Kopf einer kriminellen Organisation? Schwere Vorwürfe gegen spanischen Regierungschef

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Madrid (Spanien) - In Spanien läuft derzeit ein Gerichtsprozess gegen Ex-Verkehrsminister José Luis Ábalos (66). Er soll in mehrere Korruptionsaffären verstrickt sein. Einer der Angeklagten erhob zudem heftige Vorwürfe gegen den amtierenden Ministerpräsidenten Pedro Sánchez (54).

War der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez (54) der Kopf dieser Schmiergeld-Affäre?
War der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez (54) der Kopf dieser Schmiergeld-Affäre?  © Johannes Neudecker/dpa

"Wenn es in diesem Fall eine Hierarchie gibt", sagte der Geschäftsmann Víctor de Aldama (48), dann habe Sánchez "an der Spitze" gestanden - gefolgt von Ábalos und Koldo García, seinem Berater, heißt es in einer Meldung der Nachrichtenagentur AFP.

Ábalos und seinem Berater wird im "Casa Koldo"-Fall vorgeworfen, während der Corona-Pandemie millionenschwere Aufträge für die Beschaffung von Atemmasken vergeben und dafür Bestechungsgelder kassiert zu haben. Beide Angeklagten weisen diese Unterstellungen entschieden zurück.

Aldama ist in diesem Fall der Geschäftsmann, der die manipulierten Aufträge erhalten haben soll. Dieser wiederum entschied sich nun, mit den Behörden zusammenzuarbeiten, um seine Haftstrafe noch vor Prozessbeginn frühzeitig zu beenden.

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Am Mittwoch sagte er vor Gericht aus, dass ein Teil des Geldes damals direkt in die Taschen der sozialistischen Partei Spaniens (PSOE) geflossen sei, an deren Spitze der aktuelle Ministerpräsident Pedro Sánchez steht.

Die Vorwürfe gegen den ehemaligen Verkehrsminister José Luis Ábalos (66, l.) und seiner rechten Hand Koldo Garcia (56, r.) wiegen schwer. Wusste der Parteichef und aktuelle Ministerpräsident Pedro Sánchez (54, M.) wirklich nichts von all dem?
Die Vorwürfe gegen den ehemaligen Verkehrsminister José Luis Ábalos (66, l.) und seiner rechten Hand Koldo Garcia (56, r.) wiegen schwer. Wusste der Parteichef und aktuelle Ministerpräsident Pedro Sánchez (54, M.) wirklich nichts von all dem?  © JAVIER SORIANO / AFP

Ex-Verkehrsminister soll 24 Jahre hinter Gitter

Für die Minderheitsregierung unter dem linken Politiker ist dieser Vorwurf eine wahre Hiobsbotschaft. Sollte sich dieser Vorwurf bewahrheiten, droht die Regierung zu stürzen.

Schon jetzt fordert die politische Opposition den Rücktritt des Regierungschefs.

Im Laufe des Prozesses sollen noch mehr als 75 Zeugen aussagen. Einige davon befinden sich auch in Sánchez' näherem privaten und beruflichen Umfeld.

Für den ehemaligen Verkehrsminister fordert die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe von 24 Jahren.

Titelfoto: Johannes Neudecker/dpa

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