Grieskirchen (Österreich) - Österreicher Simon und seiner Frau war klar, dass die beiden gemeinsamen Kinder beim Besuch in einem italienischen Lokal jeweils keine ganze Pizza schaffen würden. Deshalb wollten sie eine Pizza bestellen, die sich beide Kids teilen sollten. Doch beim Blick in die Speisekarte wurde der Vater stutzig.
Der Oberösterreicher besuchte mit seiner Familie einen beliebten Italiener, der nahezu immer ausgebucht sei, wie er gegenüber "Heute" erzählt. Weil seine Kinder noch recht klein sind, wollten sie eine Pizza bestellen, die sich beide teilten.
Beim Überfliegen der Speisekarte ordnete Simon die Preise ein: Einfache Pizzen liegen in dem Lokal bei 11 Euro, steigern sich auf bis zu 20 Euro, je nachdem, was das Herz begehrt.
Doch es ist ein Text, der auf eine Regelung zum Teilen des Essens hinweist, der Simons Aufmerksamkeit erweckt. Die Pizzeria bittet seine Gäste darum, dass jeder Gast sein eigenes Gericht bestellt. "Unsere Pizzen werden pro Person verrechnet", heißt es in dem Menü.
Sollte man sich dennoch dazu entscheiden eine Speise zu teilen und einen separaten Teller dazu zu verlangen, wird ein Aufschlag von 11 Euro fällig. Ein leerer Teller kostet also genau so viel wie eine einfache Pizza!
Aufpreis für leeren Teller ist in Österreich nicht unüblich
Der Familienvater bezeichnet die Regelung als "wirklich übertrieben, eine Frechheit". Statt also 11 Euro für einen leeren Teller hinzulegen, entschied sich die Familie, für das Geld eine zweite Pizza zu bestellen.
Wie "Heute" weiter berichtet, ist in Österreich ein Aufpreis für den sogenannten Räuberteller nicht unüblich. Gaststätten verlangen dafür zwischen 1,80 Euro und 8 Euro. Hintergrund des Aufpreises sind verstimmte Wirte: Mehrere Personen teilten sich vermehrt Gerichte und verlangten dafür extra Geschirr.