Touristen-Hotspot vor dem Aus: Traumbucht auf Mallorca bald dicht?

Mallorca - Tausende Menschen strömen Tag für Tag zum Caló des Moro auf Mallorca - häufig nur für ein schnelles Selfie vor der Traumkulisse der spanischen Bucht. Doch damit könnte bald Schluss sein.

Der Caló des Moro im Südosten Mallorcas hat sich zu einem echten Instagram-Hotspot entwickelt.  © picture alliance/dpa/Neckermann Reisen | Neckermann Reisen

Schätzungsweise bis zu 5000 Touristen überrennen die kleine Traumbucht im Südosten der beliebten Urlaubsinsel in der Hochsaison Tag für Tag.

Meist stehen die Urlauber dicht gedrängt in der brütenden Hitze, warten, bis sie ein, zwei schnelle Schnappschüsse für Social Media knipsen können und machen dann Platz für die nächsten Fotojäger, ehe sie wieder abhauen.

Von diesem Massenansturm haben die Besitzer des Areals rund um die Bucht, eine deutsche Millionärsfamilie, endgültig die Nase voll.

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Wie die Diario de Mallorca und die Mallorca Zeitung berichteten, haben die Eigentümer jetzt die Notbremse gezogen und bei den mallorquinischen Behörden einen Antrag eingereicht, um den Zugang zum Caló des Moro mit einem Zaun abzusperren.

Denn: Um an den kleinen versteckten Traumstand zu gelangen, müssen Badegäste zunächst einen kurzen Fußweg zurücklegen, der geradewegs über das Privatgelände der Familie Oehm führt.

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Eigentümerfamilie will Zugang zum Caló des Moro sperren

Bis zu eine Million Menschen besuchen die "Instagram-Bucht" Caló des Moro pro Saison.  © picture alliance / Stephanie Schuster/dpa-tmn | Stephanie Schuster

Die Anwohner müssen sich deshalb auch um die Hinterlassenschaften der Touristenmassen auf ihrem Grundstück kümmern: ihren Müll wegräumen, die kaputte Vegetation neu pflanzen und mitunter sogar Brände löschen.

Nachdem die Oehms die Behörden nach eigener Aussage jahrelang "flehentlich" um Hilfe gebeten hatten, hat die Familie nun ein Gutachten anfertigen lassen, das die Auswirkungen der Besuchermassen auf die Natur deutlich machen soll.

Ziel der Millionärsfamilie: Der Zugang zum Caló des Moro über ihr Grundstück soll mit einem Zaun komplett dichtgemacht werden. Gemeinsam mit Architekten hat die Familie dazu einen Plan ausgearbeitet, der alle Vorschriften berücksichtige, wie es heißt.

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Ob der Antrag der Oehms vor Gericht standhält, wird sich allerdings erst noch zeigen müssen.

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