Schönbach bei Asch/Pilsen/Chemnitz - Damit hatte die Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich (55) nicht gerechnet: Nach einer monatelangen Flucht wurde sie im April 2026 in Tschechien gefasst. Nun tauchte ein Video auf, das die Festnahme zeigt. Brisant: Liebich wurde in Männer-Klamotten und mit Glatze gefasst.
Der Clip dauert nur Sekunden. Zu sehen sind offenbar tschechische Ermittler in ziviler Kleidung, die Liebich von rechts und links packen. Die Rechtsextremistin hatte keine Chance: Ihre Arme wurden fixiert, der Kopf runtergedrückt.
Ein Detail ist jedoch am spannendsten: Liebich trägt Männer-Klamotten, die Kopfhaut ist kahl rasiert.
Kontrovers: Dabei legte die 55-Jährige immer wieder großen Wert darauf, dass sie eine Frau ist, tauchte im Gerichtssaal nach der Änderung ihres Geschlechts im Frauen-Look auf: Handtasche, Hut, lackierte Fingernägel, ein Oberteil mit Leopardenmuster.
Liebich wurde im Juli 2023 wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einem Jahr und sechs Monaten Knast verurteilt - damals noch unter dem Namen Sven.
Durch das Selbstbestimmungsgesetz der Ampel-Regierung konnte ein "Geschlechter-Tausch" auf dem Papier ohne weiteres umgesetzt werden. Der Name wurde in Marla Svenja Liebich geändert.
Mini-Clip zeigt die Festnahme von Liebich:
Angst vor Folter in tschechischem Horror-Knast: Liebich will Auslieferung trotzdem verhindern
Kritiker warfen der Rechtsextremistin immer wieder vor, das Selbstbestimmungsgesetz der Ampel-Regierung zu missbrauchen. Tatsächlich schwafelte Liebich davon, sich schon immer als Frau zu fühlen - die Ernsthaftigkeit dahinter wurde von vielen bezweifelt.
Die Justiz hingegen sah die 55-Jährige als Frau. Daher sollte die Rechtsextremistin ihre Strafe im Frauen-Knast in Chemnitz absitzen. Doch Liebich erschien nicht, tauchte stattdessen unter.
Monatelang suchten die Beamten nach ihr. Die Spur führte letztlich nach Tschechien, in die kleine Gemeinde Krásná (deutsch: Schönbach bei Asch). Dort wurde auch das Video aufgenommen, das die Verhaftung zeigt.
Der Clip wurde auf dem "X"-Account von Marla Svenja Liebich veröffentlicht. Dazu der Vorwurf eines "Justizskandals". Die 55-Jährige soll mit "brutaler Härte" festgenommen worden sein. Davon ist im Clip allerdings nichts zu sehen.
Mittlerweile sitzt Liebich im Horror-Knast in Pilsen. Tschechien will die Rechtsextremistin loswerden, doch sie lehnte eine Abschiebung nach Deutschland ab. Und das, obwohl die 55-Jährige immer wieder über die Haftbedingungen jammerte. Weil sie eine Blutabnahme verweigerte, hatte sie sogar Angst, gefoltert zu werden.
Nun folgen weitere bürokratische Schritte, um Liebich aus Tschechien zu holen.