Palma (Spanien) - Unweit der berüchtigten Partymeile von Mallorca sind drei Urlauber aus Österreich in einen Konflikt mit dem Gesetz gekommen. Als die Polizei das Trio antraf, ergriff einer der Touristen die Flucht nach vorn und ging ins Meer, um sich dort den Ordnungshütern zu entziehen.
Diese kuriose Geschichte ereignete sich in der vergangenen Woche am Playa de Palma, in Höhe des Balneario 7, teilte die Ortspolizei in einer Pressemitteilung auf ihrer Website mit.
Am späten Nachmittag gegen 17.15 Uhr entdeckten zwei Streifenpolizisten eine Gruppe von Männern am Strand. Zwei von ihnen sonnten sich nackt, während der andere im Meer badete – ebenfalls ohne Badehose. Die Polizisten baten um Verstärkung und stellten anschließend die Gruppe zur Rede.
Die Beamten forderten die Nudisten auf, sich wieder entsprechend der allgemeinen Regeln an diesem Strandabschnitt anzuziehen und sich anschließend auszuweisen, damit eine entsprechende Anzeige angefertigt werden kann.
Während die beiden Sonnenanbeter den Anweisungen der Beamten Folge leisteten, schien sich der Mann im Wasser den Anweisungen der Polizei widersetzen zu wollen.
Anstatt zurück an Land zu schwimmen, nahm er Kurs weiter hinaus aufs offene Meer. Offenbar wollte er den Beamten und somit auch einer Anzeige entkommen.
Rettungsschwimmer paddelt hinter nacktem Mann her
Doch anstatt selbst ins kühle Nass zu steigen, informierten die Beamten einen Rettungsschwimmer, der umgehend mit seinem Paddleboard hinaus aufs Meer fuhr und dem nackten Mann den Weg abschneiden konnte. Nach einiger Zeit – und reichlich Überzeugungsarbeit des Rettungsschwimmers – schwamm der Österreicher wieder zurück in Richtung Ufer.
In ihrer Mitteilung weist die Polizei noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass Nudismus in der Öffentlichkeit nur an bestimmten Orten wie etwa an FKK-Stränden zulässig ist. Wer trotzdem nackt erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 750 Euro rechnen.