So ernst war die Lage in Grönland: Soldaten sollten bei US-Angriff Landebahnen in die Luft sprengen
Kopenhagen/Nuuk - Wie ernst die Lage nach dem von US-Präsident Donald Trump (79) angedrohten Einmarsch in Grönland tatsächlich gewesen ist, offenbart ein neuer Medienbericht aus Dänemark.
Jene Soldaten, die im Januar nach Grönland geschickt wurden, hätten bereits Ausrüstung für den äußersten Notfall im Gepäck gehabt, wie der Sender "DR" am Donnerstag unter Berufung auf Regierungskreise berichtet.
Demnach gehörte dazu etwa Sprengstoff, um Landebahnen zu zerstören und somit amerikanische Flugzeuge daran zu hindern, US-Soldaten in Grönland abzusetzen.
Außerdem seien mit Ankunft der ersten Soldaten bereits Blutkonserven angeliefert worden, um mögliche Verwundete behandeln zu können.
Zur Unterstützung dänischer Streitkräfte hatte damals auch die Bundeswehr mehrere Soldaten entsandt, ebenso wie Frankreich, Schweden und Norwegen.
Ziel dieser multinationalen Einsatztruppe sei es gewesen, die "Kosten" eines Angriffs für die Amerikaner zu erhöhen und zu verdeutlichen, dass die Übernahme Grönlands nur durch einen "feindlicher Akt" möglich wäre, erklärte eine anonyme Quelle aus dem dänischen Verteidigungsministerium gegenüber dem Sender.
Kurz nach Eintreffen der ersten Soldaten seien zudem weitere Streitkräfte gefolgt, darunter Elite-Einsatztruppen und auf winterliche Kampfbedingungen trainierte Spezialkommandos. Außerdem seien dänische Kampfjets und ein französisches Kriegsschiff im Nordatlantik stationiert worden.
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