Aktivistin verteilt Brownies: Was sie dann erklärt, sorgt für Empörung
Nantucket (Massachusetts/USA) - Mit dieser "süßen Überraschung" hatte niemand gerechnet: Bei einer Schulkomitee-Sitzung im US-Bundesstaat Massachusetts verteilte eine Umweltaktivistin Brownies an die Anwesenden. Wenig Momente später enthüllte sie, dass die Küchlein angeblich eine geringe Menge Abführmittel enthielten. Jetzt ermittelt die Polizei.
Die Aktivistin Meghan Perry wollte damit gegen den geplanten Bau eines neuen Kunstrasen-Sportplatzes protestieren, wie der Nantucket Current berichtet.
Perry kritisiert insbesondere die mögliche Belastung durch PFAS - sogenannte Ewigkeitschemikalien - die ihrer Ansicht nach von synthetischen Sportflächen ausgehen könnte.
Während der öffentlichen Sitzung stellte Perry die Brownies zunächst als freundliche Aufmerksamkeit für die Ausschussmitglieder vor.
Wenige Augenblicke später sorgte sie jedoch für einen Schockmoment: Nach eigenen Angaben enthielten die Kuchenstücke eine "nicht nachweisbare Menge" des Abführmittels Ex-Lax.
Mit Blick auf die PFAS-Debatte sagte sie sinngemäß, wenn eine "nicht nachweisbare Menge" solcher Chemikalien akzeptabel sei, dann müsse das auch für die Brownies gelten.
Die Vorsitzende des Schulkomitees, Laura Gallagher Byrne, hatte die Geste zunächst noch gelobt, bevor die überraschende Erklärung für Entsetzen sorgte.
Die Brownies blieben anschließend während der gesamten Sitzung unangetastet auf dem Tisch liegen.
Der Aktivistin drohen nun rechtliche Konsequenzen
Nach dem Eklat wurde Anzeige bei der Polizei erstattet. Die Schulkomitee-Vorsitzende erklärte, die Aktion habe den respektvollen Austausch während der öffentlichen Sitzung beeinträchtigt.
Da sich der Vorfall in einer Schule und im Rahmen einer offiziellen Versammlung ereignet habe, werde der Fall gemeinsam mit den zuständigen Behörden geprüft.
Die Aktivistin betonte später, die Brownies seien essbar gewesen. Wie viel des freiverkäuflichen Abführmittels tatsächlich enthalten war, sagte sie jedoch nicht.
Titelfoto: Montage: 123rf/merc67, Screenshot/YouTube/Town of Nantucket
