Arktischer Sturm in den USA: Friseur mit Herz öffnet Hilfesuchenden seinen Laden

Buffalo (USA) - Friseur Craig Elston konnte angesichts der katastrophalen Zustände nicht wegsehen: Er baute seinen Barber-Shop in eine Notunterkunft um, für alle, die angesichts des arktischen Sturmes Schutz vor der Kälte benötigen.

Craig bewies am vergangenen Wochenende wahre Güte, indem er gut 50 Menschen in seinem Friseursalon aufnahm.
Craig bewies am vergangenen Wochenende wahre Güte, indem er gut 50 Menschen in seinem Friseursalon aufnahm.  © Collage: Screenshot/TikTok/craigthebarber716

In einem emotionalen Post klärte der Inhaber des Barber-Shops in Buffalo im US-Bundesstaat New York die Menschen darüber auf, dass sie bei ihm Zuflucht finden können.

Wie der Insider berichtete, sei Craigs Friseursalon "C&C Cutz" mit Strom, Heizung und WLAN geöffnet und gehöre damit zu den glücklichen in der Stadt, bei denen die Stromversorgung weiterhin funktioniere.

Nachdem der Friseur Nachrichten über Menschen gesehen hatte, die in dem Schneesturm umgekommen waren, beschloss er kurzerhand, seinen Laden zu einer Unterkunft für Schutzbedürftige umzuwandeln.

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Craig rief auf TikTok und Facebook dazu auf, in seinen Barber Shop zu kommen und sagte im Gespräch mit dem Insider, er "hatte das Bedürfnis, ihnen einfach meine Tür zu öffnen".

"Ich werde niemandem etwas berechnen, es ist kostenlos", erklärt der Friseur in dem Video. Andere Unternehmen, die Menschen während des Sturms aufnahmen, würden ihnen mitunter diese Hilfeleistung stattdessen in Rechnung stellen, so der Insider.

Zu Weihnachten der Gemeinde verpflichtet

Ein vollkommen eingeschneites Auto in Buffalo im US-Bundesstaat New York.
Ein vollkommen eingeschneites Auto in Buffalo im US-Bundesstaat New York.  © Joseph Cooke/The Buffalo News/AP/dpa

Craig blieb das gesamte vergangene Weihnachtswochenende im Laden, um Bedürftige mit Essen, Trinken und Strom zu versorgen.

"Ich sehe tote Menschen auf Facebook. Mein erster Instinkt ist, dass ich ein Gebäude mit Heizung und Licht habe, viele Leute haben das nicht. Warum sollte ich also nicht mein Gebäude für die Öffentlichkeit öffnen?", fragte Elston. "Ich habe es wirklich nur getan, damit die Leute irgendwohin gehen können."

Gegenüber dem Insider erklärte er, dass von Freitag bis Montag schätzungsweise 50 Leute in seinem Laden ein und aus gingen. Sie konnten sich in dem Barber-Shop aufwärmen, ihre Telefone aufladen und das WLAN nutzen, um Familienmitglieder und Freunde zu kontaktieren.

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Die Mehrheit der Hilfsbedürftigen seien Menschen aus der Umgebung gewesen, die keinen Strom Zuhause hatten oder draußen gestrandet waren.

Craig half aus reiner Nächstenliebe

Craig Elston ließ zugunsten der Menschen, die er rettete, sogar das Weihnachtsfest mit seiner neunjährigen Tochter ausfallen. Der Friseur fühle sich seiner Gemeinde verpflichtet.

"Das hier war eine Tragödie", sagte Craig gegenüber Insider. "Viele Leute, die nicht aus Buffalo stammen, verstehen nicht, wie schrecklich das Wetter ist. Das ist das Schlimmste, was ich je gesehen habe."

"Die Leute haben sich an mich gewandt und mich als Helden bezeichnet. Und ich sage ihnen höchstens, dass ich kein Held bin. Ich bin nur eine Person, die ein Herz hat."

Titelfoto: Collage: Screenshot/TikTok/craigthebarber716

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