Experte warnt vor Giftspinne auf Mallorca: Ihr Biss kann tödlich sein!
Balearen (Spanien) - Man stelle sich vor: ein kühler Abend auf einer Insel der Balearen. Gerade streift man sich einen Pullover über, dann auf einmal ein stechender Schmerz im Arm. Es fühlt sich an wie ein Hornissenstich. War es wirklich eines dieser Biester oder doch etwas ganz anderes?
Eine solche Erfahrung musste laut einem Bericht vom "Mallorca Magazin" eine 60-jährige Frau auf Menorca machen. Anfänglich dachte sie sich nichts dabei, schließlich war es "nur" stechender Schmerz, der früher oder später schon vergehen würde.
Nach der zweiten schlaflosen Nacht ging die Frau in eine Apotheke. Dort bekam sie eine Salbe mit Antibiotikum. Zudem erzählte der Pharmazeut, dass er bereits ähnliche Fälle gesehen hat, deren Ursache ein Biss der "Braunen Violinspinne" gewesen sei. Als die Frau bei einem Gesundheitszentrum nachfragte, wurde ihr jedoch nur entgegnet, dass ein solcher Biss "unmöglich" sei, weil die besagte Spinnenart gar nicht auf der Insel beheimatet ist.
Ein Trugschluss, wie eine Untersuchung des Biologen Guillem Pons zeigte. In seiner Arbeit erklärte er, dass die Braune Violinspinne in der Tat auf den Balearen verbreitet ist. Jedoch werden die Bisse von den Ärzten nicht als solche erkannt!
Diese falsche Identifikation kann für viele Menschen lebensgefährlich werden. Denn obwohl der unmittelbare Biss zunächst harmlos erscheint, kann er schwerwiegende Folgen mit sich ziehen.
Nach Spinnenbiss: Frau droht Bein zu verlieren
So schildert Pons in seiner Arbeit einen Fall aus dem Jahr 2024, in dem eine 32-jährige Frau auf Ibiza von einer Braunen Violinspinne gebissen wurde. Damals verursachte das Gift des Achtbeiners eine Gewebenekrose in ihrem Bein, was dazu führte, dass Zellen und Gewebe allmählich abstarben, sodass die 32-Jährige fast ihr Bein verlor.
Glücklicherweise konnte ihr Bein durch mehrere Operationen und Hauttransplantationen gerettet werden.
Der Biologe betont, dass die Art auf den spanischen Inseln weitverbreitet ist. "Vor allem in Höhlen und unter Felsen", aber auch auf der Toilette in der Balearen-Universität auf Mallorca soll Pons bereits einen der Achtbeiner persönlich angetroffen haben.
Der Biss zeichnet sich dadurch aus, dass er ungefähr so schmerzhaft ist, wie ein Hornissenstich, zudem wird die Haut um die "Einstichstelle" sehr heiß und brennt, wenn man sie berührt.
Titelfoto: 123rf/macrofotografia

