Mutter und Stiefvater setzen Kinder an Straße aus: Verstörender Auftritt nach Festnahme

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Setúbal (Portugal) - Diese Nachricht schockierte in dieser Woche über Portugals Grenzen hinaus: Eine Mutter und ihr Lebensgefährte sollen die zwei Kinder der Frau, gerade einmal drei und fünf Jahre alt, einfach ausgesetzt haben. Jetzt kommen die Franzosen in U-Haft, gleichzeitig aber auch immer mehr schockierende Details ans Licht.

Marine R. (41) muss nun in Untersuchungshaft, nachdem sie ihre Kinder einfach am Straßenrand zurückgelassen haben soll.
Marine R. (41) muss nun in Untersuchungshaft, nachdem sie ihre Kinder einfach am Straßenrand zurückgelassen haben soll.  © FILIPE AMORIM / AFP

Die beiden kleinen Jungen hatten am Dienstag weinend am Straßenrand nahe der Stadt Alcácer do Sal im Südosten des Landes gestanden, als ein Zeuge auf die beiden aufmerksam wurde und die Behörden informierte.

Am Donnerstag schließlich konnten Marine R. (41) und Marc B. (55) schließlich im rund 160 Kilometer entfernten Fatima ausfindig gemacht und festgenommen werden, bestätigte die örtliche Polizei.

Am Freitag wurden sie in Portugal einem Haftrichter vorgeführt. Der Vorwurf: häusliche Gewalt, Kindesmisshandlung sowie Vernachlässigung. Am Samstag folgte schließlich die Anordnung der U-Haft, meldete unter anderem die Bild.

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Doch als man die Mutter und ihren Partner am Freitag zum Gericht in Setúbal brachte, boten sich den Anwesenden dort verstörende Szenen. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten, soll die gefesselte 41-Jährige auf dem Weg ins Gericht wie eine Operndiva gesungen haben, während ihr älterer Freund wirres Zeug von sich gab.

Sowohl die Mutter und die Jungs als auch der Stiefvater leben im französischen Colmar. Die Kinder sollen nun erst einmal bei einer französischsprachigen Pflegefamilie untergekommen sein.

Die Polizei hatte sie bereits am Donnerstag festnehmen können, brachte sie am Freitag zum Haftrichter.
Die Polizei hatte sie bereits am Donnerstag festnehmen können, brachte sie am Freitag zum Haftrichter.  © Foto von FILIPE AMORIM / AFP

Wurde Stiefvater der Jungs bereits früher gewalttätig?

Marc B. (55), ihr Lebensgefährte, soll aggressiv aufgetreten sein und herumgebrüllt haben.
Marc B. (55), ihr Lebensgefährte, soll aggressiv aufgetreten sein und herumgebrüllt haben.  © FILIPE AMORIM / AFP

Jetzt kam außerdem heraus, dass Marine R. einen weiteren 16 Jahre alten Sohn hat. Weil auch hier Kindesentzug und Vernachlässigung Thema waren, soll gegen sie und ihren 14 Jahre älteren Lebensgefährten jeweils ein europäischer Haftbefehl vorliegen.

In dieser Sache müssen die beiden ebenfalls noch vor einem Berufungsgericht erscheinen. Einsichtig und kooperationsbereit soll sich das Paar bisher nicht gezeigt haben.

Für die beiden Kleinkinder habe Marine R. bislang das Sorgerecht gehabt, heißt es in französischen Medien, der leibliche Vater nur ein Besuchsrecht. Dieser sei es auch gewesen, der seine Söhne am 11. Mai bei der Polizei in Colmar vermisst gemeldet hatte. Zuvor waren die beiden plötzlich nicht mehr im Kindergarten gewesen.

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Marine R. bezeichnet sich selbst im Internet als Sex-Therapeutin, Marc B. soll früher Polizist gewesen und wegen Depressionen aus dem Dienst ausgeschieden sein. Er sei vor 16 Jahren wegen häuslicher Gewalt an seiner Ex-Frau bereits verurteilt worden, seitdem vor allem mit Verschwörungstheorien und Antisemitismus in den sozialen Medien aufgefallen sein, so "Le Parisien".

Anzeichen für soziale Schwierigkeiten innerhalb der Familie von Marine habe es nicht gegeben, betonte der Bürgermeister von Colmar. "Es handelte sich um eher zurückhaltende Menschen mit einem guten Bildungsniveau." Was die beiden zu dieser skrupellosen Tat brachte, ist bislang noch unklar.

Titelfoto: Bildmontage: FILIPE AMORIM / AFP

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