15-Jähriger schießt in Schule um sich: Mindestens drei Tote!

Aktualisiert: 1. Dezember, 9 Uhr

Oxford (Michigan, USA) - Ein 15-Jähriger soll an seiner High School in Oxford im US-Bundesstaat Michigan ein Feuer eröffnet und mindestens drei seiner Mitschüler getötet haben!

In dieser Schule in Oxford hatte der 15-Jährige das Feuer eröffnet.
In dieser Schule in Oxford hatte der 15-Jährige das Feuer eröffnet.  © Paul Sancya/AP/dpa

Sieben weitere Schüler und eine Lehrerin seien bei der Tat am Dienstag durch Schüsse verletzt worden, sagte der Sheriff des Bezirks Oakland, Mike Bouchard, am späten Abend (Ortszeit).

Bei dem mutmaßlichen Täter handele es sich um einen 15 Jahre alten Zehntklässler der Oxford High School nördlich der Metropole Detroit. Er sei festgenommen und in Jugendgewahrsam gebracht worden. Die Polizei habe eine Handfeuerwaffe beschlagnahmt. Bei den Toten handele es sich um einen 16-Jährigen, eine 14-Jährige und eine 17-Jährige.

Drei der Verletzten befänden sich in kritischem Zustand, ein weiterer sei schwer verletzt worden, sagte Bouchard. Drei Schüler seien in stabilem Zustand. Die Lehrerin, die offenbar von einem Streifschuss getroffen worden sei, habe das Krankenhaus bereits verlassen können.

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Andere Schüler zogen sich demnach bei der Räumung der Schule nicht lebensbedrohliche Verletzungen zu. "Dies berührt uns alle persönlich und tief, und das für eine lange Zeit. Diese Wunde wird nie verschwinden", sagte der Sheriff.

Schusswaffe des Teenies Tage zuvor vom Vater gekauft

Schüler müssen den Schock erstmal verarbeiten.
Schüler müssen den Schock erstmal verarbeiten.  © Jake May/The Flint Journal via AP/dpa

Ein Polizeisprecher sagte, der mutmaßliche Täter verweigere die Aussage, daher sei sein Motiv unklar. Seine Eltern hätten einen Anwalt angeheuert. Es sei unklar, ob der Schütze seine Opfer gezielt angegriffen habe.

Der Verdächtige sei innerhalb von fünf Minuten nach dem ersten Notruf gefasst worden, der um 12.51 Uhr (Ortszeit/18.51 Uhr MEZ) eingegangen sei. Er habe keinen Widerstand geleistet. Davor habe er 15 bis 20 Schüsse abgefeuert.

Als der 15-Jährige die Einsatzkräfte später auf einem Flur gesehen habe, habe er seine Hände gehoben, sagte Sheriff Bouchard. Daraufhin hätten die Beamten ihm seine Waffe abgenommen, in der noch Munition gesteckt habe, und ihn festgenommen.

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"Ich glaube, dass dadurch sieben weitere Opfer verhindert werden konnten", erklärte Bouchard. Die High School werde von rund 1800 Schülerinnen und Schülern besucht. Es gebe dort keine Metalldetektoren.

Man erwarte, dass die Untersuchungen länger dauern könnten, da die Beamten viel Videomaterial zu sichten hätten und Hunderte Menschen befragen müssten, sagte Bouchard weiter. Das Haus des Verdächtigen sei durchsucht worden. Dort habe man unter anderem dessen Handy sichergestellt.

Die Schusswaffe habe der Vater des 15-Jährigen vier Tage vor dem Vorfall gekauft. Es blieb zunächst unklar, wie der mutmaßliche Schütze an die Waffe kam und sie in die Schule bringen konnte. Die zuständige Staatsanwältin Karen McDonald teilte Medienberichten zufolge mit, ihr Büro werde rasch Anklage erheben.

Die Jugendlichen gedenken mit Kerzen den Toten und Verletzten.
Die Jugendlichen gedenken mit Kerzen den Toten und Verletzten.  © Jake May/The Flint Journal via AP/dpa

Joe Biden spricht Familien Mitgefühl aus

US-Präsident Joe Biden (79) sprach den Familien der Opfer sein Mitgefühl aus.
US-Präsident Joe Biden (79) sprach den Familien der Opfer sein Mitgefühl aus.  © Susan Walsh/AP/dpa

In den USA kommt es immer wieder zu tödlichen Zwischenfällen, weil Schützen an Schulen das Feuer eröffnen.

Schusswaffen sind in den Vereinigten Staaten verhältnismäßig leicht zu bekommen. Strengere Waffengesetze scheitern in der Regel an den Republikanern im Kongress und an der mächtigen Waffenlobby.

US-Präsident Joe Biden (79) hat Maßnahmen zur Eindämmung von Waffengewalt in Aussicht gestellt, bislang aber ohne konkrete Ergebnisse. Biden sprach den Angehörigen der Opfer an der Oxford High School sein Mitgefühl aus.

"Meine Gedanken sind bei den Familien, die den unvorstellbaren Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen ertragen müssen", sagte er bei einem Besuch im Bundesstaat Minnesota.

Michigans Gouverneurin bezeichnet Tat als "schrecklich"

Michigans Gouverneurin Gretchen Whitmer nannte die Tat "schrecklich".

Sie teilte mit: "Wir haben die Verantwortung, alles zu tun, um uns gegenseitig zu schützen, und wir haben die Mittel, um Waffengewalt zu reduzieren. Niemand sollte Angst haben, in die Schule, zur Arbeit, in ein Gotteshaus oder sogar in sein eigenes Haus zu gehen."

Titelfoto: Jake May/The Flint Journal via AP/dpa

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