haben, haben aber den Betrag nicht genannt", hieß es von der Polizei. Ob die Männer noch weitere Säuglinge geraubt haben, soll nun ermittelt werden.

Man habe den Säugling bei einer Familie im benachbarten Landkreis gefunden, hieß es weiter. Nach einem Monat Ungewissheit ist das Baby endlich wieder mit seinen leiblichen Eltern vereint.

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Bei einer Verurteilung könnte den beiden Männern eine harte Strafe drohen. Sie müssen sich wohl bald wegen Menschenhandels und gravierenden Behandlungsfehlern verantworten. Ihnen könnte eine lebenslängliche Freiheitsstrafe drohen.

Titelfoto: 123rf/geargodz

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