Nach Bar-Feuer auf Malle: Anwalt fordert sieben Jahre Haft für Kegelbrüder
Palma de Mallorca (Spanien) - Dreieinhalb Jahre ist es her, jetzt hat die spanische Justiz Anklage gegen acht Hobbykegler aus dem Münsterland (NRW) erhoben. Der Vorwurf: vorsätzliche Brandstiftung auf Mallorca. Die Deutschen sollen jahrelang hinter Gitter!
Die Anklage bestätigte die Rechtsanwältin der "Kegelbrüder", María Barbancho, der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Zuvor berichtete die Süddeutsche Zeitung.
Wie die Mallorca Zeitung unter Berufung auf die vorliegende Anklageschrift schrieb, fordert die Staatsanwaltschaft je sieben Jahre Haft für die Urlauber. Auch wird Schadenersatz in Höhe von 100.000 Euro verlangt.
Die Kegelbrüder sollen im Mai 2022 mit noch glimmenden Zigarettenstummeln die Kneipe "Why not Mallorca" in Brand gesteckt haben. Vom Balkon ihres Hotelzimmers darüber hätten sie die Stummel sowie Alkohol auf das Schilfdach geworfen. Neben der Bar fingen auch ein Bordell, eine Wohnung sowie Teile eines angrenzenden Hotels Feuer. Auch Menschen wurden verletzt!
Die Urlaubsgruppe bestand aus 13 Mitgliedern. Bereits einen Tag nach dem Vorfall wurde einer von ihnen freigelassen, vier weitere konnten das Gefängnis auf Kaution nach zweieinhalb Wochen verlassen. Die restlichen acht Männer durften erst nach zwei Monaten U-Haft wieder nach Hause fliegen.
Wann der Prozess gegen die acht Kegler stattfinden soll, ist noch unbekannt.
Titelfoto: Fotomontage: Helmut P. Etzkorn/dpa//-/5vision/dpa