Urlaub endet im Knast: Mönche mit 110 Kilogramm Cannabis geschnappt
Colombo (Sri Lanka) - Die Rückreise aus dem Urlaub endete am Samstag für 22 buddhistische Mönche in einem handfesten Skandal: Sie wurden am Flughafen von Colombo in Sri Lanka festgenommen, nachdem Zollbeamte in ihrem Gepäck 110 Kilogramm Cannabis entdeckt hatten.
Die Geistlichen waren zuvor auf einem luxuriösen, komplett bezahlten Kurztrip in Thailand gewesen - finanziert von einem bislang unbekannten Sponsor.
Doch statt harmloser Souvenirs befanden sich in ihren Koffern große Mengen der besonders potenten Cannabis-Sorte "Kush", sorgfältig versteckt hinter präparierten Innenwänden. Jeder der Männer transportierte laut Behörden rund fünf Kilogramm davon.
Besonders pikant: Die Ermittler schließen nicht aus, dass die Mönche selbst gar nicht wussten, was sie bei sich trugen. Ein weiterer Verdächtiger, ebenfalls ein Mönch, soll die Gruppe angewiesen haben, die Pakete als angebliche "Spenden" mitzunehmen.
Auf beschlagnahmten Handys fanden die Behörden zudem Fotos und Videos, die die Männer während ihres Urlaubs zeigen - entspannt, in Freizeitkleidung und weit entfernt von ihrem sonst entsagungsvollen Lebensstil.
Die 22 Festgenommenen wurden zunächst für sieben Tage in Untersuchungshaft genommen, während die Polizei die Hintergründe des Falls weiter untersucht.
Titelfoto: Montage: ISHARA S. KODIKARA / AFP, Daniel Karmann/dpa
