Auto-Attacke auf Synagoge? Polizei prüft mögliches Hassverbrechen

New York City - Mitten während eines religiösen Großereignisses kracht ein Auto immer wieder gegen den Eingang einer New Yorker Synagoge. Tausende Gläubige sind vor Ort - Panik bricht aus. Der Fahrer wird festgenommen, die Polizei ermittelt wegen eines möglichen Hassverbrechens.

Der Eingangsbereich der Synagoge wurde bei dem Vorfall schwer beschädigt.  © Screenshot/X/ChabadLubavitch

Am Mittwochabend gegen 20.45 Uhr (Ortszeit) steuerte ein Mann einen grauen Honda gezielt auf die Chabad-Lubavitch-Zentrale in Crown Heights zu, wie die New York Post berichtet.

Auf schockierenden Videos ist zu sehen, wie das Fahrzeug mehrfach rückwärts Anlauf nimmt und mit voller Wucht in eine Seitentür des Gebäudes kracht. Die massiven Tore wurden aus den Angeln gerissen.

"Keine Ahnung, es ist gerutscht! Es ist gerutscht, du verdammter Arsch!", soll der Fahrer im Anschluss zu Augenzeugen gesagt haben.

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Die Polizei nahm den Fahrer schließlich ohne Widerstand fest. Spezialkräfte und der Bombenentschärfungsdienst rückten an, Sprengstoff wurde jedoch nicht gefunden.

Besonders brisant: Zum Zeitpunkt der Attacke fand Yud Shevat, ein hoher jüdischer Feiertag, statt. Tausende Besucher befanden sich in und um die Synagoge.

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Der mutmaßliche Täter war offenbar kein Unbekannter

Der Fahrer wurde vor Ort festgenommen. Die Polizei prüft ein mögliches Hassverbrechen.  © Montage: Screenshot/X/@ChaninaSperlin

Mehrere Zeugen wollen den Mann bereits zuvor an anderen jüdischen Einrichtungen gesehen haben. Er habe wiederholt "Hilfe gesucht" und sich für religiöse Fragen interessiert.

Die Polizei hält sich mit Angaben zum Motiv zurück, doch die New Yorker Hate-Crime-Einheit hat die Ermittlungen übernommen. Stadt und Polizei reagierten umgehend: Die Sicherheitsmaßnahmen rund um religiöse Einrichtungen wurden massiv verstärkt.

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani (34) zeigte sich erschüttert und sprach von einem zutiefst alarmierenden Vorfall. Angriffe auf religiöse Orte seien in keiner Form akzeptabel.

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Auch die jüdische Gemeinde reagierte geschockt: "Das ist ein sehr ernster Vorfall - er ist sehr beängstigend. Wir wissen, wie gefährlich es heutzutage weltweit ist, jüdisch zu sein", erklärte ein Sprecher.

Die Synagoge wurde nach dem Vorfall evakuiert. Die Ermittlungen dauern an.

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