Polizei erklärt Bruder für tot, doch am nächsten Tag steht er lebendig vor seiner Schwester

Schweiz - Von der einen auf die andere Sekunde bricht für eine Schweizerin die Welt zusammen. Ihr wird mitgeteilt, dass ihr Bruder gestorben sei. Doch am darauffolgenden Tag der nächste Schock: Ihr Bruder steht auf einmal lebendig vor ihr.

Auf einer Bahnstrecke wurde eine Leiche gefunden, die fälschlicherweise für jemand anderen gehandelt wurde. (Symbolfoto)  © 123rf/maryskovpen

Die Frau wurde in der Nacht auf Mittwoch gegen 0.30 Uhr geweckt, als die Polizei vor ihrer Tür stand. Die Beamten teilten ihr mit, dass ihr Bruder bei einem Bahnunfall zwischen Burgdorf und Langenthal (Kanton Bern) ums Leben gekommen sein soll, berichtet das Portal "20 Minuten".

Für die Frau natürlich "ein riesiger Schock", wie sie erzählt. Die Polizisten sagten ihr, "sie seien sich zu 95 Prozent sicher – nur die DNA-Analyse stehe noch aus". Bislang habe man ihn nur anhand von Tattoos und Muttermalen abgleichen können.

Weil der Tod auf Suizid hinwies, wollte die Hinterbliebene am nächsten Morgen in der Wohnung des Verstorbenen nach einem Abschiedsbrief suchen. Zunächst begegnete sie aber nur seinem Vermieter, der erzählte, der Mann würde gerade Zigaretten kaufen gehen. Dann folgte der Schock. "Vor mir stand mein Bruder auf der Straße – in Fleisch und Blut", so die Frau.

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Sie zitterte, konnte kaum mehr stehen. "Ich habe die Welt nicht mehr verstanden und mich vor allem verarscht gefühlt."

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Wie konnte es so weit kommen?

Ausgelöst hatte das Missverständnis offenbar der Vater. Dieser wartete auf seinen Sohn am Bahnhof. Doch er tauchte nicht auf, gleichzeitig aber ertönte eine Durchsage, dass es zu einem Personenunfall gekommen sei. Der Vater ging vom Schlimmsten aus, da es in der Vergangenheit bereits zwei Suizid-Fälle in der Familie gab.

Um Gewissheit zu bekommen, lies der Vater der Polizei Fotos seines Sohnes zukommen. "Einige Stunden später tauchte die Polizei dann bei uns zu Hause auf und bestätigte, dass er ums Leben gekommen ist." Ihr Bruder trage ebenfalls Tattoos und Muttermale.

"Nach dem Abgleich des Fotos sowie der weiteren Umstände und Hinweise war zu vermuten, dass es sich bei der verstorbenen Person um den Vermissten handeln könnte", erklärte ein Polizeisprecher dem Portal. "Bevor die DNA ausgewertet werden konnte, stellte sich am folgenden Morgen heraus, dass es sich beim Verstorbenen nicht um den vermissten Mann gehandelt hat."

Warum der Mann allerdings nicht am Bahnhof auftauchte, ist unbekannt.

Solltet Ihr selbst von Suizidgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

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