Santa Ana (USA) - Dieser Flammen-Zwischenfall hätte noch deutlich schlimmer enden können: In Santa Ana (US-Bundesstaat Kalifornien) befand sich kürzlich eine hochbetagte Seniorin in ihrem Haus, als dort ein gefährliches Feuer in der Küche ausbrach. Die Nachbarn versuchten, zu helfen - doch zum Helden wurde ein UPS-Fahrer!
Wie die Orange County Fire Authority mitteilte, passierte das Unglück am 15. Januar. In einem Video ist zu sehen, wie die Einsatzkräfte das Häuschen der Seniorin löschen, doch die größte Bedrohung war zu diesem Zeitpunkt bereits überstanden.
Laut dem lokalen Newsportal KTLA 5 befand sich die 101-jährige (!) Ann Edwards nämlich noch im Haus, als ein Feuer ausbrach. "Nachdem die Nachbarn Rauch gesehen hatten, stürmten sie zum Haus der Frau, klopften an die Tür und versuchten, ihr zu helfen, sicher herauszukommen", erklärte die Feuerwehr.
Außerdem begannen sie Versuche, die Flammen in der Küche zu löschen. Einer der Nachbarn war Dachdecker und schnappte sich kurzerhand sogar seine Leiter, kletterte aufs Dach und versuchte dort per Gartenschlauch Wasser in die Küche zu spritzen.
Edwards zögerte indes, ihr Haus zu verlassen. Deshalb baten die Nachbarn einen Lieferfahrer um Hilfe. Der UPS-Angestellte verlor keine Zeit, lief in das Gebäude, schnappte sich die 101-Jährige und trug sie in Sicherheit.
UPS-Fahrer rettet 101-Jährige: "Einfach getan, was ich für richtig hielt"
"Ich habe einfach getan, was ich für richtig hielt. Letzten Endes ist sie jemandes Mutter, jemandes Großmutter, Urgroßmutter", sagte Willy Esquivel, so der Name des Lebensretters, gegenüber KTLA 5.
"Ich bin nur ein UPS-Fahrer, der zur richtigen Zeit am richtigen Ort war", zeigte er sich überaus bescheiden. Er sei einfach froh, dass er helfen konnte, als es nötig war. "Ich hoffe, dass sie sich schnell erholt."
Auch die Feuerwehr, die kurz nach der Rettungsaktion an dem Haus eintraf und die Flammen löschen konnte, sprach dem Mann sowie den Nachbarn ihren Dank aus. "Ein bemerkenswertes Ergebnis, das durch schnelles Handeln, Teamarbeit und die gegenseitige Rücksichtnahme in Notsituationen möglich wurde."