Aus Altersheim geflüchtet: Nonnen besetzen Kloster – Vatikan schickt Vermittler

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Von Albert Otti

Elsbethen (Österreich) - Drei Nonnen flüchteten aus dem Altersheim, besetzen ihr altes Kloster in Elsbethen und teilen nun ihren Alltag auf dem Instagram-Kanal "nonnen_goldenstein". Zur Beilegung des Streits um die drei betagten Frauen in Österreich hat der Vatikan nun einen Vermittler eingesetzt.

Zusammen leiten Schwester Rita (82, l.), Schwester Regina (86) und Schwester Bernadette (88) den Instagram-Kanal "nonnen_goldenstein
Zusammen leiten Schwester Rita (82, l.), Schwester Regina (86) und Schwester Bernadette (88) den Instagram-Kanal "nonnen_goldenstein  © Noah Hatz/dpa

Der 34-jährige Salzburger Erzabt Jakob Auer soll eine Vereinbarung ausarbeiten, damit die über 80-jährigen Ordensschwestern in dem von ihnen besetzten Kloster bleiben können, wie die Unterstützer der Nonnen mitteilten. Zuvor hatte die kirchliche Nachrichtenagentur Kathpress berichtet.

Schwester Bernadette, Schwester Regina und Schwester Rita hatten im September 2025 ein ihnen zugewiesenes Altersheim verlassen und das leerstehende Kloster im Schloss Goldenstein bei Salzburg nahe der bayerischen Grenze wieder bezogen.

Dort hatten sie zuvor jahrzehntelang gelebt, und dort wollen sie ihren Lebensabend verbringen.

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Dieser Schritt löste einen Konflikt mit dem für Schwestern zuständigen Ordens-Vertreter, Propst Markus Grasl aus.

Nonnen lehnten Angebot ab

Nach monatelangem Ringen um eine Lösung ohne direkte Kommunikation zwischen Grasl und den Nonnen wurde Auer als Assistent Grasls eingesetzt, um den Konflikt beizulegen. "Die Gespräche laufen jetzt, und man ist guter Hoffnung, dass das abgeschlossen werden kann", sagte Grasls Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Grasl hatte angeboten, dass die Ordensfrauen in Goldenstein bleiben dürften. Die Nonnen lehnten das Angebot ab, da er im Gegenzug gefordert hatte, dass sie sich aus sozialen Medien zurückziehen, keine Anwälte engagieren und auf die Hilfe ehemaliger Klosterschülerinnen verzichten.

Titelfoto: Noah Hatz/dpa

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