Gasexplosion in Wien: Hat Walter (93) das eigene Haus in die Luft gejagt?

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Wien (Österreich) - Mitten in der Nacht erschüttert plötzlich ein lauter Knall die sonst so ruhige Nachbarschaft im Wiener Bezirk Floridsdorf. Eine Gasexplosion hat das Haus eines alten Mannes völlig zerstört. Doch hat Walter S. (93) diese Explosion vielleicht selbst herbeigeführt?

Tage nach der Explosion hält die Nachbarschaft im Wiener Bezirk Floridsdorf noch immer den Atem an.
Tage nach der Explosion hält die Nachbarschaft im Wiener Bezirk Floridsdorf noch immer den Atem an.  © Max Slovencik/APA/dpa

Wie aus mehreren Berichten der österreichischen "Kronen Zeitung" hervorgeht, ereignete sich die Explosion in der Nacht zu Sonntag. Die zerstörerische Druckwelle war dabei so gewaltig, dass sie das Einfamilienhaus völlig zerriss und auch die benachbarten Häuser in Mitleidenschaft zog.

Insgesamt wurden neun Menschen verletzt, einer von ihnen schwer. Dieser jemand soll der Bewohner des Hauses – Walter S. – sein. Spürhunde haben den 93-Jährigen begraben unter den Trümmern gefunden. Unverzüglich wurde der Senior in ein Krankenhaus gebracht, wo er seither im künstlichen Koma liegt, während die Ärzte um sein Leben kämpfen.

Zwei weitere Personen, darunter auch eine 25-jährige Schwangere, mussten nach einer Erstversorgung vor Ort zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

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Nach ersten Ermittlungen der Polizei kam diese zu dem Schluss, dass die Explosion keinesfalls ein Zufall war. So steht der 93-Jährige im Verdacht, die verheerende Explosion selbst und mutwillig herbeigeführt zu haben.

Der Senior wurde aus diesem Grund noch im Krankenbett festgenommen. Bis er vernehmungsfähig ist, wird er dort bewacht.

War ein Streit mit dem Stiefsohn Grund für die Explosion?

Sah Walter S. (93) die Zerstörung seines Hauses als letzten Ausweg um dem Gerichtsprozess zu entgehen?
Sah Walter S. (93) die Zerstörung seines Hauses als letzten Ausweg um dem Gerichtsprozess zu entgehen?  © Max Slovencik/APA/dpa

Wenige Tage nach der Explosion unterhielt sich die "Kronen Zeitung" mit einem Nachbarn, der Walter S. gut kannte. In einem Interview erklärte er, dass das Haus, in dem der Senior wohnte, vor einigen Jahren seinem Stiefsohn übergeben wurde.

Der 93-Jährige behielt hingegen ein lebenslanges Wohnrecht. Doch die Beziehung zwischen Walter S. und seinem Stiefsohn schien im Laufe der Zeit zu bröckeln, und das sogar so sehr, dass sie sogar vor Gericht ziehen wollten.

So wird dem Pensionisten vorgeworfen, die Unterschrift seines Stiefsohnes gefälscht zu haben, um einen Carport bauen zu lassen. Abgesehen davon gehe es auch noch um ein Bauwerksbuch, für welches der 93-Jährige noch bis 2030 Zeit gehabt hätte.

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All diese Streitigkeiten waren für Walter S. wohl zu viel. Wenige Stunden vor der Explosion telefonierte Walter S. noch mit besagtem Nachbarn und sagte ihm: "Ich habe keine Nerven mehr."

Kurze Zeit später knallte es.

Solltet Ihr von Suizid-Gedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: Max Slovencik/APA/dpa

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