Sölden (Österreich) - Dramatische Szenen in den Tiroler Bergen: Drei Großfamilien mit insgesamt 36 Personen sind bei einer Wanderung nahe Sölden in eine gefährliche Lage geraten. Unter ihnen befanden sich auch Jugendliche und mehrere Kleinkinder - samt Kinderwagen.
Was als gemeinsamer Ausflug in die Tiroler Bergwelt begann, endete am späten Sonntagnachmittag mit einem Großeinsatz der Rettungskräfte.
Laut Polizei gerieten drei Großfamilien gegen 17.15 Uhr im Bereich Sonnberg bei Vent auf rund 2325 Metern Seehöhe in alpine Not.
Die insgesamt 36 Personen waren laut Bericht von der Bergstation der Wildspitzbahn zu einer Wanderung in nordöstlicher Richtung aufgebrochen.
Doch die Gruppe geriet immer wieder in unwegsames Gelände und kam teilweise vom markierten Wanderweg ab. Besonders brisant: Neben Erwachsenen und Jugendlichen waren auch mehrere Kleinkinder in Kinderwagen dabei.
Als das Gelände immer schwieriger und ausgesetzter wurde, war schließlich Schluss. Zwei Mitglieder der Gruppe setzten einen Notruf ab.
Sofort wurde eine umfangreiche Rettungsaktion gestartet. Die Bergrettung Sölden rückte aus, zusätzlich wurden zwei Rettungshubschrauber alarmiert.
Für 14 Mitglieder der Gruppe kam die Rettung aus der Luft
Für einen Teil der Ausflügler gab es keinen einfachen Weg mehr zurück: 14 Personen mussten per Taubergung aus dem schwer zugänglichen Gelände geholt werden. Die übrigen 22 wurden von den Bergrettern auf dem Landweg sicher ins Tal begleitet beziehungsweise gerettet.
Trotz des dramatischen Einsatzes nahm der Zwischenfall ein glückliches Ende. Alle 36 Mitglieder der drei Familien erreichten sicher das Tal - verletzt wurde glücklicherweise niemand.
Wie die Kronen Zeitung berichtet, stammten die Betroffenen aus mehreren Ländern, darunter den USA, Belgien, Großbritannien und Österreich.