Tunnel-Einsturz in Indien: Alle 41 Arbeiter in Freiheit

Neu Delhi - Beim Tunnel-Drama in Indien sind alle 41 eingeschlossenen Arbeiter aus dem Berg befreit worden. Einsatzteams brachten sie am Dienstagabend (Ortszeit) auf rollbaren Tragen durch ein 90 Zentimeter breites Rohr ins Freie, das zuvor mühsam durch das Geröll gebohrt worden war.

Ein Autobahntunnel war in Indien eingestürzt. Die Befreiung der Männer dauerte 17 Tage.
Ein Autobahntunnel war in Indien eingestürzt. Die Befreiung der Männer dauerte 17 Tage.  © SAJJAD HUSSAIN / AFP

Den Männern gehe es den Umständen entsprechend gut, sagte ein Mitarbeiter des Katastrophenschutzes am Dienstag.

Krankenwagen sollten die Arbeiter für einen Gesundheitscheck in eine Klinik bringen.

Die Rettungsarbeiten waren von vielen Rückschlägen geprägt gewesen.

Von Großeltern adoptiert: Kaum zu fassen, was dieser Frau als Kind passiert ist
Aus aller Welt Von Großeltern adoptiert: Kaum zu fassen, was dieser Frau als Kind passiert ist

Die letzten Meter des Gerölls überwanden spezialisierte Bergleute schließlich zusammen mit der Armee per Hand mit kleinstem Gerät - zuletzt hatten alle großen Maschinen versagt.

Zugleich war höchste Vorsicht geboten, um keine weiteren Einstürze, etwa durch Vibrationen bei den Bohrungen, zu verursachen.

Stolz nimmt Pushkar Singh Dhami (48, rechts) Ministerpräsident von Uttarakhand, einen der befreiten Arbeiter in Empfang.
Stolz nimmt Pushkar Singh Dhami (48, rechts) Ministerpräsident von Uttarakhand, einen der befreiten Arbeiter in Empfang.  © Uncredited/UTTARAKHAND STATE DEPARTMENT OF INFORMATION AND PUBLIC RELATIONS/AP/dpa

Der 4,5 Kilometer lange, gerade im Bau befindliche Autobahntunnel war am 12. November nach einem Erdrutsch teilweise eingestürzt. Die Arbeiter saßen hinter Tonnen von Gestein etwa 200 Meter vom Eingang entfernt fest.

Der Unglücksort befindet sich nahe der Kleinstadt Uttarkashi im Himalaya-Bundesstaat Uttarakhand, einer beliebten Touristenregion mit vielen hinduistischen Tempeln. Der Tunnel sollte die Verkehrsverbindungen dorthin verbessern.

Titelfoto: Uncredited/UTTARAKHAND STATE DEPARTMENT OF INFORMATION AND PUBLIC RELATIONS/AP/dpa

Mehr zum Thema Aus aller Welt: