Mann liefert Pizza aus und erhält dafür 10.000 Bitcoins

USA - Jeremy Sturdivant (30) könnte heute ein Multi-Millionär sein. Doch das Geld ist längst weg.

Jeremy Sturdivant (30) hat die Bitcoins für einen Roadtrip ausgegeben.
Jeremy Sturdivant (30) hat die Bitcoins für einen Roadtrip ausgegeben.  © Screenshot LinkedIn

2010 stieß Sturdivant, damals 19 Jahre alt und Student, im Netz auf eine bizarre Anfrage in einem Internetforum für Kryptowährungen: Der Kalifornier könnte 10.000 Bitcoins im Austausch gegen zwei große Pizzen erhalten.

Das Angebot kam von dem damaligen 28-jährigen Laszlo Hanyecz aus Florida.

Im Beitrag auf bitcointalk.org schrieb er: "Ich mag Dinge wie Zwiebeln, Paprika, Wurst, Pilze, Tomaten, Peperoni, etc. nur Standard-Zeug, keine seltsamen Fisch-Toppings oder so etwas."

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Sturdivant nahm den Deal an und schickte Hanyecz zwei große Pizzen von Papa John's.

Was beide damals noch nicht ahnen konnten: Die einfache Lieferung ging in die Geschichte der Kryptowährung ein.

Denn noch heute nimmt die Kryptoszene Sturdivants und Hanyeczs Geschäft zum Anlass, um den jährlichen "Bitcoin Pizza Day" am 22. Mai zu feiern – der Tag der ersten Bitcoin-Transaktion.

Für 41 US-Dollar (ca. 33 Euro) wurden an diesem Tag vor elf Jahren zwei Pizzen bestellt und mit der Kryptowährung bezahlt.

"Bitcoin Pizza Day": Jeremy Sturdivant und Laszlo Hanyecz führten erste Bitcoin-Transaktion durch

Aktuell wären die 10.000 Bitcoins 365 Millionen Dollar wert.
Aktuell wären die 10.000 Bitcoins 365 Millionen Dollar wert.  © 123rf/ andreha
41 US-Dollar (ca. 33 Euro) erhielt er 2010 für die zwei Pizzen.
41 US-Dollar (ca. 33 Euro) erhielt er 2010 für die zwei Pizzen.  © 123rf/ 민형 박

Statt die 10.000 Bitcoins als Investition für die Zukunft anzulegen, gab Sturdivant sie damals alle für einen Roadtrip aus. Heute wäre diese sage und schreibe 365 Millionen Dollar wert.

"Ich hatte keine Ahnung, wie riesig der Bitcoin werden würde", erklärt Sturdivant dem Telegraph. Aber trotz des Riesenverlustes sagt der heute 30-Jährige, er sei "stolz darauf, einen Teil von dem globalen Phänomen" zu sein.

"Wenn ich es als Investition behandelt hätte, hätte ich vielleicht etwas länger durchgehalten. Ich hätte nie gedacht, dass die gleiche Anzahl von Bitcoin eine Kaufkraft in der Größenordnung von Immobilien haben würde."

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Auch Hanyecz zeigt heute keine Reue. "Ich wollte das Pizza-Ding machen, weil es für mich kostenlose Pizza war", berichtete er dem Bitcoin Magazine.

"Ich denke, dass es großartig ist, dass ich auf diese Weise Teil der frühen Geschichte von Bitcoin sein konnte."

Titelfoto: 123rf/ andreha; 123rf/ 민형 박

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