Schwere Vorwürfe gegen Arzt: Hat er Patientinnen missbraucht und heimlich gefilmt?

Graz (Österreich) - Heftige Vorwürfe gegen einen Internisten aus dem österreichischen Graz! Ein Arzt soll über Jahre hinweg Patientinnen sexuell missbraucht und dabei heimlich gefilmt haben.

Sprechstundenhilfen sollen während der Untersuchungen nie anwesend gewesen sein. (Symbolfoto)  © Pia Bayer/dpa

Wie die österreichische "Kronen Zeitung" berichtet, soll der über 60-jährige Mann die Patientinnen nach den offiziellen Sprechzeiten über die Hintertür seiner Praxis einbestellt haben.

Unter dem Vorwand einer notwendigen Untersuchung brachte er seine meist jungen und schlanken Opfer dazu, sich auszuziehen.

Statt wie üblich die Untersuchung auf einer Liege durchzuführen, fanden diese auf einem gynäkologischen Stuhl statt. Teilweise soll der Mediziner dabei keine Handschuhe getragen haben.

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Einige der Opfer sollen während seiner abscheulichen Taten sogar sediert gewesen sein.

Ans Licht kam der Fall durch eine Patientin. Ihr war während der vermeintlichen Untersuchung ein Handy aufgefallen, dessen Linse auf sie gerichtet war.

Auf dem Datenträger des Internisten stellten Ermittler später unzählige Videos fest, die Aufnahmen nackter Frauen zeigten. Der Zoom der Kamera soll dabei überwiegend auf deren Intimbereich gerichtet gewesen sein.

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Ermittler sichern Video-Material, doch Mediziner weist Vorwürfe zurück

Laut Ermittlern gehen die Videos bis in das Jahr 2012 zurück, die sichergestellten Aufnahmen konnten bislang noch nicht allen betroffenen Personen zugeordnet werden.

Der Mediziner darf seinen Beruf inzwischen nicht mehr ausüben, er weist sämtliche Vorwürfe von sich. Alle Untersuchungen seien medizinisch indiziert gewesen. Auch die Aufnahmen seien im mündlichen Einverständnis seiner Patientinnen entstanden, behauptet der Arzt.

Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes laufen.

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