Mercedes-Fahrer rast mit 259 km/h durch Tunnel und baut schweren Unfall: Seine Begründung ist abenteuerlich

Zürich - Einen ziemlich kuriosen Grund für seine Raserei nannte ein Angeklagter jetzt vor dem Bezirksgericht in Zürich.

Ein Raser aus der Schweiz musste sich jetzt vor Gericht verantworten.
Ein Raser aus der Schweiz musste sich jetzt vor Gericht verantworten.  © 123RF/chuyu

Komplett betrunken und bekifft raste ein Mercedes-Fahrer Anfang Dezember 2021 kurz nach 4.30 Uhr über die Schweizer Autobahn A1.

Mit bis zu 259 km/h (statt den erlaubten 80 km/h) bretterte er mit seinem C63 AMG (482 PS) durch den Gubristtunnel in Richtung Bern und baute dort einen Unfall.

Der damals 33-Jährige raste gegen einen Ford Fiesta und wurde mehrfach gegen die Tunnelwand geschleudert. Die drei Frauen im Ford wurden verletzt, eine davon schwer. Und auch der Unfall-Verursacher musste verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden.

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Jetzt fand der Prozess in Zürich statt, wie der Schweizer "Tages-Anzeiger" berichtet. Der Angeklagte selbst war nicht vor Ort, ließ aber über seinen Anwalt eine abenteuerliche Begründung abliefern.

Angeklagter Mercedes-Fahrer hat abenteuerliche Begründung für seine Raserei

Denn weil seine Frau an dem Abend unterwegs war, wollte der Mann die freie Zeit ebenfalls außer Haus nutzen.

Als er merkte, dass es spät wurde, raste er nach Hause, um noch vor seiner Frau da zu sein. "Er wollte keinen Temporausch ausleben, sondern handelte aus Angst vor seiner Frau", argumentierte der Anwalt des Türken.

Der Grund für die Raserei sei also die "Vermeidung von Eheproblemen" gewesen.

Das Gericht ließ sich von dieser Begründung allerdings nicht beeindrucken und folgte der Argumentation nicht. Eine Streit-Vermeidung sei demnach kein plausibler Grund, um aufs Gaspedal zu treten.

Der mittlerweile 34-Jährige wurde zu einer dreieinhalbjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Außerdem muss er die Schweiz für sechs Jahre verlassen.

Künftige Streitereien zum Thema, wer wann nach Hause kommt, wird es zwischen den beiden sowieso nicht mehr geben. Das Paar ist mittlerweile geschieden.

Titelfoto: 123RF/chuyu

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