Tumulte und Gedränge in Ceuta: Migranten werden in Zeltlager gebracht

Ceuta (Spanien) - Nach dem historischen Massenansturm auf die spanische Exklave Ceuta greifen die Behörden nun durch - doch dabei kommt es zu zahlreichen Problemen.

Migranten aus Marokko errichteten am Strand zahlreiche provisorische Unterkünfte.  © Marcos Moreno/EUROPA PRESS/dpa

Wie Publico unter Berufung auf Angaben der Regierung berichtete, hat die Polizei am Freitagmorgen damit begonnen, Tausende an den Stränden ausharrende Migranten in ein neu errichtetes Zeltlager am Hafen umzusiedeln.

Beim Transfer zu der Unterkunft, die Platz für 1700 Personen bietet, kam es jedoch zu Gedränge, Tumulten und mehreren Polizeieinsätzen.

Viele der Migranten leben seit Wochen unter prekären Bedingungen in selbst errichteten Behelfsunterkünften an den Stränden von Ceuta. Immer wieder kommt es dabei auch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.

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Dementsprechend groß war der Andrang auf das neue Lager: Viele Flüchtlinge wollten sich einen der begehrten Plätze im Camp sichern.

Laut Regierung soll die Rückführung der Migranten beschleunigt werden - laut Gesetz muss jedoch in jedem Einzelfall geprüft werden, ob ein Migrant Anspruch auf Asyl haben könnte.

In der Exklave kommt es derweil weiterhin fast täglich zu Protesten vonseiten der Bevölkerung. Anwohner beklagen die wachsende Unsicherheit und fordern eine Rückkehr zur Normalität.

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Ceuta-Krise: Opposition wirft Regierung politisches Versagen vor

Migranten warten vor dem neuen Aufnahmezentrum "Los Rosales" in Ceuta.  © ANTONIO SEMPERE / AFP

Ende Juli gelangten über 70.000 Menschen aus Marokko auf dem Land- und Seeweg nach Ceuta. Dabei kamen auch dutzende Menschen ums Leben. Während der Großteil rasch zurückkehrte, blieben tausende Migranten in der Exklave.

Die spanische Regierung von Pedro Sánchez (54) steht massiv unter Druck: Die konservative und rechte Opposition wirft ihr in der Ceuta-Krise ein vollständiges Versagen vor.

Alberto Núñez Feijóo (65), der Chef der konservativen Volkspartei, sprach von "totalem Chaos" in Ceuta. Die Sánchez-Regierung sei nicht in der Lage, die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten.

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Santiago Abascal (50), Vorsitzender der radikal rechten Partei Vox, teilte auf X ein Video von rennenden Migranten. "So sollten sie abhauen. Rennend. Und zwar so schnell wie möglich", schrieb er zu dem Clip.

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