Tourist sitzt sieben Monate lang in Peru fest, jetzt hat ihm die Regierung einen besonderen Gefallen getan

Peru - Seinen Aufenthalt in Südamerika hatte sich Jesse Katayama wesentlich kürzer vorgestellt. Doch dann kam Corona und der japanische Tourist konnte nicht mehr nach Hause zurückkehren. Bis heute sitzt der Mann in Peru fest.

Die Ruinenstadt Machu Picchu ist seit 1983 UNESCO-Welterbe.
Die Ruinenstadt Machu Picchu ist seit 1983 UNESCO-Welterbe.  © Adrian Wojcik/123RF

So unglücklich wie Jesse dürften es nur wenige Urlauber erwischt haben, die während ihrer Reise vom Coronavirus überrascht wurden.

Denn während die meisten von ihnen längst wieder nach Hause geholt wurden, sitzt der Japaner noch immer in Peru fest, berichtet Daily Star.

Doch Kulturminister Alejandro Neyra hat sich nun mit dem ungewöhnlichen Fall beschäftigt und Jesse Katayama eine schöne Überraschung beschert.

Zwar kann der Japaner noch immer nicht ausreisen, jedoch durfte er als weltweit einziger Tourist die alte Inka-Stadt Machu Picchu besuchen. Die historische Anlage in den peruanischen Anden gilt als eine der begehrtesten Sehenswürdigkeiten Perus.

Jedes Jahr zieht die Ruinenstadt mehr als eine Million Besucher an - 2020 hat sich das wegen Covid-19 jedoch geändert. Im März wurde Machu Picchu geschlossen.

Für Jesse Katayama hat sich mit der Sondergenehmigung ein Traum erfüllt. Denn er kam vor allem wegen Machu Picchu nach Peru. Dass er nun trotz Corona-Pandemie als einziger Mensch das Weltkulturerbe besuchen durfte, war für ihn eine besondere Ehre.

Japanischer Tourist darf als einziger Urlauber die frühere Inka-Stadt Machu Picchu betreten

Voraussichtlich im November soll die frühere Stätte der Inka-Zivilisation wieder öffnen - unter strengen Hygieneauflagen und mit reduzierter Kapazität. "Diese Tour war wirklich erstaunlich", bekundete Jesse Katayama nach seinem Ausflug und bedankte sich bei der peruanischen Regierung, dass sein Antrag nicht ignoriert wurde.

Mit etwas Glück wird er spätestens im November auch wieder in seine japanische Heimat ausreisen dürfen. Dann hätte er insgesamt acht Monate in Peru verbracht.

Titelfoto: Adrian Wojcik/123RF

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