Nach 19 Monaten Säuglingsstation: Rekord-Neunlinge dürfen endlich nach Hause

Casablanca (Marokko) - Halima Cisse (27) aus Mali brachte im Mai 2021 Neunlinge zur Welt - Weltrekord! Doch weil in ihrem Heimatland Bürgerkrieg herrscht und die Corona-Pandemie auch in Afrika wütete, durften die Kleinen erst jetzt nach Hause.

Bei ihrem ersten Geburtstag Anfang Mai zeigten sich die Neunlinge in bester Laune. Auch Mutter Halima Cisse (27), Vater Abdelkader Arby (37) und Schwesterchen Souda (4) freuen sich.
Bei ihrem ersten Geburtstag Anfang Mai zeigten sich die Neunlinge in bester Laune. Auch Mutter Halima Cisse (27), Vater Abdelkader Arby (37) und Schwesterchen Souda (4) freuen sich.  © Instagram/les_nonuples_arby

Obwohl die Neunlinge bereits im Mai letzten Jahres in einem Krankenhaus der marokkanischen Stadt Casablanca geboren wurden, durften sie erst jetzt nach Hause - mehr als 19 Monate später.

Zuvor kümmerten sich die Ärzte und Pfleger der Spezialklinik rund um die Uhr um die Neunlinge und unterstützten Mutter Halima im Alltag. Eine schwierige Zeit für die Familie, denn Vater Abdelkader Arby (36), ein Militär-Offizier, durfte bei der Geburt nicht dabei sein und musste in Mali zurückbleiben. Zu groß war damals die Sorge vor Corona.

Am Dienstag war es endlich so weit: Die Rekord-Babys und ihre Mutter verließen das Krankenhaus und kehrten in ihre Heimat Mali zurück. "Alle freuen sich, endlich nach Hause zu können", erklärte ein Freund der Familie gegenüber Daily Mail. "Es war eine lange Zeit des Wartens, mit vielen Tränen, doch die Babys sind nun bereit."

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"Es gab viele Emotionen, als sie die Klinik in Casablanca verließen - sie betrachteten das Personal dort als Familie -, aber der Plan war immer, so schnell wie möglich nach Hause zu gehen."

Die Neunlinge von Casablanca werden in ihrer Heimat Mali sehnsüchtigst erwartet

Es waren emotionale Szenen, als es für Familie Arby wieder zurück in die Heimat ging. Tränen flossen. Die Pflegekräfte gehörten schon zur Familie.
Es waren emotionale Szenen, als es für Familie Arby wieder zurück in die Heimat ging. Tränen flossen. Die Pflegekräfte gehörten schon zur Familie.  © Instagram/les_nonuples_arby

Als sich die Rekord-Geburt abzeichnete, war das halbe Land aus dem Häuschen. Und für den Präsidenten wurde die Geburt der Kleinen zur absoluten Chefsache, täglich erkundigte er sich nach dem Wohlbefinden der Familie. Es durfte an nichts fehlen.

Doch es war eine sehr komplizierte Geburt per Kaiserschnitt, wie der behandelnde Arzt Dr. Youssef Alaoui im Mai 2021 erklärte. Einige Babys wogen lediglich 500 Gramm, andere ein Kilo. Doch wie durch ein Wunder überlebten die fünf Mädchen und vier Jungs - kamen zunächst aber in einen Brutkasten und mussten aufgepäppelt werden.

Mittlerweile ist Familie Arby mit ihrer Kinderschar sicher in der malischen Hauptstadt Bamako gelandet, wo sie von Regierungsvertretern empfangen wurden. "Sie erhalten viel Unterstützung von der Regierung und werden nun - so Gott will - ein schönes neues Zuhause in Timbuktu beziehen", sagte der enge Freund weiter.

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"Das Haus wurde speziell für eine sehr große Familie entworfen und ist mit allem ausgestattet, was benötigt wird."

Schon bald sollen die Wunder-Neunlinge von Mali wohl ihren ersten Auftritt in der Öffentlichkeit haben, die Details sind geheim. Die Quelle aus dem Umfeld der Familie weiß: "Die Kinder werden von Tag zu Tag stärker und kommen gut miteinander aus - sie sind wirklich sehr süß!"

Titelfoto: Montage: Instagram/les_nonuples_arby

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