In meterhohen Wellen gefangen: Hubschrauber holt vier Menschen von kaputter Yacht
Fire Island (New York/USA) - Meterhohe Wellen, peitschender Wind und ein manövrierunfähiges Boot mitten im offenen Meer: Vier Menschen kämpften vor Fire Island im US-Bundesstaat New York ums Überleben und mussten schließlich von der Küstenwache gerettet werden.
Am Samstagabend geriet eine 13 Meter lange Motoryacht rund fünf Kilometer südwestlich des Moriches Inlet in schwere Seenot, wie die US-Küstenwache berichtet.
Das Schiff trieb hilflos in extremen Wetterbedingungen - bei über drei Meter hohen Wellen.
Die Besatzung setzte einen Notruf ab, doch selbst die erfahrenen Rettungskräfte standen zunächst vor einem unlösbaren Problem.
Lokale Einsatzkräfte konnten wegen der gefährlichen Bedingungen nicht eingreifen. Auch ein Rettungsboot der Küstenwache musste seinen Einsatz abbrechen, als sich die Lage weiter verschlechterte.
Erst Stunden später gelang die spektakuläre Rettung aus der Luft: Ein Rettungshubschrauber erreichte gegen 20.30 Uhr das havarierte Boot.
In einer riskanten Aktion wurden die vier Personen - zwei Männer und zwei Frauen - einzeln aus der tosenden See geborgen.
Etwa eine Stunde später waren alle in Sicherheit und wurden zu einem Flughafen auf Long Island gebracht, wo bereits weitere Rettungskräfte warteten. Wie durch ein Wunder blieben sie dabei unverletzt.
Die verlassene Yacht strandete nach dem Einsatz an der Küste
"Die schwierige Natur dieser Rettungsaktion unterstrich die Bedeutung zuverlässiger Kommunikationsmittel und der erforderlichen Sicherheitsausrüstung, einschließlich Rettungswesten", erklärte Küstenwachenleutnant Jonathan Roth nach dem Einsatz.
Am nächsten Morgen wurde die Yacht an die Küste von Fire Island gespült. Trotz der dramatischen Nacht blieb das Boot offenbar intakt und es bestand keine Gefahr für die Umwelt.
Eine Bergungsfirma sollte das Schiff später sichern, sobald sich das Wetter beruhigt hatte.
Titelfoto: United States Coast Guard
