Skandal auf Kostümparty: Männer verkleiden sich als Ku-Klux-Klan und Nazi-Häftlinge

Pöham (Österreich) - Fasching ist ein Fest, an dem jeder sein kann, was er will. Egal ob Polizist, Clown oder Serienheld, ein jeder kann kreativ werden. Doch auch diese Freiheit, die man beim Verkleiden hat, hat ihre Grenzen. Das zeigt ein Fall aus Österreich.

Der Ku-Klux-Klan ist ein rassistischer und gewalttätiger Geheimbund aus den USA, dessen Hass sich primär gegen jene richtet, die keine weiße Hautfarbe haben. (Archivfoto)
Der Ku-Klux-Klan ist ein rassistischer und gewalttätiger Geheimbund aus den USA, dessen Hass sich primär gegen jene richtet, die keine weiße Hautfarbe haben. (Archivfoto)  © - / AFP

So berichtet der öffentliche Rundfunk aus Österreich auf seiner Website "ORF.at" über einen schockierenden Fall aus dem kleinen 200-Seelen-Dorf Pöham bei Salzburg.

Am vergangenen Samstagabend sollen bei dem alljährlichen Maskenball des Musikvereins Pöham in dem kleinen Ort gleich zwei Menschengruppen durch das Tragen von Kostümen mit rechtsextremem Hintergrund aufgefallen sein. In einem Interview mit einer Zeitung erzählte eine 21-jährige Studentin, die als Teil eines Komitees das beste Kostüm des Abends küren sollte, was an jenem Abend alles geschehen war.

So soll sich eine zwölf- bis 15-köpfige Gruppe junger Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren als Anhänger des rassistischen und gewalttätigen Geheimbunds Ku-Klux-Klan verkleidet haben. Auch einige Frauen sollen ähnliche Verkleidungen getragen haben. Erst nach wiederholter Aufforderung der Security verließ die Gruppe den Ballsaal.

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Doch die Ku-Klux-Klan-Gruppe war erst der Anfang.

Zweite Männergruppe verkleidet sich als SS-Gefangene, einer zeigt Hitlergruß

Die orangefarbenen Häftlings-Overalls sind eine gängige Verkleidung. Doch die Männergruppe entschied sich dazu, auf ihre Anzüge den Nazi-Code "SS88" zu kleben. (Symbolfoto)
Die orangefarbenen Häftlings-Overalls sind eine gängige Verkleidung. Doch die Männergruppe entschied sich dazu, auf ihre Anzüge den Nazi-Code "SS88" zu kleben. (Symbolfoto)  © 123RF/lenblr

Laut der Studentin dauerte es nicht lang, bis die nächste Männergruppe mit problematischen Kostümen die Feier betrat.

Dieses Mal jedoch trugen die Männer keine Kutten mit spitzen Kapuzen wie die Gruppe vor ihnen, sondern orangefarbene Gefangenenanzüge. Zudem hatten sie sich zuvor selbst mit Klebeband die Häftlingsnummer "SS88" auf die Anzüge geklebt.

Die Buchstaben- und Zahlenkombination ist dabei alles andere als ein Zufall. So ist "SS" die Abkürzung für die nationalsozialistische Schutzstaffel aus der Zeit der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus. Die Zahl 88 ist ein rechtsextremer Code und steht für "Heil Hitler".

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Auch hier musste die Security eingreifen und die Gruppe des Saales verweisen. Einige Besucher sollen zudem Zeugen gewesen sein, wie ein junger Mann, der weder der einen noch der anderen Gruppe angehörte, zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt den Hitlergruß zeigte.

Der Musikverein Pöham, der für die Organisation der Kostümparty zuständig war, hat mittlerweile Anzeige gegen die Männer erstattet.

Titelfoto: Fotomontage: - / AFP, 123RF/lenblr

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